Der Ruf der Engel überwindet die Sorge vor der Zukunft

Weihnachtspredigt des EKD-Ratsvorsitzenden Bischof Wolfgang Huber

 

Berlin/Hannover (24. Dezember 2008) – In seiner Weihnachtspredigt hat der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, zu Solidarität mit den Armen aufgerufen. „Meine Sorge gilt ganz besonders denen, die in wachsender Zahl an den Türen der Suppenküchen warten, die auf eine Mahlzeit bei der Armentafel hoffen, weil sie sich anderes schlicht nicht leisten können. Vor allem Kinder gehören in einem beängstigend hohen Maß dazu“, sagte Huber an Heiligabend, 24. Dezember, im Berliner Dom. Er dankte denjenigen, die sich für die Benachteiligten in der Gesellschaft einsetzen und die „auch heute, in der Heiligen Nacht, ihre Kraft und ihre Zeit in vielfältiger und phantasievoller Weise einbringen, damit andere die Freude der christlichen Weihnacht erleben können.“ Die Hilfe für die an den Rand Gedrängten müsse aber auch nachhaltig angelegt sein, damit die Betroffenen wieder am Leben der Gesellschaft teilnehmen und mit eigener Kraft den Lebensunterhalt erwerben könnten. „Stärker noch als unsere Unruhe über die wirtschaftliche Entwicklung muss die Unruhe sein, mit der wir gerade heute für eine gerechte Beteiligung aller eintreten.“ 

 

Das „trotzige und zuversichtliche: ‚Fürchtet euch nicht’“ der Engel werde gerade heute gebraucht, erklärte der Ratsvorsitzende. „In diesem Ruf ist alle Sorge vor der Zukunft aufgehoben und überwunden.“ Von der Krippe in Bethlehem ziehe sich eine Spur des Gottvertrauens, der Zuversicht und Solidarität durch die Geschichte.  Das Konzept der sozialen Marktwirtschaft hätte ohne ein christliches Verständnis von Gerechtigkeit kaum formuliert werden können, so Huber weiter. „Die christliche Verhältnisbestimmung von Freiheit und Verantwortung prägt bis auf den heutigen Tag die Wertvorstellungen unserer Gesellschaft. Deshalb treten wir energisch einem Verhalten entgegen, das persönliche Freiheit ausnutzt und persönliche Verantwortung vernachlässigt. Denn genau dieses Verhalten hat unsere  Welt in eine tiefe Krise gestürzt. Dass ‚Verzocken’ zu einem der Unworte dieses Jahres gewählt wurde, zeigt, von welcher Denkweise wir uns abwenden müssen.“

 

 Die Schlichtheit und Armut, die den Stall von Bethlehem kennzeichnen, machten deutlich, dass der Friede auf Erden nicht auf materiellem Wohlstand beruhen. Hirten wie Könige beugten ihre Knie an der Krippe. „Die Gemeinschaft im Namen Gottes an der Krippe weist darauf hin, was das Leben auch in seinen Brüchen und an seinen Abgründen trägt.“ Wer sich vom Stern der Weihnacht leiten lasse, könne spüren, „dass das Leuchten des Sterns von Bethlehem weiter strahlt als noch so schön glitzernde Werbung.“

 

 

Den Wortlaut der Weihnachtspredigt finden Sie unter: http://www.ekd.de/download/081224_OT_weihnachtspredigt.pdf


Quelle: Veröffentlichung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

 

 

 

HERRNHUTER LOSUNGEN

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung