Deutsches Frühgeborenen-Netzwerk startet am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck

 

Kiel (26. Januar 2009) – Am 1. Januar 2009 hat das Deutsche Frühgeborenen-Netzwerk (GNN – German Neonatal Network) am Campus Lübeck des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UK S-H) seine Arbeit aufgenommen. Der Forschungsverbund, zu dem bislang 35 Kliniken aus dem gesamten Bundesgebiet zählen, wird mit 2,5 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
Über einen Zeitraum von sechs Jahren soll anhand der Daten von 20.000 Kindern ermittelt werden, welche Faktoren sich günstig auf die langfristige Entwicklung von sehr kleinen Frühgeborenen auswirken. Damit führt das GNN die umfassendste Studie zu diesem Thema in Deutschland durch. Gegründet wurde das Netzwerk auf Initiative der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Campus Lübeck.

 

Etwa ein Prozent aller Neugeborenen kommt zu früh und mit einem Geburtsgewicht unter 1500 Gramm zur Welt. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, beispielsweise den USA, existierte in Deutschland bisher kein langfristig angelegtes Forschungsnetzwerk, das die Daten dieser Kinder sammelt und auswertet. Diese Lücke wird das GNN schließen.

Die Effekte von therapeutischen Maßnahmen, die mit einer zu frühen Geburt einhergehen, sollen ebenso untersucht werden wie die Bedeutung von sozialen und genetischen Faktoren. Geleitet wird die Studie von Prof. Dr. Wolfgang Göpel, Neonatologe und pädiatrischer Intensivmediziner der Lübecker Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Er geht davon aus, dass im Verlauf der Studie genetische und klinische Faktoren identifiziert werden, die eine Rolle bei Entstehung typischer Erkrankungen von Frühgeborenen spielen. Das Wissen um diese Faktoren kann dann genutzt werden, um beispielsweise schwere Infektionen, chronische Gedeihstörungen und Lungenerkrankungen vorherzusagen und vorbeugend zu behandeln.

Darüber hinaus unterstützt das GNN die Durchführung von klinischen Studien mit Frühgeborenen. Dabei wird beispielsweise unter kontrollierten Bedingungen untersucht, welche Dosis und welche Anwendungsart von neuen Medikamenten für Frühgeborene optimal sind.

 


 

Quelle: Pressemitteilung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UK S-H) vom 26.01.2009.

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