Gesellschaftliches Tabuthema

Diakonie Deutschland fördert Veranstaltungen zu Sucht im Alter

 

Berlin (5. Februar 2014) – Die Diakonie Deutschland fördert Veranstaltungen zum Thema Sucht im Alter. Ziel ist es, für das Problem zu sensibilisieren und auf Unterstützungsangebote aufmerksam zu machen. Gefördert werden gemeinsame Initiativen von offener Altenarbeit und Suchthilfe sowie Kooperationen der Suchthilfe mit dem Gesundheitssystem. Dazu zählen beispielsweise Fortbildungen für Hausärzte oder Rettungsstellen zu Suchterkrankungen älterer Menschen.

 

Sucht im Alter ist ein gesellschaftliches Tabuthema. Mehr als 400.000 Menschen über 60 Jahre sind alkoholabhängig. Bis zu 2,8 Millionen älterer Menschen nehmen zu viele psychoaktive Medikamente ein, die die Psyche beeinflussen. Suchterkrankungen im Alter werden selten wahrgenommen oder erst sehr spät erkannt. Anzeichen einer Sucht sind von Symptomen einer Demenz, einer beginnenden Depression oder typischen Begleiterscheinungen des Alters schwer zu unterscheiden. Zudem leben viele ältere Menschen alleine, so dass die Auswirkungen einer Sucht selten auffallen.

Die Diakonie Deutschland hat bereits Handlungsempfehlungen entwickelt, um Sucht- und Altenhilfe besser zu vernetzen. Um noch mehr Menschen zu erreichen, unterstützt die Diakonie Deutschland mit ihrer Förderung nun gezielt Initiativen der offenen Altenarbeit. Zudem fördert sie die bessere Vernetzung zwischen Suchthilfe und Hausärzten sowie Rettungsstellen. Denn diese können Suchterkrankungen älterer Menschen, die alleine leben, häufig noch am ehesten bemerken.

Die Diakonie Deutschland fördert finanziell die Konzeption und Durchführung der jeweiligen Veranstaltung, die Pressearbeit sowie die Dokumentation. Bewerbungen diakonischer und kirchlicher Dienste und Einrichtungen werden vorrangig berücksichtigt. Die Bewerbungsfrist endet am 31. März 2014. 

Weitere Informationen sowie die Förderbedingungen gibt es unter:

 

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Quelle: Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband, 05.02.2014 (tB).

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