Prof. Dr. Heinz Reichmann: Plädoyer für ein Umdenken in der Medizin – Weg von der Bürokratie und von der FließbandmedizinWeg von der Bürokratie und von der Fließbandmedizin

  Prof. Dr. Heinz Reichmann, 1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Neurologie   Mannheim (21. September 2010) – In deutschen Zeitungen liest man immer häufiger von einem zunehmenden Ärztemangel. Nicht nur in Sachsen, wo ich arbeite, ist dieses Thema relevant, zunehmend auch in Ballungsräumen wie München, Berlin oder Düsseldorf. Andererseits wissen wir, dass auf jeden
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Aktiv gegen den Personalmangel in der Neurologie: Nachwuchs finden – Nachwuchs binden

  Mannheim (21. September 2010) Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie macht mobil und rekrutiert aktiv neuen Nachwuchs – unter dem Dach der Kampagne „Deutschland behält die Nerven – Zukunft braucht Neurologen“ und mit ihrer Nachwuchsorganisation „Junge Neurologen“. Damit soll dem Personalmangel in neurologischen Kliniken begegnet werden, der sich in den kommenden Jahren deutlich zu verschärfen
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Neue Studie: Versorgung von Alzheimer-Patienten in Deutschland mangelhaft

  Mannheim (19. September 2010) – Eine neue Studie gibt der Betreuung von Alzheimer-Patienten in Deutschland mangelhafte Noten: Nur etwa zehn Prozent von ihnen werden mit modernen Untersuchungsverfahren (z.B. neuropsychologische Tests, Bildgebung) untersucht, weniger als die Hälfte erhält die zur Verfügung stehenden Medikamente. Die Behandlungskosten sind dennoch hoch: Sie beliefen sich pro Patient und Jahr
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Neurowoche 2010: größter Kongress für Neuromedizin in Europa

Mannheim (3. September 2010) Vom 21. bis 25. September treffen sich in Mannheim mehr als 6.000 Mediziner aus dem deutschsprachigen Raum zur Neurowoche 2010. Noch nie zuvor haben sich in Europa so viele Spezialisten für Gehirn und Nerven an einem Ort über Diagnose, Therapie und Forschung ausgetauscht. Weltweit ist die Neurowoche Mannheim der zweitgrößte klinisch-neurowissenschaftliche
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DSG: Klinikbehandlung beim Schlaganfall – kürzerer Aufenthalt, bessere Ergebnisse

  Berlin (17. März 2010) – Schlaganfall-Patienten können heute nicht nur früher die Klinik verlassen als noch vor einigen Jahren. Auch der Gesundheitszustand der Patienten bei der Entlassung oder Verlegung in eine Rehabilitationsklinik hat sich verbessert. Darauf weist die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) anlässlich einer aktuellen Studie hin. Befürchtungen, dass durch die Vergütung über Fallpauschalen Patienten
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Lauschangriff auf die Erinnerung

  Hannover/telepolis (12. März 2010) – Zwar wissen wir inzwischen sehr genau, wie eine Nervenzelle aussieht und wie viele davon jeden Winkel des Gehirns bei Mensch oder Maus bevölkern, doch die exakte Funktionsweise des Gedächtnisses ist nach wie vor ein Rätsel. Einig ist man sich immerhin darin, dass sich Erinnerungen nicht auf einzelne Neuronen beschränken.
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Studie an 46 deutschen Stroke Units

  Berlin (18. Januar 2010) Eine aktuelle Arbeit an 46 deutschen Stroke Units wurde jetzt in der Fachzeitschrift The Lancet Neurology veröffentlicht. Mit dem so genannten EARLY-Trial gingen mehr als 250 Neurologen der Frage nach, ob eine Kombinationstherapie aus zwei Thrombozytenfunktionshemmern innerhalb der ersten 24 Stunden nach einem Schlaganfall die Prognose der Patienten verbessert. Die
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Tourette Musiktheater in Hamburg

  nach Motiven des Grand Prix d’Eurovision und einer Komposition von Charlotte Seither Musiktheater Neurovisions   Hamburg (14. Januar 2010) – Als der Neurologe Oliver Sacks in den 70er-Jahren durch die Straßen New Yorks spazierte, stellte er fest, dass Menschen mit Tics nicht die Abweichung, sondern der Normalfall sind. Diese Tics, die als heftige Bewegungen,
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Concentric Medical: Behandlung erster Patienten mit akutem ischämischen Schlaganfall mit dem Trevo(TM)-System

Mountain View, Kalifornien, USA (12. Januar 2010) – Concentric Medical, Inc., der weltweit führende Hersteller für Instrumente zur Behandlung des akuten ischämischen Schlaganfalls, gab heute bekannt, dass das neu entwickelte Trevo(TM)-System des Unternehmens bei ersten Patienten in Europa zum Einsatz gekommen ist. Das Trevo-System ist ein innovatives, hochleistungsfähiges, einfach einzusetzendes System zur Entfernung von zerebralen
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DGNR: Schlaganfalltherapie – Infusionsbehandlung allein hilft nur wenigen

  Köln (5. Oktober 2009) – Die Thrombolyse, kurz Lyse, sorgt nach einem Schlaganfall dafür, dass sich Blutgerinnsel im Gehirn auflösen. Doch die Mehrzahl der Schlaganfall¬patienten profitiert gar nicht von dieser Therapie. Warum dies so ist und welche neuen Konzepte die Versorgung von Schlaganfallpatienten verbessern können, diskutieren Experten der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) im
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EARLY-Studie: Frühe Gabe von Aggrenox® ist sicher und wirksam

Nürnberg (24. September 2009) – Nach einem ischämischen Schlaganfall oder einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA) ist die frühe Sekundärprävention mit Aggrenox® (Fixkombination aus ASS 25 mg/Dipyridamol retard 200 mg) mindestens so effektiv und sicher wie der Therapiestart mit ASS 100 mg. Dies hat die Studie EARLY1 gezeigt, deren Hauptergebnisse erstmals am 15. September 2009 auf
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Enorme Effekte durch schnelle Behandlung einer TIA

  Ingelheim (18. August 2009) – Kürzere Liegezeiten, weniger Kosten und ein um 80 Prozent verringertes Schlaganfallrisiko innerhalb der ersten 90 Tage – all dies kann durch die umgehende Behandlung einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA) erzielt werden.1 Daher sollten vorübergehende neurologische Ausfallerscheinungen unbedingt ernst genommen werden.

Lernen nach dem Schlag

  Jena (17. August 2009) – Eine verstopfte Ader oder ein geplatztes Gefäß und der versorgende Blutstrom durch das Gehirn ist unterbrochen – ein Schlaganfall ist da. Allein in Deutschland trifft jedes Jahr rund 200.000 Menschen der Schlag. Eine schnelle intensivmedizinische Versorgung rettet vielen Betroffenen zwar das Leben. Doch mehr als zwei Drittel der Patienten
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Bestmögliche Schlaganfall-Therapie auch nachts und am Wochenende

  Berlin (3. August 2009) – Patienten mit Schlaganfall erreichen die Klinik in der Regel zu spät. Vor allem wenn die Symptome am Sonntag einsetzen und relativ gering ausgeprägt sind, zögern die Angehörigen oftmals zu lange. Ohne Grund, wie eine aktuelle Auswertung des hessischen Schlaganfallregisters zeigt: Die Patienten erhielten auch am Wochenende und in den
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Deutsche Stiftung Neurologie

  München (18. Juli 2009) – Anlässlich des 15. Jubiläums des Bayerischen Verbands Schlaganfallbetroffener wurde mit einer Gründungsveranstaltung am Nachmittag des 18. Juli die neu gegründete Deutsche Stiftung Neurologie DSN vorgestellt. Zweck der Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie die Förderung des Gesundheitswesens mit besonderem Schwerpunkt im Bereich neurologischer Erkrankungen. An der
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Chronisch inflammatorische-demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP)

  Köln (30. Juni 2009) – Die chronische Nervenentzündung (chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie, CIDP) ist eine seltene neurologische Erkrankung. Forschung auf dem Gebiet seltener Krankheiten wird von der Pharmaindustrie oft gemieden, da der Markt möglicher Therapien begrenzt ist. Eine Studie unter Beteiligung der Uniklinik Köln bringt einen neuen wirksamen Wirkstoff zur Zulassung. Die Einführung an
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ENS 2009: Rolle von Namensgebern neurologischer Erkrankungen in der Nazi-Zeit

