cell pharm erweitert Supportiva-Portfolio

Antiemetikum Cellondan® seit Juli auf dem Markt

 

Leipzig (6. November 2006) – Seit 1. Juli 2006 bietet die cell pharm GmbH cellondan® zur supportiven Krebstherapie an: Das Präparat mit dem Wirkstoff Ondansetron wirkt gegen Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei der Therapie mit Zytostatika, bei Strahlentherapie und prophylaktisch nach Operationen. cellondan© wird in den Dosierungen 4 mg und 8 mg jeweils als Injektionslösung, als Filmtablette und ‑ seit dem 15. September 2006 ‑ als Schmelztablette angeboten und kann sowohl bei akuter als auch bei verzögerter Emesis eingesetzt werden.

 

Supportivtherapie von zentraler Bedeutung

„Unser Portfolio an Supportiva hat mit cellondan® wichtigen Zuwachs erhalten, denn nach wie vor sind Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen die Nebenwirkungen der Krebstherapie, die den Patienten am stärksten belasten", so Dr. Bettina Thoma, Leiterin Med.-Wiss. bei cell pharm. „Mit cellondan® kann jetzt leitliniengerecht und kostengünstig eine adäquate Emesis-Prophylaxe geleistet werden". Dr. Karin Jordan von der Abteilung Hämatologie/Onkologie der Universität Halle betont die Notwendigkeit einer effektiven Supportivtherapie: „Einige Zytostatika können zu sehr häufigem Erbrechen führen. Eine adäquate Prophylaxe bei solchen hoch emetogenen Therapien erfolgt jedoch bei weniger als der Hälfte der Patienten, und auch bei moderat emetogenen Therapien besteht noch deutlicher Verbesserungsbedarf." Eine gute Krebstherapie bedeute nicht nur, dass die Chemotherapie richtig greift ‑ der Patient müsse die Behandlung auch so gut wie möglich überstehen. Wiederholtes Erbrechen schwäche ihn unnötig und ließe sich mit einer angemessenen leitliniengerechten Prophylaxe gut reduzieren oder weitestgehend vermeiden, so Dr. Jordan weiter.

 

Leitlinien zur Antiemese

Die verschiedenen zur Krebstherapie eingesetzten Zytostatika haben ein unterschiedlich hohes emetogenes Potenzial, das die Leitlinien der MASCC(1) (Multinational Association for Supportive Care in Cancer) für die antiemetische Therapie in vier Risikogruppen einteilt. Das Spektrum reicht von hoch emetogenen Substanzen, bei denen mehr als 90 Prozent der Patienten von Übelkeit und Erbrechen betroffen sind, bis hin zu minimal emetogenen Zytostatika, die diese Nebenwirkungen bei weniger als 10 Prozent der Patienten auslösen. Für hohe, moderate und auch für gering emetogene Chemotherapien empfehlen die Leitlinien prophylaktische Antiemese, nur bei minimalem Risiko sind keine präventiven Maßnahmen notwendig. Heute nehmen 5-HT3-Rezeptorantagonisten, so genannte Setrone, einen hohen Stellenwert in der Antiemese ein: Vor ihrer Entwicklung war das Erbrechen die häufigste Nebenwirkung der Chemotherapie, heute steht es auf dem letzten Platz.(2)

 

 

cellondan® wirkt durch Ondansetron

Ondansetron ist ein hoch selektiver, kompetitiver Antagonist des 5-HT3-Rezeptors. Übelkeit und Brechreiz werden durch Stimulation der 5-HT3‑Rezeptoren hervorgerufen, da durch Chemotherapie mit Zytostatika 5‑Hydroxytryptamin (5-HT) im Dünndarm freigesetzt wird (nach tierexperimentellen Untersuchungen). Ondansetron antagonisiert 5-HT direkt am Rezeptor und hemmt so dessen Wirkung. Ein weiterer Schritt gegen das Problem der Übelkeit ist mit der Einführung von cellondan© als Schmelztablette gelungen. Die charakteristische Eigenschaft der Schmelztabletten, unmittelbar im Mundraum zu zerfallen, verhindert zusätzliche Übelkeit bei der Einnahme des Medikaments und erleichtert die Einnahme bei Schluckbeschwerden durch therapiebedingte Läsionen in der Mundhöhle, dem Kehlkopf und dem Rachenraum.

