DBfK zum "Equal Pay Day 2011"

Berlin (24. März 2011) – Anlässlich des morgigen ‚Equal Pay Day‘ appelliert der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) besonders an die weiblichen Pflegenden: Finden Sie sich nicht länger damit ab, dass Sie nicht bekommen, was Sie verdienen!

„Dass der Frauenberuf Pflege noch immer vergleichsweise schlecht dotiert und mit belastenden Arbeitsbedingungen verknüpft ist, macht ihn unattraktiv!“ sagt Johanna Knüppel, Referentin des DBfK. „Über Jahre hat man pflegerische Leistung abgewertet und in erster Linie als Kostenfaktor betrachtet. Personalabbau, Ersatz von Pflegefachkräften durch Helfer und Tarifabschläge waren probate Mittel zur Sanierung klammer Kassen. Beruflich Pflegende ziehen jetzt die Konsequenzen: Sie kehren schlechten Arbeitsplätzen den Rücken. In die Teilzeit, gutbezahlte Nebentätigkeiten, andere Berufe, ins angrenzende Ausland. Und gleichzeitig nimmt der Pflegefachkräftemangel immer bedrohlichere Ausmaße an.“ so Knüppel weiter.

Der DBfK fordert daher im Namen von 1,2 Millionen Pflegekräften in Deutschland Politik und Arbeitgeber auf: Sorgen Sie endlich für gute Arbeitsbedingungen in der Pflege. Dazu gehört nicht nur eine leistungsgerechte Vergütung, die genügend Anreize bietet, diesen Beruf zu wählen und auszuüben. Mindestens ebenso wichtig ist wirksame, spürbare und nachhaltige Entlastung durch eine Personalbemessung, die sich am Pflegebedarf von Patienten und Bewohnern orientiert.


Quelle: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK), 24.03.2011 (tB).

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