Bundesweite Umfrage zum Alltag beruflich Pflegender unter Covid-19 Bedingungen

 

Berlin (30. November 2020) — Nach einer relativen Ruhepause im Sommer tauchen in den Medien wieder mehr Berichte zur Situation von Pflegefachpersonen auf. Sie berichten vom Mangel, von der Überlastung, auch von fehlender Unterstützung der Politik und von wenig Wertschätzung aus der Gesellschaft. Meist handelt es sich dabei um Einzelstimmen oder Momentaufnahmen. Mit einer bundesweiten Befragung beruflich Pflegender verschafft sich der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) jetzt ein umfassendes Bild.

„Wir sehen inzwischen immer deutlicher: Das eigentliche Problem in der Bewältigung der Pandemie sind nicht fehlende Beatmungsgeräte, Betten oder Testkapazitäten. Es sind die fehlenden Köpfe und Hände. Pflegefachpersonen, die die Menschen in den Betten versorgen, oder solche mit intensivmedizinischer Weiterbildung, die die Geräte bedienen“, sagt Prof. Christel Bienstein, die Präsidentin des DBfK. „Eine zusätzliche Belastung sind auch die Antigen-Schnelltests in den Altenhilfeeinrichtungen. Wer soll sie durchführen? Hier fehlt ein Konzept. Und wir hören vermehrt von unseren Mitgliedern, dass die Schutzausrüstung an einigen Stellen wieder knapp wird.“

Um nicht nur ein Stimmungsbild zu bekommen, sondern auch einen Überblick über die tatsächliche Lage in Bezug auf die Versorgung mit Persönlicher Schutzausrüstung (PSA), auf die Arbeitssicherheit, auf Testmöglichkeiten und Unterstützungsangebote, startet der DBfK heute eine große Befragung. Sie zielt auf beruflich Pflegende aus stationären Einrichtungen wie Krankenhaus, Langzeitpflege oder Rehabilitation, aber auch aus den ambulanten Diensten. Sie läuft bis zum 31. Dezember 2020, die Ergebnisse liegen im Januar 2021 vor.

 

 

 


Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe, DBfK e.V., 30.11.2020 (tB).

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