DBfK fordert ‚bessere Pflege‘ für deutsche Pflegende

 

Berlin (19. Juli 2011) – Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) fordert angesichts des Pflegefachkräftemangels die Verantwortlichen in Politik und Unternehmen auf, endlich für gute und attraktive Arbeitsbedingungen zu sorgen. „Es ist selbstverständlich, dass medizinische Technik gewartet und gepflegt werden muss, um verlässlich arbeiten zu können. Dafür wendet man viel Geld und Zeit auf. Warum wird die ‚Humanressource‘ dagegen kontinuierlich verschlissen und vernachlässigt?“ fragt DBfK-Referentin Johanna Knüppel.

 

„Die Gesundheitsberichte der großen Kassen, heute z.B. der KKH Allianz, zeigen seit Jahren die überproportional steigenden Krankenstände in den Pflegeberufen. Und anstatt aktiv gegen Überlastung, krankmachende Arbeitsbedingungen und gesetzwidrige Arbeitszeiten vorzugehen, ruft man jetzt nach KollegInnen aus dem Ausland. Pflegefachkräfte aus Portugal oder Bulgarien sollen die Lücken füllen“, so die Referentin weiter. Dafür sei man auch bereit, Geld in die Hand zu nehmen, um Anreize zu schaffen und Sprachkurse zu ermöglichen. Gleichzeitig flüchteten immer mehr deutsche Pflegefachpersonen in die Teilzeit, in Weiterbildungsstudiengänge, in andere Branchen oder ins benachbarte Ausland. Das deutsche Gesundheitswesen sei international bekannt für geringe Wertschätzung, wenig Autonomie und hohe Belastungen bei vergleichsweise niedrigem Lohn für Pflegende. Migrationswillige Pflegefachkräfte orientierten sich deshalb eher in Länder wie Skandinavien, Schweiz oder Großbritannien. Der Pflegefachkräftemangel sei schließlich ein internationales Problem, und Deutschland in der Konkurrenz mit anderen Industrienationen schlecht aufgestellt.

 

 


Quelle: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK), 19.07.2011 (tB).

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung