DBfK-Initiative gestartet: „Tausche wichtigen gegen guten Arbeitsplatz“ DBfK-Initiative gestartet

„Tausche wichtigen gegen guten Arbeitsplatz“

 

Berlin (1. Februar 2012) – Mit der heute gestarteten Initiative „Tausche wichtigen gegen guten Arbeitsplatz“ fordert der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Pflegende bundesweit auf, sich nicht länger mit schlechten Arbeitsbedingungen abzufinden. „Jahr für Jahr belegen Pflegefachpersonen vorderste Plätze im Ranking von Readers Digest, Allensbach-Institut und anderen Meinungsforschern. Die deutsche Bevölkerung attestiert den Pflegenden großes Vertrauen, schätzt ihre Leistung hoch ein und hält sie im Gesundheitssystem für unverzichtbar. Aber drückt sich diese Wertschätzung auch in den Einrichtungen, an den Arbeitsplätzen und im Arbeitsalltag aus?“ fragt DBfK-Bundesgeschäftsführer Franz Wagner.

 

Abgesehen von wenigen Ausnahmen sei die Arbeitsplatzrealität in erster Linie gekennzeichnet durch viel Arbeit, hohes Arbeitstempo, große körperliche und seelische Beanspruchung, geringe Autonomie, wenig Anerkennung, eher familienfeindliche Arbeitszeiten und ein niedriges Gehaltsniveau. All dies habe den ohnehin seit Jahren drohenden Fachkräftemangel in den Pflegeberufen noch verschärft.

 

Krankenhäuser, Heime und ambulante Pflegedienste bundesweit suchen nach Pflegefachpersonal und wenden große Anstrengungen auf, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu akquirieren. Der Arbeitsmarkt für qualifiziertes Pflegepersonal ist leergefegt, eine Situation, an die sich die so Umworbenen erst gewöhnen müssen. Die Chancen, die sich für sie daraus ergeben, haben viele noch nicht erkannt. „Nutzen Sie die Chancen, die die Arbeitsmarktentwicklung bietet, setzen Sie Grenzen, stellen Sie berechtigte Forderungen, treten Sie selbstbewusst in Verhandlungen ein. Klopfen Sie Ihren derzeitigen Arbeitsplatz ab und dann beim Vorgesetzten an. Danach ggfs. auch beim Konkurrenten!“, appelliert Wagner an die Berufsgruppe.

 

Die Initiative des DBfK richtet sich in erster Linie an die Pflegenden selbst, aber auch an Verantwortliche in Unternehmen und Politik. Guter oder schlechter Arbeitsplatz ist eine Frage der Prioritätensetzung im Unternehmen und des politischen Rahmens. Die Online-Aktion „Tausche wichtigen gegen guten Arbeitsplatz“ erstreckt sich ab Februar über drei Monate. In jedem Monat wird es ein Schwerpunktthema geben, beginnend mit den Basics: „Weil ich es Wert bin – Wertschätzung und Anerkennung“. Im März geht es um das gesunde Altwerden im Pflegeberuf, im April um Themen rund um den Dienstplan. Alle Informationen, Materialien zum Download und praxistaugliche Tipps zum Ausprobieren finden Sie auf den Aktionsseiten bei www.dbfk.de.

 


 

Quelle: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK), 01.02.2012 (tB).

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