  Mailand, Italien (23. Juni, 2009) – Opfer, Täter, Mitläufer: Eine schwedische Studie, die auf der Jahrestagung der Europäischen Neurologengesellschaft in Mailand präsentiert wird, untersucht die Rolle, die prominente Neurologie-Forscher im „Dritten Reich” gespielt haben. Gemeinsam ist den Wissenschaftern, deren Biographie durchleuchtet wurde, dass nach ihnen neurologische Krankheiten benannt sind. Die neurologische Community sollte mit
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ENS 2009: Nachahm-Effekt: Videotherapie hilft Schlaganfall-Patienten

  Mailand, Italien (23. Juni 2009) – Die so genannten Spiegelneuronen im Gehirn werden heute erfolgreich in der Rehabilitation von Schlaganfall-Patienten genutzt, berichtet ein deutsches Forscherteam bei der Jahrestagung der Europäischen Neurologengesellschaft in Mailand. Die Beobachtung von Sequenzen auf Video kann dabei unterstützen, nach einer halbseitigen Lähmung Bewegungen wieder zu erlernen.

Kongress der European Neurological Society (ENS) 2009: Alzheimer, Kopfschmerzen, Multiple Sklerose

  Mailand, Italien (22. Juni 2009) –„Moderne bildgebende Verfahren wie funktionelles MRI oder Diffusions-Tensor MRI bringen einen Innovationsschub in die Neurologie, berichten Experten auf der Jahrestagung der Europäischen Neurologengesellschaft in Mailand. Erkrankungen wie etwa Alzheimer-Demenz können nicht nur früher diagnostiziert werden – der „Blick ins Gehirn“ eröffnet auch neue Möglichkeiten für maßgeschneiderte Therapien. Dank ihrer
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ENS 2009: Neurologische Erkrankungen: Unterschätzte Krankheitslast

  Mailand, Italien (22. Juni 2009) – „Unterschätzte Krankheitslast: Jeder zehnte Europäer leidet unter einer neurologischen Erkrankung, Krankheiten wie Schlaganfall, Demenz, Parkinson, Multiple Sklerose oder Migräne sind für 35 Prozent der Gesundheitsausgaben in Europa verantwortlich. Die Gesundheitspolitik müsste daher dieser Krankheitsgruppe mehr Aufmerksamkeit schenken, fordern Experten bei der Jahrestagung der Europäischen Neurologengesellschaft in Mailand. Gute
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ENS 2009: Koma, Wachkoma, minimales Bewusstsein

Ethische Probleme durch häufige Fehldiagnosen und uneinheitliche Standards   Mailand, Italien (22. Juni 2009) – “Die korrekte Abgrenzung verschiedener Zustände beeinträchtigen Bewusstseins – wie Koma, Wachkoma oder einen Zustand minimalen Bewusstseins – gehört zu den besonderen Herausforderungen für Neurologen. Dies und die Tatsache, dass es in den verschiedenen europäischen Ländern sehr unterschiedliche Haltungen und Praktiken
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Schlaganfall-Vorstufen: Schnelles Handeln verhindert große Hirninfarkte und Behinderungen bei sinkenden Kosten

  Berlin (20. März 2009) – Patienten mit vorübergehenden neurologischen Ausfallerscheinungen – so genannte TIA – sollten von ihren Ärzten sofort an eine Stroke Unit überwiesen und dort unmittelbar behandelt werden. Das schnelle Eingreifen verringert drastisch die Häufigkeit weiterer Schlaganfälle um 80 Prozent. Hierdurch verkürzt sich die durchschnittliche Liegezeit im Krankenhaus auf ein Drittel, die
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Parkinson: ja oder nein?

