Deutscher Pflegerat

Flüchtlinge brauchen noch lange unsere Hilfe

 

Berlin (16. Oktober 2015): „Der Deutsche Pflegerat dankt allen Freiwilligen und beruflich Pflegenden für ihre hervorragende Arbeit bei der Versorgung und Betreuung der Flüchtlinge“, betonte Franz Wagner, Vize-Präsident des Deutschen Pflegerats, heute in Berlin. „Sie helfen, ohne große Worte abzuwarten, direkt und unmittelbar. Damit spiegeln sie das wider, was unseren Pflegeberuf besonders auszeichnet und wertschätzt“, sagte Wagner weiter.


Der Deutsche Pflegerat bittet, mit der Unterstützung nicht nachzulassen, „denn die Flüchtlinge brauchen noch lange unsere Hilfe. Als professionell Pflegende sind wir dabei besonders gefragt, denn die Flüchtlinge brauchen eine gute gesundheitliche Versorgung“.

 

„Die professionelle Pflege ist dem Schutz aller Menschen und der respektvollen Achtung der Menschenrechte verpflichtet“, machte Wagner darüber hinaus deutlich. „Als Deutscher Pflegerat treten wir für eine humane und den pflege- und hilfebedürftigen Menschen in den Mittelpunkt stellende Hilfe ein. Darin liegt auch die grundlegende Verantwortung der beruflich Pflegenden. Wir rufen daher alle professionell Pflegende sowie Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen dazu auf, sich gegen jede Art von menschenverachtendem Gedankengut zu stellen.“

 

Aus den bisherigen Erfahrungen sei deutlich geworden, dass die gesundheitliche Versorgung der Flüchtlinge die Gesundheitsprofessionen und auch Institutionen, wie Krankenhäuser, vor große Herausforderungen stellen, so der DPR Vize-Präsident weiter. So bedürfe es u. a. spezieller Kenntnisse zur Versorgung dieser Menschen. „Wir brauchen entsprechende Schulungen der Helfer. Zudem gestaltet sich die Kostenübernahme erbrachter medizinischer und pflegerischer Leistungen häufig schwierig. Schnelle und unbürokratische Lösungen müssen gefunden werden“, mahnte Wagner an.

 

 


Quelle: Deutscher Pflegerat, 16.10.2015 (tB).

 

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