GALDERMA-Therapieoptionen bei Aktinischer Keratose: MAL-Tageslichttherapie als wertvolle Ergänzung zur konventionellen PDT mit rotem Licht erfolgreich etabliert 

Hohe Ansprechraten bei überzeugender Verträglichkeit erhöhen Patientenakzeptanz

Frankenthal – (10. März 2018) – Die steigende Inzidenz Aktinischer Keratosen (AK) und das damit verbundene Risiko eines – invasiven – Plattenzellkarzinoms führen zu einem hohen Bedarf an effizienten Therapieoptionen, die auch vom Patienten akzeptiert werden. Neben der konventionellen MAL-PDT mit rotem Licht (cPDT), die als Standardverfahren bereits etabliert ist, steht mit LUXERM® ergänzend die MAL-PDT mit Tageslicht zur Verfügung. Auf dem Galderma-Mittagsseminar im Rahmen der Fachtagung Dermatologische Praxis 2018 in Frankenthal gab Professor Dr. Rolf-Markus Szeimies, Recklinghausen, ein Update zur aktuellen Studienlage. Sein Fazit: Die einfache Anwendung und die gute Verträglichkeit, insbesondere die Schmerzfreiheit, erleichtern die Behandlung in der täglichen Praxis und erhöhen die Akzeptanz der PDT beim Patienten.


Bei leichten und moderaten AK lassen sich mit der Daylight (DL)-PDT vergleichbar hohe Heilungsraten erreichen wie mit der cPDT. Das konnte inzwischen in diversen klinischen Studien gezeigt werden.1-5 Auch die Langzeitwirksamkeit ist vergleichbar, so die Daten einer intraindividuellen Split-face-Studie4, die DL-PDT und cPDT direkt miteinander verglich. Nach einem Follow-up von drei Monaten wurden vergleichbare Ansprechraten erreicht (77,9% DLPDT; 80,6% cPDT; Grad I (AK-Schweregrad-Einteilung nach Olsen): 84,5% versus 82,8%; Grad II: 70% vs 77,7%). „Das Schöne aber ist“, so betonte Szeimies, „dass die Ansprechraten auch nach zwölf Monaten noch vergleichbar waren“ (71,2% vs 73,7%; Grad I: 82,7% vs 81,9%; Grad II: 58,3% vs 66%). „Und das nach einmaliger Behandlung”. Somit gab es keinen signifikanten Unterschied in der Rezidivrate. Signifikant weniger Schmerzen und weniger Nebenwirkungen machten die Tageslichttherapie zur präferierten Option bei den Patienten.

Szeimies wies zudem darauf hin, dass bei der DL-PDT eine Schichtdicke von 0,1 mm MALCreme nachweislich hinsichtlich der epidermalen Protoporphyrin IX (PPIX)-Bildung ausreichend und effektiv ist6, während bei der cPDT in der Regel eine 1 mm-Schicht aufgetragen wird. „Es wäre Verschwendung bei der DL-PDT so viel Creme zu verwenden“.


Keine negative Interaktion: Lichtschutz mit Actinica®

Vor einer Tageslichttherapie muss ein wirksamer UV-Schutz mit ausschließlich chemischen Filtern aufgetragen werden. Empfehlenswert ist laut Szeimies die Verwendung von Actinica®-Lotion. Das Lichtschutzmittel zeigt nachweislich keine negativen Interaktionen mit der MALCreme und schränkt die MAL-Penetration nicht ein.7 Auch die Aktivierung von PPIX wird nicht negativ beeinflusst.


MAL DL-PDT versus Ingenolmebutat: ebenso wirksam, besser verträglich

Eine Alternative zur PDT in der Therapie von AK ist Ingenolmebutat. Zwei voneinander unabhängige Studien im Split-face-Design, die die MAL DL-PDT direkt mit Ingenolmebutat verglichen8,9, zeigen eine vergleichbare Wirksamkeit beider Regimes bei besserer lokaler Verträglichkeit der DL-PDT. Die komplette Abheilungsrate lag unter beiden Regimes zwischen 70% und 80%. Der Hautreaktionsscore nach einer Woche war unter der MAL DLPDT signifikant niedriger (p<0,0001), der Schmerz signifikant geringer (p<0,0001). Entsprechend lag die Präferenz der Patienten auf der DL-PDT mit MAL. Nur 12% bzw. 23% zogen Ingenolmebutat vor. Als weiteren Vorteil nannte Szeimies die uneingeschränkte Anwendung der DL-PDT mit MAL auch auf großen Hautflächen wie etwa dem Skalp, während die Anwendung von Ingenolmebutat auf eine Fläche von 25 cm2 begrenzt ist. 


Patienten-Präferenz: AK-Tageslichttherapie

Auch wenn Patienten mit AK direkt nach ihrer Präferenz für die ein oder andere Behandlungsoption befragt werden, hat die MAL DL-PDT die Nase weit vorn, so das Ergebnis einer Internet-Befragung10 von 50 Patienten, die mindestens drei verschiedene Behandlungsverfahren durchlaufen hatten, darunter die Therapie mittels MAL plus Tageslicht, sowie Therapien mittels Ingenolmebutat und mittels Diclofenac. 86% waren mit der MAL DLPDT insgesamt sehr zufrieden, 78% würden sie wieder wählen und 80% sie weiter empfehlen. Dagegen waren nur 19% mit Ingenolmebutat zufrieden, lediglich 14% würden dieses Regime erneut anwenden oder weiterempfehlen. Für Diclofenac lag die Gesamtzufriedenheit lediglich bei 17%.


Literaturverweise

  1. Fargnoli MC et al. JEADV 2015; 29:1926-1932
  2. Fai D et al. G Ital Dermatol Venereol 2016; 151(2):154-159
  3. Torezan LA et al. Photodermatol 2016; 32(2):81-87
  4. Sotiriou E et al. JEADV 2017; DOI: 10.1111/jdv.14613
  5. Cantisani C et al. J Drugs Dermatol 2015; 14(11):1349-1353
  6. Wiegell SR et al. Photodermatol Photoimmunol Photomed 2016; 32(2):88-92
  7. Osman-Ponchet et al. Photodiagnosis Photodyn Ther 2017; 17:75-81
  8. Genovese G et al. Dermatol Ther 2016; 29:191-196
  9. Moggio et al. Photodiagnosis Photodyn Ther 2016; 16:161-165
  10. Garcia-Malinis AJ et al. Euro PDT 2017; Abstract C24


Über Galderma

Galderma, der Geschäftsbereich für Medizinische Lösungen innerhalb der Nestlé Skin Health, wurde 1981 gegründet und ist heute mit einem umfangreichen Produktportfolio für die Hautgesundheit in über 100 Ländern präsent. 

Galderma arbeitet seit Jahren mit erfahrenen Ärzten, Wissenschaftlern und anderen Experten auf dem Gebiet der Dermatologie zusammen, um die dermatologischen Bedürfnisse aller Menschen über die Spanne ihres gesamten Lebens zu erfüllen. Galderma ist führend in der Forschung und Entwicklung neuer wissenschaftlich erforschter und medizinisch geprüfter Lösungen für Haut, Haare und Nägel. 

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Zu den strategischen Marken von Galderma  zählen Actinica®, Azzalure®, Benzaknen®, Cetaphil®, DaylongTM, Ell-Cranell®, Epiduo®, Excipial®, Loceryl®, Luxerm®, Metrogel®, Metrocreme®, Metrolotion®, Metvix®, Mirvaso®, Oraycea®, Restylane®, Soolantra®.

 


Quelle: Galderma, 10.03.2018 (tB).