  Berlin (12. Februar 2009) – Erstmals liegen für zwei neurodegenerativen Erkrankungen eindeutige diagnostische Kriterien vor: für die Multisystematrophie (MSA) und die progressive supranukleäre Blickparese (PSP), zwei seltene Varianten des Parkinson-Syndroms. Eine internationale Forschergruppe veröffentlichte jetzt die Ergebnisse der NNIPPS-Studie im Fachjournal „Brain“ [1]. „Mit der NNIPPS-Studie verfügen wir über den bislang größten Datensatz zu
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PSP – Seltene Erkrankung im Schatten von Parkinson

  München (4. Februar 2009) – Die Progressive supranuclear palsy(PSP) zu Deutsch "Progressive supranukleäre Blickparese" ist eine eher seltene Erkrankung, an der laut Statistik in Deutschland etwa 12.000 Menschen erkrankt sind. Vielleicht liegt die Zahl noch etwas höher, da vor allem in der Frühdiagnostik das klinische Erscheinungsbild der Parkinsonschen Erkrankung ähnelt und die medikamentöse Behandlung
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„Das Hungergefühl spüren ist eine gute Idee“

Berlin (3. Februar 2009) – Nehmen ältere Menschen weniger Kalorien zu sich, verbessert sich ihre Gedächtnisleistung. So lautet das Ergebnis einer aktuellen, international beachteten Studie aus der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Dr. Erich Bernd Ringelstein vom Universitätsklinikum Münster. Die normal- bis übergewichtigen Probanden mit einem mittleren Alter von 60,5 Jahren hatten drei Monate die individuelle
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Jill Bolte Taylor – Mit einem Schlag

  Wie eine Hirnforscherin durch ihren Schlaganfall neue Dimensionen des Bewusstseins entdeckt   Jill Taylor ist 37, als eine Ader in ihrem Gehirn platzt und sie aufgrund dieser schweren Blutung einen Schlaganfall erleidet, der ihre linke, »rationale« Gehirnhälfte nahezu vollständig lahmlegt. Der Tag, an dem Zeit und Raum verschwanden ist die faszinierende Geschichte einer Frau,
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Gehirn: Ursache einer Krankheit geklärt

  Würzburg (30. Januar 2009) – Eine Entzündung im Gehirn, epileptische Anfälle, schlimme Spätfolgen: Die Rasmussen-Enzephalitis ist eine schwere Erkrankung und trifft vor allem Kinder. Über ihre Entstehung gab es bisher nur Vermutungen. Für mehr Klarheit sorgen jetzt Forscher aus Würzburg, Bonn und Martinsried. Ihr Bericht wurde am 29. Januar online im Fachblatt Brain veröffentlicht.
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“The Lancet” kürt europäische Schlaganfall-Studie zur weltweit wichtigsten medizinischen Veröffentlichung des Jahres 2008

  Wissenschaftliche Arbeit im "New England Journal of Medicine" unter Federführung des Heidelberger Neurologen Professor Dr. Werner Hacke eröffnet neue Chancen in der Akut-Therapie   Heidelberg (26. Januar 2009) – Die Herausgeber der führenden internationalen medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet" haben eine europäische Studie unter Federführung von Professor Dr. Werner Hacke, Ärztlicher Direktor der Neurologischen Universitätsklinik
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Das Behandlungs-Fenster wird weiter.

  Bis zu 4,5 Stunden nach einem Schlaganfall können Patienten von einer Auflösung des Blutgerinnsels im Gehirn profitieren   Heidelberg (25. Januar 2009) – Patienten können noch bis zu 4,5 Stunden nach einem Schlaganfall davon profitieren, wenn ihnen ein Medikament verabreicht wird, das Blutgerinnsel im Gehirn auflöst. Bislang waren drei Stunden als sinnvolle Grenze für
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26. Arbeitstagung für Neurologische Intensiv- und Notfallmedizin: ECASS 3-Studie: Thrombolyse mit Alteplase auch nach drei Stunden noch wirksam und sicher

Leipzig (23. Januar 2009) – In der Behandlung des akuten ischämischen Schlaganfalls zeigte sich die Thrombolyse mit Alteplase (Actilyse®) auch nach Ablauf des zugelassenen Drei-Stunden-Zeitfensters als wirksam und sicher. Die Studie ECASS 3 (European Cooperative Acute Stroke Study)(1), die nun erstmalig in Deutschland vorgestellt wurde, konnte zeigen, dass Patienten bis zu 4,5 Stunden nach Einsetzen
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CDP-Cholin – verbessert therapeutischen Outcome nach Schlaganfall

