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Brustkrebs mit Metastasen

Wie Frauen auch mit einer schweren Erkrankung leben können

 

Psychische und praktische Unterstützung kann den Alltag erleichtern

 

Berlin (1. März 2012) – "Brustkrebs mit Metastasen" – diese Diagnose ist für die meisten Frauen ein großer Schock. Doch auch wenn Brustkrebs Absiedelungen in anderen Teilen des Körpers gebildet hat, gibt es Wege, mit dieser schweren Erkrankung umzugehen. "Und es gibt immer noch eine Aussicht auf Jahre mit guter Lebensqualität", sagt Klaus Koch, Leiter des Ressorts Gesundheitsinformation im Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Welche Wege und Hilfen es für Frauen gibt, dazu hat das IQWiG heute auf Gesundheitsinformation.de ein umfassendes Informationspaket veröffentlicht.

 

 

Auch metastasierter Brustkrebs kann behandelt werden

 

Wenn Brustkrebs Metastasen gebildet hat, ist eine Heilung nicht mehr zu erwarten. Doch nach Angaben des Münchener Tumorregisters leben beispielsweise etwa 10 von 100 Frauen noch mindestens zehn Jahre, nachdem Brustkrebs mit Metastasen festgestellt wurde. Ziel der Behandlung ist während dieser Zeit, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die Lebensqualität soweit wie möglich zu erhalten. Die psychischen Belastungen der Krebserkrankung sind für viele Frauen eine ebenso große Herausforderung wie die körperlichen Beschwerden. "Trauer, Angst, Enttäuschung über den gesundheitlichen Rückschlag, aber auch Wut über die Ungerechtigkeit der Situation – all diese Gefühle können unvermittelt wechseln. Das kommt häufig vor", sagt Koch.

 

Vielen Frauen hilft es, mit ihrem Partner, einer Freundin oder im Rahmen einer Selbsthilfegruppe über ihre Gefühle zu sprechen. "Auch Krankenhäuser, psychotherapeutische Praxen und Beratungsstellen bieten Unterstützung bei der seelischen und sozialen Bewältigung der Erkrankung, wenn dies gewünscht wird", erklärt Andreas Waltering, stellvertretender Leiter des Ressorts. Darüber hinaus gibt es zahlreiche praktische Hilfen – etwa im Haushalt, bei der Kinderbetreuung oder der Beantragung einer Rehabilitation -, die bei der Kranken- oder Rentenversicherung beantragt werden können.

 

"Bei einer weit fortgeschrittenen Erkrankung kann auch eine gut abgestimmte Schmerzbehandlung für die Lebensqualität ganz entscheidend sein", sagt Waltering: "Denn wenn Schmerzen auftreten – egal welcher Stärke – lassen sie sich fast immer lindern oder sogar vermeiden."

 

 

Unterstützung annehmen und einen persönlichen Weg finden

 

"Manchmal kostet es Überwindung, Hilfe anzunehmen. Doch Frauen können so ihre Kräfte schonen und versuchen herauszufinden, wie sie am besten mit der Erkrankung leben können", sagt Waltering. Denn: Jeder Mensch geht anders mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung um und muss seinen ganz persönlichen Weg finden.

 

Die IQWiG-Website Gesundheitsinformation.de informiert allgemeinverständlich und aktuell über medizinische Entwicklungen und Forschungsergebnisse zu wichtigen gesundheitlichen Fragen. Das Spezial "Metastasierter Brustkrebs" enthält unter anderem Beiträge zum "Leben mit metastasiertem Brustkrebs", "Informationen für Partner", zum Thema "Abschied nehmen" und Erfahrungsberichte. Wer über Veröffentlichungen auf dem Laufenden bleiben möchte, kann den Gesundheitsinformation.de-Newsletter abonnieren.



 

Weiterführende Informationen

 

Spezial "Metastasierter Brustkrebs"
http://www.gesundheitsinformation.de/metastasierter-brustkrebs.931.56.de.html

 

 


Quelle: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), 01.03.2012 (tB).

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