Diakonie für Stärkung der Solidarität im Gesundheitswesen

 

Berlin (6. Oktober 2009) – Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik fordert die Koalitionsparteien auf, die Solidarität im Gesundheitswesen weiter zu stärken. "Ein Gesundheitssystem ist dann stark, wenn es kranke Menschen unabhängig von ihrem Einkommen optimal versorgt," sagt Klaus-Dieter Kottnik mit einem Blick auf die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU und FDP.

 

Der Diakonie liegen Konzepte vor, nach denen die CSU nicht nur den Gesundheitsfonds regionalisieren will, sondern auch den Solidarausgleich zwischen kranken und gesunden Versicherten beschränken will. Für die Berücksichtigung regionaler Aspekte hat der Diakonie-Präsident Verständnis, nicht jedoch dafür, dass der Risikostrukturausgleich kurz nach seiner Einführung wieder beschränkt wird: "Das Geld der Krankenkassen muss dahin fließen, wo Menschen dringend behandelt werden müssen."

 

Kottnik warnte vor einer Neuauflage des Kassenwettbewerbs um gesunde und einkommensstarke Versicherte. In diesem Wettbewerb hätten einige Krankenkassen Zuschüsse für Fitness-Wochenenden gezahlt, während andere Schulden machen mussten, um die Krankenbehandlung ihrer Versicherten abzusichern.

 

Den Koalitionspartnern wünscht der Diakonie-Präsident den nötigen Abstand vom Wahlkampf und öffentlichen Auseinandersetzungen. "Bitte achten Sie besonders auf die Situation chronisch kranker und behinderter Menschen!", sagte Kottnik: "Wer gesund ist, ahnt nicht, was Menschen brauchen, die dauerhaft mit Gesundheitsproblemen zu Recht kommen müssen."

 


 

Quelle: Pressemitteilung des Diakonischen Werkes in der EKD vom 06.10.2009,

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