Das Einmaleins der Schmerztherapie bei Tumorpatienten

 

Von Klaus Längler,

Arzt für Anästhesiologie, Schmerztherapie und Sportmedizin, Erkelenz

 

München (4. Juli 2007) – Fast alle Tumorpatienten sind auch Schmerzpatienten. Eine Schmerztherapie ist jedoch nicht selbstverständlich, obwohl 75 % der Tumorpatienten im Endstadium ihrer Erkrankung starke Opioide benötigen. Bei Diagnosestellung haben bereits bis zu 50 % der Tumorpatienten Schmerzen. In den meisten Fällen ist der Tumor für die Schmerzen verantwortlich. Doch nicht jede Tumorart verursacht Schmerzen. Als besonders schmerzhaft gelten Knochen‑, Gebärmutter‑, Mund‑ und Rachentumoren. Therapiebedingte Schmerzen treten in ca. 10‑25 % der Fälle auf. Sie werden verursacht durch eine Operation, Chemotherapie oder Radiatio.


 

Die Grundlage für eine erfolgreiche Schmerztherapie sind das WHO-Stufenschema und wenige einfache Regeln. So sollten Schmerzpatienten möglichst oral oder transdermal nach einem festen Zeitplan mit langwirksamen Medikamenten eingestellt werden.

 

Was erwartet ein Krebspatient von seiner Schmerztherapie? Neben einer effektiven Schmerzlinderung sollte seine Lebensqualität nicht weiter eingeschränkt werden. Je weniger Tabletten pro Tag und je einfacher das Dosisschema, desto besser. Nach einer Befragung sind mehrmals täglich einzunehmende Präparate nicht beliebt. Schmerzpflaster werden von 22 % der Befragten bevorzugt. Eindeutiger Favorit ist mit 76 % die einmal tägliche Tabletteneinnahme.

 

Doch nicht nur die Linderung der chronischen Schmerzen mit einem retardierten Opioid ist wichtig. Schmerzspitzen vermindern für viele Patienten die Lebensqualität. Ein schnelles und effektives Opioid ist in diesen Fällen notwendig. Eine sehr gute Kombination bieten die Morphinsulfate Capros® 1x täglich und Capros® akut. Beide Präparate sind in Kapselform mit Mikropellets erhältlich und somit auch bei Patienten mit Schluckbeschwerden oder PalliativPatienten über eine Sonde ideal einsetzbar.

 

Vor dem Hintergrund des steigenden Kostendrucks ist eine kostengünstige Therapie wichtig. Morphin ist das günstigste Opioid der WHO-Stufe 3. Es gilt auch heute noch als Goldstandard in der Therapie starker und stärkster Schmerzen. Morphin ist eine Substanz, die mit langer Erfahrung und niedrigen Kosten eine solide Basis zur Schmerzlinderung bietet.

 


 

Quelle: 9. Müchener Fachpresseworkshop zum Thema „Supportivtherapie in der Onkologie – Unverzichtbarer Bestandteil in der modernen Tumortherapie“ am 04.07.2007 (POMME-med).

 

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