Diakonie fordert einen sozialpolitischen Kurs gegen Armut und soziale Ausgrenzung

 

Berlin (13. Oktober 2009) – Die Diakonie erwartet von CDU, CSU und FDP, dass sie einen wirtschafts- und sozialpolitischen Kurs einschlagen, der existentielle Armut und soziale Ausgrenzung vermeidet. "Nach der Wirtschafts- und Finanzkrise  brauchen wir gut funktionierende und auskömmlich finanzierte soziale Sicherungssysteme. Nur ein starker Sozialstaat und große gesellschaftliche Solidarität schaffen bei den Bürgern wieder Vertrauen und mildern Existenzängste", sagt Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik in Schwerin. Dort findet vom 13. bis 15. Oktober die Diakonische Konferenz statt, die sich auch mit den Erwartungen der Diakonie an die neue Bundesregierung beschäftigen wird.

 

Dringenden Handlungsbedarf sieht Kottnik vor allem in der Armutsbekämpfung. Er fordert unter anderem Maßnahmen gegen Kinderarmut, für Bildungsgerechtigkeit und mehr Solidarität im Gesundheitswesen. Der Diakonie-Chef betont, Sozialpolitik könne in Deutschland nicht mehr als isoliertes Thema gesehen werden. Globale Krisen wirkten sich auch im wohlhabenden Deutschland immer mehr auf die soziale Gerechtigkeit aus.

 

Besonders weit klafft die Schere zwischen arm und reich in Mecklenburg- Vorpommern auseinander. Darauf weist Martin Scriba hin, der seit knapp 100 Tagen Landespastor für Diakonie und Vorstandsvorsitzender des gastgebenden Diakonie-Landesverbandes ist. 16 Prozent aller Haushalte in diesem strukturschwachen Bundesland gelten als arm – Tendenz steigend.  Betroffen sind davon 33.000 Kinder. Die erschreckenden Zahlen deckten sich auch mit den Erfahrungen der Diakonie vor Ort, die zum Beispiel täglich 1.300 Schulkinder in Schwerin, Gadebusch und Ludwigslust mit einem Frühstückbeutel versorgt.

 

Die Direktorin des evangelischen Hilfswerks "Brot für die Welt", Cornelia Füllkrug-Weitzel, weist darauf hin, dass das Thema der Diakonischen Konferenz "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt" kaum aktueller sein könne: "Es kann kein zukunftsfähiges Deutschland in einer nicht zukunftsfähigen Welt geben." Sozialpolitische und entwicklungspolitische Fragen müssten stärker aufeinander bezogen werden, so Frau Füllkrug-Weitzel weiter: "Wir müssen global ‚Zukunft fair teilen‘. Die Sorge um die Benachteiligten im eigenen Land darf nicht ausgespielt werden gegen die Sorge um die Benachteiligten weltweit."

 

Die Diakonische Konferenz wird am Abend des 13. Oktobers mit einem Festgottesdienst im Schweriner Dom eröffnet. Anschließend sind die Mitglieder der Diakonischen Konferenz zu Gast bei der Landesregierung. Bei dem Empfang im Schweriner Schloss wird Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Manuela Schwesig die Rede halten.

 


 

Quelle: Pressemitteilung des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland vom 13.10.2009.

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