  Leipzig (22. Januar 2009) – Oberstes Ziel bei der Behandlung des ischämischen Schlaganfalls ist es, die Infarktgröße – und damit den späteren Behinderungsgrad des Patienten – so gering wie möglich zu halten. Die neuroprotektive Substanz CDP-Cholin (Cytidin-5´-Diphosphocholin) verkleinert das Infarktvolumen und verbessert das neurologische Defizit nach akutem ischämischen Insult im Vergleich zu Plazebo signifikant.
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Prof. Dr. Martin Grond: Ergänzend zur evidenzbasierten Medizin: Unkonventionelle Therapieansätze bei Schlaganfall

Von Prof. Dr. Martin Grond, Kreiskrankenhaus Siegen Leipzig (22. Januar 2009) – Stroke Unit Behandlung, Thrombolyse, frühe Sekundärprävention mit ASS und Hemikraniektomie sind nachgewiesen effektive Therapieverfahren beim akuten Schlaganfall. Daneben gibt es einige therapeutische Maßnahmen, die pathophysiologisch plausibel erscheinen für die es jedoch keinen Wirksamkeitsnachweis gibt, jedoch oft auch keinen Nachweis einer Unwirksamkeit. Hierzu gehören
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Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Schäbitz: Multimodale Wirkungsweise von CDP-Cholin beim Schlaganfall: Klinische Daten

Von Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Schäbitz, Universitätsklinikum Münster Leipzig (22. Januar 2009) – Das Nukleotid Cytidine 5’- Diphosphocholine (CDP Choline), ein essentieller Baustein der Membranbiosynthese, entfaltet nach einem Schlaganfall anti-exzitatorische, anti-oxidative, membranstabilisierende und regenerative Wirkungen. In verschiedenen experimentellen Schlaganfallstudien konnte gezeigt werden, dass eine Behandlung mit CDP-Cholin zuverlässig das neurologische Defizit verbessert und das Infarktvolumen verkleinert.

Prof. Dr. Joachim Röther: Neuroprotektion beim Schlaganfall: Ein optimistischer Blick in die Zukunft

  Von Prof. Dr. Joachim Röther, Johannes Wesling Klinikum Minden   Leipzig (22. Januar 2009) – Beim akuten ischämischen Schlaganfall löst die Ischämie des Hirngewebes eine komplexe Kaskade aus ischämischer Zelldepolarisation, toxischem Calziumeinstrom mit Exzitotoxizität, Apoptose, Entzündungsprozessen als auch endogener Neuroprotektion aus. Im Verlauf von Wochen kommt es partiell auch zu einer gewissen Regeneration des
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Tiefe Hirnstimulation bei der fortgeschrittenen Parkinson-Krankheit wirksamer als medikamentöse Behandlung

Berlin (19. Januar 2009) – Eine aktuelle amerikanische Studie zeigt, dass die tiefe Hirnstimulation die Beweglichkeit und Lebensqualität der fortgeschrittenen Parkinson-Erkrankung besser erhält als die medikamentöse Behandlung. Dies bestätigt die Ergebnisse einer große deutsche Studie aus dem Jahre 2006. Nebenwirkungen sind bei der Behandlung häufiger als in der medikamentös behandelten Gruppe. Es kommt aber durch
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Therapie-Anpassung auf Knopfdruck – Neueste Generation der Tiefen Hirnstimulation ermöglicht Patienten mit Parkinson, Tremor oder Dystonie umfassendere Kontrolle neurologischer Störungen

Neueste Generation der Tiefen Hirnstimulation ermöglicht Patienten mit Parkinson, Tremor oder Dystonie umfassendere Kontrolle neurologischer Störungen   Meerbusch (13. Januar 2009) – Erstmals in Europa können Patienten, die an Parkinson, Essentiellem Tremor oder Dystonie erkrankt sind, eine umfassendere Kontrolle über die beeinträchtigenden motorischen Symptome ihrer Erkrankung erlangen, indem sie die Therapie auf Knopfdruck an ihre
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Glutamat verbessert das Gedächtnis: Neurowissenschaftler rütteln an einem alten Dogma – Neurodegenration kann kognitive Funktionen verbessern

