Diakonie stärkt Beratungskompetenz in der ambulanten Pflege

 

Berlin (11. August 2008) – Qualifizierte Pflegeberater in Diakoniestationen unterstützen pflegebedürftige Menschen und pflegende Angehörige. Bundesweit werden in sechs Regionen weitere Pflegefachkräfte zum Pflegeberater/zur Pflegeberaterin (Diakonie) weitergebildet.

Beratung und Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen gehört zu den traditionellen Kernaufgaben von ambulanten Pflegediensten der Diakonie. Die vielschichtigen psychischen und emotionalen Belastungen insbesondere von pflegenden Angehörigen erfordern immer mehr psychosoziale Elemente in der Beratung. Darauf sind viele Pflegekräfte nicht vorbereitet.

 

"Daher ist es uns ein großes Anliegen, die Beratungskompetenz der Pflegekräfte in den Diakoniestationen weiter zu stärken um damit auch häusliche Pflegearrangements zu unterstützen", betont Dr. Bernd Schlüter, Vorstand Sozialpolitik des Diakonischen Werkes der EKD. So weise die Diakonie in ihrem Positionspapier zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung ausdrücklich darauf hin, dass die Beratung und Begleitung von Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf und deren Angehörigen beziehungsweise ihrer Helfersysteme intensiviert werden müsse.

 

Basis für die Qualifizierungsmaßnahme Pflegeberatung ist ein speziell von der Diakonie entwickeltes Rahmencurriculum. Es wird im Rahmen des auf zwei Jahre angelegten Praxisprojektes "Stärkung der Beratungskompetenz in Diakoniestationen mit dem Fokus Angehörige" eingesetzt. Die Fachkräfte der Diakoniestationen setzen sich während der 120 Stunden umfassenden Qualifizierung unter anderem mit den Grundlagen systemischen Denkens, Gestaltung und Steuerung unterschiedlicher Gesprächsprozesse sowie mit der Vielfalt ambulant gestalteter Pflegearrangements auseinander.

 

Am Praxisprojekt beteiligen sich die Diakonischen Werke Rheinland, Schleswig-Holstein, Württemberg, Kurhessen-Waldeck, Mecklenburg und die Diakonie in Niedersachsen. Es wird in Kooperation mit dem Diakonischen Werk der EKD und der Bundesakademie für Kirche und Diakonie umgesetzt.

 


Quelle: Presseinformation des Diakonischen Werkes vom 11.08.2008.

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