BundesMinisterium für Gesundheit

Strategie zum Eindämmen von Antibiotika-Resistenzen vorgestellt

 

Berlin (17. Juni 2008) – Das Bundesministerium für Gesundheit hat heute den Entwurf einer Strategie zur Erkennung, Prävention und Kontrolle von Antibiotika-Resistenzen in Deutschland vorgestellt. Zentrales Ziel dieser Strategie ist die Eindämmung von antimikrobiellen Resistenzen. An der Veranstaltung im Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin nahmen Vertreter der Länder, Ärzteschaft, Krankenkassen, Krankenhäuser sowie Verbände und Fachgesellschaften teil.

 
Infektionskrankheiten sind welteit die häufigste Todesursache. In der Deutschland starben 2006 über 40.000 Personen an den Folgen einer Infektion, davon über die Hälfte an den Folgen einer Lungenentzündung. Zwischen 2002 und 2006 stieg die Zahl der Todesfälle aufgrund einer Infektion um 14 Prozent. Nicht immer sind antimikrobiell resistente Erreger Ursache. Aber die Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten wird durch zunehmende Resistenz erschwert.

Der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium Dr. Klaus Theo Schröder: „Die steigende Zahl resistenter Erreger erschwert zunehmend die Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten. Für Patientinnen und Patienten können längere Behandlungszeiten entstehen, weil Therapien nicht anschlagen, die Heilung von Infektionen verzögert oder sogar unmöglich wird, manchmal mit fatalen Folgen.

Zudem entstehen erhebliche zusätzliche Ausgaben im Gesundheitswesen. Durch eine konsequentere Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen und Hygiene-vorschriften können die Behandlungsmöglichkeiten erhalten und verbessert werden.“

Hauptursachen der zunehmenden Resistenz der Erreger sind der unsachgerechte Einsatz von Antibiotika und die inkonsequente Anwendung von Empfehlungen zur Prävention von Infektionen. Die in der Strategie zusammengefassten Maßnahmen sollen dem entgegen wirken und eine gezieltere Herangehensweise auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene unterstützen.

Die Strategie ist als ein erster Entwurf anzusehen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind aufgerufen, sich aktiv an der Weiterentwicklung der Strategie zu beteiligen. Staatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder: „Sie ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, die Resistenzproblematik in Deutschland einzudämmen. Damit wir am Ende erfolgreich sind, ist es erforderlich, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen.“ 


Quelle: Presseinformation des Bundesministeriums für Gesundheit vom 17.06.08.

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