CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

Keine Einführung von Heroin als Medikament

 

Berlin (15. Juli 2008) –  Anlässlich der Forderung des Bundesverbandes der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit, Heroin als Medikament zuzulassen und die flächendeckende Heroinvergabe in die medizinische Regelversorgung einzuführen, erklärt die Drogenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Eichhorn MdB:

 

Neben der Forderung Heroin als Medikament zuzulassen kritisiert die Elterninitiative die Beendigung der Bundesförderung für laufende Programme der Heroinvergabe.

Eine Heroinsubstitution ist aber nach wie vor möglich. Auch ohne eine Mitfinanzierung des Bundes ist die Versorgung der bisherigen Heroinpatienten durch die Finanzierung der Städte gesichert. Gemessen an den Behandlungskosten insgesamt ist der Anteil der Bundesförderung für die laufende Behandlung gering und spielt für die Absicherung der Behandlung keine entscheidende Rolle.

Die Patienten werden seit dem 1.1.2007 auf der Basis einer auf das öffentliche Interesse gestützten Ausnahmeerlaubnis weiter mit Diamorphin behandelt. Karlsruhe, Köln und Frankfurt haben beim BfArM Genehmigungen für Aufnahme neue Patienten erhalten. Die Behandlung der Patienten ist somit sichergestellt. Von einer Verhinderung der Regelversorgung zu Lasten schwer kranker Menschen kann daher nicht die Rede sein.

Die Ergebnisse des Modellprojektes zur heroingestützten Behandlung Opiatabhängiger sind nicht überzeugend. Sie lassen keinen Schluss auf eine Überlegenheit der Heroinbehandlung gegenüber der Methadonbehandlung zu.

Viele medizinische, sozialpolitische und sicherheitspolitische Aspekte sind noch ungeklärt. Diese sollten im Rahmen eines neuen Modellvorhabens geklärt werden. Experten haben nachvollziehbar dargelegt, dass bis zu 80.000 Abhängige Anspruch auf eine Diamorphinbehandlung hätten, wenn die Kriterien des Modellversuchs zugrunde gelegt werden würden. In Zeiten knapper Kassen können wir unseren Mitbürgern nicht zumuten, die Kosten für ein Behandlungssystem aufzubringen, dessen Nutzen nicht erwiesen und dessen Behandlungsdauer völlig offen ist.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat sich mit Beschluss vom 26. November 2007 mehrheitlich gegen eine Überführung der heroingestützten Behandlung in die Regelversorgung ausgesprochen. Oberstes Ziel jeder Drogentherapie ist und bleibt nicht nur für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion der Ausstieg aus dem Drogenkonsum. Die Substitutionsbehandlung muss neben der Verbesserung des Gesundheitszustandes auch die schrittweise Abstinenz von der Droge herbeiführen.

Die Heroinbehandlung ist nicht ohne Alternative. Viele Sachverständige vertreten die Auffassung, dass mit der Methadonsubstitution noch bessere Ergebnisse zu erzielen wären, wenn die psychosoziale Betreuung in dem Umfang erfolgen würde, wie im Modellprojekt bei der Heroinbehandlung.

Im Hinblick auf Kosten und Nutzen sollten deshalb alle Möglichkeiten einer verbesserten Methadonbehandlung ausgeschöpft werden.


Pressemitteilung der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag (15. Juli 2008).

MEDICAL NEWS

Perinatal patients, nurses explain how hospital pandemic policies failed them
Johns Hopkins Medicine expert creates comprehensive guide to new diabetes…
An amyloid link between Parkinson’s disease and melanoma
Ultrasensitive, rapid diagnostic detects Ebola earlier than gold standard test
Paranoia therapy app SlowMo helps people ‘slow down’ and manage…

SCHMERZ PAINCARE

Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern
Wenn Schmerzen nach einer OP chronisch werden
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2021 – ONLINE: Schmerzmediziner, Politiker und…
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2021 – ONLINE: COVID-19-Pandemie belastet Schmerzpatienten…

DIABETES

„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ meldet…
Typ-2-Diabetes: Vorteil mit Toujeo® in der Einstellphase – Geringeres Hypoglykämierisiko…
Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes gehören nicht zur Risikogruppe und…
Neue Studie will Entstehung von Typ-1-Diabetes bei Kindern verhindern
Toujeo®: Ein Beitrag zu mehr Sicherheit für Menschen mit Typ-1-Diabetes

ERNÄHRUNG

DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…

ONKOLOGIE

Leberkrebs: Bei welchen Patienten wirkt die Immuntherapie?
Konferenzbericht vom virtuellen Münchener Fachpresse-Workshop Supportive Therapie in der Onkologie
Wie neuartige Erreger die Entstehung von Darmkrebs verursachen können
Onkologische Pflegekräfte entwickeln Hörspiel für Kinder: Abenteuer mit Alfons
Krebsüberleben hängt von der Adresse ab

MULTIPLE SKLEROSE

Multiple Sklerose: Salzkonsum reguliert Autoimmunerkrankung
Erste tierexperimentelle Daten zur mRNA-Impfung gegen Multiple Sklerose
Multiple Sklerose: Immuntherapie erhöht nicht das Risiko für schweren COVID-19-Verlauf
Empfehlung zur Corona-Impfung bei Multipler Sklerose (MS)
Fallstudie: Beeinflusst SARS-CoV-2 Infektion die Multiple Sklerose?

PARKINSON

Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung
Neuer Bewegungsratgeber unterstützt Menschen mit M. Parkinson durch Yoga
Covid-19-Prävention: besondere Vorsicht bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit
Neue Studie zur tiefen Hirnstimulation bei Parkinson-Erkrankung als Meilenstein der…