Cellzome – zweite strategische Allianz mit GlaxoSmithKline

 

Heidelberg und Cambridge, England (10. März 2010) – Cellzome gibt heute eine zweite strategische Allianz im Bereich Autoimmunerkrankungen bekannt. Die neue Kooperation gewährt GlaxoSmithKline (GSK) den Zugang zu Cellzomes proprietärer Episphere(TM)-Technologie für das neue und medizinisch vielversprechende Gebiet der Epigenetik. Epigenetische Mechanismen spielen u.a. eine zentrale Rolle in Autoimmunerkrankungen.

 

Im Rahmen der Vereinbarung werden GSK und Cellzome mit Episphere(TM) selektive Wirkstoffe für epigenetische Enzyme aus vier unterschiedlichen Klassen entwickeln. Die Unternehmen teilen sich die operative Verantwortung für die Programme bis zur Identifizierung von Wirkstoffkandidaten. Dann wird GSK die Führung für die weitere präklinische und klinische Entwicklung und Vermarktung übernehmen.

 

Cellzome erhält eine Vorauszahlung in Höhe von 33 Mio EUR. Darüber hinaus bekommt Cellzome Meilen­stein­zahlungen und gestaffelte Lizenzgebühren für jedes Programm. Für die erfolgreiche Entwicklung und Vermarktung aller Programme summieren sich die Meilensteinzahlungen auf über 475 Mio EUR.

 

Tim Edwards, CEO von Cellzome, sagte: "Wir freuen uns, in einer weiteren grossen Allianz mit GSK dank unserer führenden Technologie eine neue Generation von Arzneimittel in diesem spannenden Bereich der Biologie zu entwickeln. Die Kräftebündelung mit GSK wird die Entwick­lung neuer Medikamente in der Epigenetik beschleunigen."

 

 

Über Cellzome

 

Cellzome ist ein Biotechnologie-Unternehmen, das neuartige Wirkstoffe entwickelt, um Entzündungskrankheiten (wie z. B. Rheuma oder Multiple Sklerose) zu behandeln. Dabei wird eine Technologie eingesetzt, die die Wechselwirkungen zwischen Wirkstoff und den Proteinen einer Zelle, einem Gewebe oder Blut bestimmt. So kann auf molekularer Ebene direkt der Wirkmechanismus von Arzneistoffen aufgeklärt und potentielle Nebenwirkungen vermieden werden.

 

Die Technologien Kinobeads(TM) und Episphere(TM) werden eingesetzt, um selektive Inhibitoren für Enzymklassen zu identifizieren, die entweder in der Signalweiterleitung (Kinasen) oder in der direkten Regulierung der Genexpression (epigenetische Enzyme) – und damit bei vielen Krankheiten – eine wichtige Rolle spielen.

 

Neben der Epigenetik-Allianz besteht bereits seit 2008 eine weitreichende strategische Allianz mit GSK für die Erforschung und Entwicklung von Kinase-Inhibitoren gegen Entzündungskrankheiten. Ausserdem unterhält Cellzome eine langjährige Kooperation mit Johnson & Johnson im Bereich Alzheimer Therapeutika.

 

Cellzome wurde 2000 von Wissenschaftlern des EMBL gegründet und beschäftigt an seinen Standorten in Heidelberg und Cambridge (U.K.) insgesamt ca. 90 Mitarbeiter. Für weitere Informationen besuchen Sie http://www.cellzome.com

 

 

Über Episphere(TM) und Epigentik

 

Episphere(TM) ist eine chemische Proteomik-Technologie, die neue Targetklassen in der Epigenetik erschliesst. Mit Episphere(TM) lässt sich die Bindung von Wirkstoffen an ihren epigenetischen Zielproteinen direkt in Zellen und Gewebe analysieren. Dieser Ansatz ermöglicht das gezielte Design selektiver Inhibitoren, die spezifische, krankheits-relevante Komplexe angreifen, mit möglichst wenig Nebenwirkungen.

 

Der Begriff Epigenetik bezieht sich auf vererbbare Veränderungen in der Genexpression und dem Phänotyp, die nicht durch die DNA-Sequenz, dem Genotyp, verursacht sind. Ein wichtiger Mechanismus ist dabei die spezifische enzymatische Modifikation der Histone, die die Verpackung der DNA im Chromatin beeinflusst und so die Transkription bestimmter Gene kontrolliert. Enzyme wie Histondeacetylasen (HDAC) oder Methyltransferasen (HMT) kontrollieren die Histon-Modifikationen und somit den "Histon-Code". Die falsche Regulierung dieser Vorgänge spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Krebs und chronisch degenerativen Erkrankungen wie neurologische und Autoimmun-Erkrankungen. Die Enzyme, die diese Histon-Modifikationen durchführen, sind Teil grosser multifunktionaler Protein-Komplexe, die vielversprechende neue Ansatzpunkte für die Medikamentenforschung darstellen.

 

 


Quelle: Presseinformation der Firma Cellzome, 10.03.2010 (tB).

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