Bochum (19. Dezember 2008) – Der Nervenzellen-Botenstoff Glutamat spielt eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung von Gedächtnisfunktionen, führt in zu hohen Konzentrationen aber auch zum Untergang von Nervenzellen. Beim Morbus Huntington, einer neurologischen Erbkrankheit, die mit motorischen und kognitiven Beeinträchtigungen einhergeht, kommt es wahrscheinlich dadurch zum Zelltod. Neurowissenschaftler der Ruhr-Universität und des Leibniz Research Centers
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Ginkgo gegen Demenz: zur Vorbeugung nutzlos, in der Therapie ist die Wirkung noch fraglich

  Berlin (16. Dezember 2008) – Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) rät nicht zur vorbeugenden Einnahme von Ginkgo-Präparaten gegen Demenzerkrankungen. Auch für die Behandlung der Alzheimer-Demenz ist für diese Substanz keine generelle Empfehlung gegeben. Zwei neue Studien, die den Nutzen des auch in Deutschland millionenfach verkauften Ginkgo-Extrakts gegen Gedächtnisverlust untersuchten, hatten in der Öffentlichkeit
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Das Schlaganfallrisiko ist unter Neuroleptika erhöht – bei atypischen noch höher als bei typischen

  Berlin (14. November 2008) – Im Jahr 2002 gab es die ersten Berichte, dass atypische Neuroleptika möglicherweise bei Patienten mit Demenz das Schlaganfallrisiko erhöhen. In der Folgezeit wurde dies dann durch mehrere Studien belegt. Es war allerdings nicht bekannt, ob das Schlaganfallrisiko auch bei Patienten, die nicht wegen einer Demenz behandelt werden, erhöht ist.
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Kommentar der DGN zur JUPITER-Studie: Rosuvastatin in der Primärprävention vaskulärer Ereignisse bei Menschen mit erhöhtem C-reaktiven Protein

  Berlin (11. November 2008) – Auf dem amerikanischen Kardiologen-Kongress in New Orleans wurden am 9. November die Ergebnisse der JUPITER-Studie vorgestellt und zeitgleich im New England Journal of Medicine online publiziert (1). Die Studie beruht auf der Beobachtung, dass high-sensitivity C-reaktives Protein ein Prädiktor für kardiovaskuläre Ereignisse ist. Daher wurden 17.802 gesunde Männer und
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Sozial Schwache sind auf Schlaganfall besser vorbereitet

  Hamburg (10. September 2008) – Eine Hamburger Aufklärungs-Aktion zum Thema Schlaganfall hat aufgedeckt, dass Bewohner reicher Stadtteile schlechter Bescheid wissen, was bei ersten Krankheits-Symptomen zu tun ist. In ärmeren Vierteln nannten in einer Umfrage deutlich mehr Menschen die richtige Notfallnummer – nämlich 112, so Prof. Dr. med. Christian Gerloff, Direktor der Neurologischen Universitätsklinik in
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Neue Strategien gegen Nervenleiden – Ab morgen tagen mehr als 4.200 Neurologen in Hamburg. Immer mehr Patienten, immer weniger niedergelassene Ärzte. Geistige Aktivität beugt Demenz vor.

  Ab morgen tagen mehr als 4.200 Neurologen in Hamburg. Immer mehr Patienten, immer weniger niedergelassene Ärzte. Geistige Aktivität beugt Demenz vor.   Hamburg (9. September 2008) – "Schon heute ist eine optimale medizinische Versorgung neurologischer Patienten nicht mehr selbstverständlich", erklärte Prof. Dr. med. Günther Deuschl heute im Vorfeld der 81. Jahrestagung der Neurologen in
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Neurologie: Engpass bei Patientenversorgung droht

Hamburg/Berlin (4. September 2008) – Kaum jemand, der nicht einen Angehörigen oder Bekannten hat, der an Alzheimer, anderen Demenzerkrankungen, Schlaganfall, Parkinson, Multiples Sklerose oder Epilepsie erkrankt ist. Und es werden immer mehr: Die Zahl der Patienten wird in den nächsten Jahren stark ansteigen, denn die Menschen werden immer älter. Gleichzeitig herrscht heute schon ein Mangel
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MEDICAL NEWS

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Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung