DBfK

Deutschland braucht mehr und eine andere Pflege!

 

Berlin (20. November 2012) – Nach dem gestern von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichten „Pflegereport 2030“ fordert der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) konsequentes Umdenken von Politik und Einrichtungsträgern. „Für Insider waren die jetzt präsentierten Zahlen über die dramatisch zunehmende Versorgungslücke in der Pflege keine Überraschung. Der Pflegepersonalmangel in Deutschland zeichnet sich seit Jahren ab, ohne dass von den politischen Gestaltern in Bund und Ländern wirksame Strategien zur Lösung ergriffen worden wären“, sagte heute DBfK-Bundesgeschäftsführer Franz Wagner.

 

„Man spricht davon, den Pflegeberuf attraktiver zu machen und versucht, mit Imagekampagnen junge Menschen für diesen Berufsweg zu interessieren. Doch das Image wird sich nur verbessern, wenn sich Ausbildung und Rahmenbedingungen pflegerischer Arbeit grundlegend verändern. Hätte man rechtzeitig die Weichen gestellt, gäbe es in Deutschland keinen Pflegefachpersonalmangel, man wäre für die Zukunft gut aufgestellt“, so Wagner weiter. Statt innovativer, sinnvoller und weitsichtiger Konzepte zur Lösung der Pflegefrage gingen die Signale der Bundesregierung dagegen seit Jahren in Richtung „weiter so“ und gleichzeitiger Vernachlässigung der Qualifizierung. Die versprochene Ausbildungsreform liegt auf Eis. Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff wird auch in dieser Legislaturperiode nicht kommen. Impulse für eine Aufwertung der Ausbildung aus Brüssel werden vehement bekämpft.

 

Wer den Pflegeberuf ernsthaft attraktiv und konkurrenzfähig machen will, muss investieren: in Bildung, in Personalkapazität, in Personalentwicklung, in innovative Konzepte und Strukturen. Aussitzen und Abwarten reichen schon lange nicht mehr, die ungeklärte pflegerische Versorgung hat uns längst eingeholt. Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker sind in der Pflicht, eine nachhaltige Umstrukturierung vorzunehmen, damit alte und hilfebedürftige Menschen in Deutschland in Würde leben können.

 


 

Quelle: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK), 20.11.2012 (tB).

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