 

cell pharm: Spezialist in der Onkologie

Die cell pharm GmbH ist Teil der weltweit operierenden STADA Arzneimittel AG. Die Kernkompetenz von cell pharm ist die Onkologie: Das Unternehmen vermarktet sowohl etablierte als auch innovative Krebstherapeutika. Durch eigene Forschung bindet cell pharm etablierte Substanzen mit galenischen Verbesserungen in moderne Therapiekonzepte ein. Neben einem umfangreichen Angebot an Zytostatika ist das Unternehmen auch spezialisiert auf Supportiva: Hier erweitert cell pharm das Portfolio passend zu den zytostatischen Präparaten und will damit den Patienten eine Verbesserung ihrer Lebensqualität bieten.

 

Literatur

  1. MASCC Guidelines for Antiemetic Control: An Update. Veröffentlicht auf dem 17th International Symposium Supportive Care in Cancer. Juli 2005, Genf, Schweiz.
  2. MMW‑Fortschr. Med. Nr.5/2006, S. 4‑8.


Quelle: Pressegespräch der Firma cell pharm zum Thema „Der Stellenwert der Supportivtherapie in der Onkologie“ am 06.11.2006 in Leipzig (HealthCom).

MEDICAL NEWS

Fitness watches generate useful information, but increase patient anxiety
A new device provides added protection against COVID-19 during endoscopic…
81 million Americans lacking space or bathrooms to follow COVID…
Front-line physicians stressed and anxious at work and home
EULAR: High-Dose Glucocorticoids and IL-6 Receptor inhibition can reduce COVID-19…

SCHMERZ PAINCARE

Morbus Fabry mittels Datenanalysen aus dem PraxisRegister Schmerz aufspüren
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2020 – ONLINE
Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert Anerkennung von Nicht-Psychologen in der…
DBfK: Besondere Rolle für Pflegeexpert/innen Schmerz – nicht nur in…

DIABETES

“Körperstolz”: Michael Krauser managt seinen Diabetes digital
Der richtige Sensor – von Anfang an
Diabetes mellitus: Ein Risikofaktor für frühe Darmkrebserkrankungen
Fastenmonat Ramadan: Alte und neue Herausforderung für chronisch Erkrankte während…
Sanofi setzt sich für die Bedürfnisse von Menschen mit Diabetes…

ERNÄHRUNG

Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…
Fast Food, Bio-Lebensmittel, Energydrinks: neue Daten zum Ernährungsverhalten in Deutschland
Neue Daten zur Ernährungssituation in deutschen Krankenhäusern und Pflegeheimen: Mangelernährung…
Baxter: Parenterale Ernährung von Patienten mit hohem Aminosäurenbedarf

ONKOLOGIE

Darolutamid bei Prostatakarzinom: Hinweis auf beträchtlichen Zusatznutzen
Multiples Myelom: Wissenschaftler überprüfen den Stellenwert der Blutstammzelltransplantation
Neues zur onkologischen Supportiv- und Misteltherapie und aktuelle Kongress-Highlights zum…
Finanzierung der ambulanten Krebsberatung weiterhin nicht gesichert
Lungenkrebsscreening mittels Low-Dose-CT

MULTIPLE SKLEROSE

Geschützt: Multiple Sklerose: Novartis’ Siponimod verzögert Krankheitsprogression und Hirnatrophie bei…
Neurofilamente als Diagnose- und Prognosemarker für Multiple Sklerose
Bedeutung der Langzeittherapie bei Multipler Sklerose – mehr Sicherheit und…
Bristol Myers Squibb erhält Zulassung der Europäischen Kommission für Ozanimod…
Einige MS-Medikamente könnten vor SARS-CoV-2/COVID-19 schützen

PARKINSON

Neue Studie zur tiefen Hirnstimulation bei Parkinson-Erkrankung als Meilenstein der…
Putzfimmel im Gehirn
Parkinson-Patienten in der Coronakrise: Versorgungssituation und ein neuer Ratgeber
Neuer Test: Frühzeitige Differenzialdiagose der Parkinson-Erkrankung
Gegen das Zittern: Parkinson- und essentiellen Tremor mit Ultraschall behandeln…