Ratgeber zur Früherkennung und Behandlung von Brustkrebs neu erschienen

Ärztl. Leitlinien jetzt leicht verständlich online abrufbar

 

Düsseldorf (15. Juni 2009) – Ärztliche Leitlinien, die Empfehlungen für die Früherkennung und optimale Behandlung von Erkrankungen geben, sind für Patienten in aller Regel nicht wirklich zu verstehen. Dass es auch anders geht, haben jetzt erstmals Medizin-Experten aus Deutschland unter Beweis gestellt.

 

Bei der 29. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie in Düsseldorf wurden erstmalig auch fürLaien verständliche Übersetzungen der medizinischen Empfehlungen für die Früherkennung und Behandlung von Brustkrebs präsentiert. "Das ist etwas ganz Neues und ein großer Schritt zur besseren Information der Frauen und Patientinnen", konstatierte Prof. Rolf Kreienberg, Ärztlicher Direktor der Universitätsfrauenklinik Ulm und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG).

Im Internet finden sich unter www.senologie.org nun online vorläufige Fassungen von Leitlinien, die sich an gesunde und erkrankte Frauen richten. "Vorläufig deshalb, weil wir in den kommenden acht Wochen bis zum 10. August allen Interessierten die Möglichkeit einräumen, zu einer weiteren Verbesserung der Texte beizutragen", sagte PD Dr. Ute-Susann Albert, Leiterin des Brustzentrums Regio in Marburg und eine der Initiatorinnen. "Anhand eines kurzen Fragebogens können Internetnutzer ihre Meinung dazu äußern, wie übersichtlich sie die Informationen und wie verständlich die Texte finden. Auch bietet der Fragebogen zusätzlich Platz für Anregungen und Verbesserungsvorschläge."

PD Dr. Ute-Susann Albert: "Ihre Meinung ist gefragt!"

Die erste übersetzte Leitlinie befasst sich mit der Früherkennung und dient als Informationsbroschüre für gesunde Frauen. "Früherkennung von Brustkrebs – ein Thema für mich?" heißt der Ratgeber. Er enthält grundsätzliche Informationen zur weiblichen Brust und zu Brustkrebs, schildert die wesentlichen Untersuchungsmethoden und gibt Auskunft über den Verlauf vom Verdacht zur Diagnose. Dazu kommen zahlreiche Daten und Fakten, Anschriften und Hinweise, was jede Frau selbst tun kann. PD Dr. Ute-Susann Albert erklärte das Anliegen: "Der Ratgeber ist so aufgebaut, dass jede Frau in nur 15 Minuten die für sie passenden Informationen findet."

Diese derzeit umfangreichste und aktuellste Zusammenstellung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse zur Früherkennung wurde von ärztlichen Leitlinienexperten gemeinsam mit Patientinnenvertreterinnen (Frauenselbsthilfe nach Krebs, Women’s Health Coalition, Aktion Bewusstsein für Brustkrebs) verfasst. Koordination und Redaktion lagen in Händen des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin; Auftraggeber waren die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Gesellschaft für Senologie.

Der zweite patientenverständliche Ratgeber enthält die auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand befindlichen Informationen zu Diagnose und Therapie von Brustkrebs. Er wurde unter Federführung von Prof. Kreienberg in leicht verständlicher Sprache erstellt.

Informationen für Frauen und Brustkrebs-Patientinnen online unter: www.senologie.org

 


 

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Senologie vom 15.06.2009.

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung