DBfK

Klinikpatienten brauchen mehr Pflegepersonal – jetzt!

Berlin (7. April 2016) – Nach dem Deutschen Ethikrat am Dienstag fordert heute auch die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene eine erhebliche Verbesserung des Pflegepersonalschlüssels auf den Krankenhaus-Stationen. Beide Organisationen stellen sich damit an die Seite der Pflegeberufsverbände, die eben dies seit vielen Jahren anmahnen – bisher vergeblich. „Niemand kann mehr bestreiten, dass die pflegerische Versorgungssituation in deutschen Kliniken mangelhaft und die Patientensicherheit nicht gewährleistet ist, dass seit Jahren eine implizite Rationierung von Pflege stattfindet.

Mängel wie Hygiene- und Kommunikationsdefizite, Medikamentenfehler, unzureichende pflegerische Behandlung und Prophylaxen und zu spätes Reagieren auf Komplikationen treten immer offener zutage. Eine angemessene praktische Ausbildung des dringend benötigten Berufsnachwuchses findet aus Zeitnot kaum noch statt. Das ist die Pflegerealität in unseren Kliniken, und allen Verantwortlichen bekannte Konsequenz einer falschen Personalpolitik “, sagt Johanna Knüppel, Sprecherin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK). „Die jetzt im Krankenhausstrukturgesetz vorgesehenen Fördermittel für mehr Pflege sind weniger als der sprichwörtliche Tropfen auf dem heißen Stein. Wo nachgewiesen etwa 100.000 Pflegefachpersonen fehlen (Studie Simon, 2015), lassen sich mit angekündigten 6.000 zusätzlichen Stellen, verteilt auf drei Jahre, nicht einmal die gröbsten Lücken schließen. Zumal den Pflegenden in großem Umfang ärztliche und administrative Aufgaben übertragen wurden. Und dass Geld häufig nicht bei der Pflege ankommt, sondern für Investitionen oder andere Zwecke verwendet wird, ist auch bekannt und wird seit Jahren politisch toleriert.

Wir brauchen endlich eine gesetzlich vorgeschriebene Pflegepersonalbemessung, orientiert am Pflegebedarf der Patienten! Und Mindestbesetzungen, die nicht unterschritten werden dürfen. Nur auf diesem Weg kann eine weitere Eskalation des Pflegenotstands noch verhindert werden“, stellt die DBfK-Sprecherin fest.


Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK), 07.04.2016 (tB).

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung