Dialog- und Transferzentrum Demenz an der Universität Witten/Herdecke erschließt Forschungsergebnisse für Pflegende und/oder Angehörige

Pflege von Demenzkranken mit neuesten Forschungsergebnissen verbessern und erleichtern

 

Witten/Herdecke (9. Juni 2009) – Das Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD) an der Universität Witten/Herdecke bereitet in den nächsten drei Jahren die aktuellen Ergebnisse medizinischer, aber vor allem pflegewissenschaftlicher Forschung zum Thema "Demenz" für Pflegende und auch Angehörige auf. "Es gibt gewaltige Fortschritte in der Forschung zum Umgang mit Demenzerkrankten, aber die kommen am Krankenbett nicht an", beklagt Detlef Rüsing, der Leiter des DZD, die Lage, die sein Zentrum ändern möchte. "Gerade was den positiven Einfluss der Gestaltung des Wohnraumes Demenzerkrankter betrifft, sind wir heute ein gehöriges Stück weiter. Dies gilt sowohl für die häusliche als auch für die institutionelle Versorgung. Allerdings erscheinen viele Forschungsarbeiten nur in englisch und sind schon daher nur schwer in die tägliche Pflege zu übertragen. Aber auch die deutschen Arbeiten haben häufig ein Sprachniveau, dass kein normaler Mensch verstehen kann."

Die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse im Umgang mit Demenzerkrankten werden gesichtet und in eine verständliche Sprache "übersetzt". Wer sich für die Ergebnisse interessiert, braucht sich lediglich auf den Internetseiten des DZD als Empfänger eines newsletters einzutragen. Aber auch die persönliche Information ist vorgesehen: Tagungen und Informationsveranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen mit unterschiedlichen Schwerpunkten sind in Vorbereitung. Sämtliche Aktivitäten des Dialogzentrums sind für die Nutzer kostenfrei.

Ein weiteres Hindernis in der modernen Versorgung der Demenzkranken ist die schiere Menge der Veröffentlichungen: Allein im Jahre 2007 sind in wissenschaftlichen Journalen über 30.000 Artikel zum Thema Alzheimer und Demenz publiziert worden. Deren Ergebnisse auszuwerten und auf Praxisrelevanz zu überprüfen, wird eine weitere Aufgabe des DZD sein, die von Laien nicht geleistet werden kann.

Das Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD) ist eine gemeinsame Einrichtung des Sozialministeriums NRW und der Pflegekassen. Es bildet eine Säule der 2004 gegründeten "Landesinitiative Demenz Service NRW". Es ist inneruniversitär am Institut für Pflegewissenschaft der Privaten Universität Witten/Herdecke gGmbH verankert. Bereits von 2005 bis 2008 alleinig durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS) gefördert, trat es am 1. Juni 2009 in eine weitere – nun durch MAGS und die Pflegekassen gefördert – dreijährige Förderphase ein. Das DZD ist angebunden an das pflegewissenschaftliche Institut der Universität Witten/Herdecke.

Kontakt
Detlef Rüsing (MScN); Leiter Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD)
Stockumer Str. 10
58453 Witten
Tel: (0 23 02) 92 63 06; Fax: (0 23 02) 92 63 10
eMail: detlef.ruesing@uni-wh.de


 

Quelle: Pressemitteilung der Privaten Universität Witten/Herdecke vom 09.06.2009.

MEDICAL NEWS

Overly restrictive salt intake may worsen outcomes for common form…
COVID-19 vaccines are estimated to have prevanented 20 million deaths…
Novel sleep education learning modules developed for nurse practitioners
Scientists discover how salt in tumours could help diagnose and…
Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19

SCHMERZ PAINCARE

Aktuelle Versorgungssituation der Opioidtherapie im Fokus
Individuelle Schmerztherapie mit Opioiden: Patienten im Mittelpunkt
Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…

DIABETES

Kaltplasma bei diabetischem Fußsyndrom wirkt via Wachstumsfaktoren
Typ-1-Diabetes: InRange – auf die Zeit im Zielbereich kommt es…
Suliqua®: In komplexem Umfeld – einfach besser eingestellt
Suliqua®: Überlegene HbA1c-Senkung  im Vergleich zu Mischinsulinanalogon
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ gibt…

ERNÄHRUNG

Mangelernährung gefährdet den Behandlungserfolg — DGEM: Ernährungsscreening sollte zur klinischen…
Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen

ONKOLOGIE

Krebspatienten unter Immuntherapie: Kein Hinweis auf erhöhtes Risiko für schwere…
Aktuelle Kongressdaten zum metastasierten Mammakarzinom und kolorektalen Karzinom sowie Neues…
Mehr Lebensqualität für onkologische Patient:innen durch bessere Versorgung: Supportivtherapie, Präzisionsonkologie,…
WHO veröffentlicht erste Klassifikation von Tumoren im Kindesalter
Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver

MULTIPLE SKLEROSE

Aktuelle Daten zu Novartis Ofatumumab und Siponimod bestätigen Vorteil des…
Multiple Sklerose durch das Epstein-Barr-Virus – kommt die MS-Impfung?
Neuer Therapieansatz für Multiple Sklerose und Alzheimer
„Ich messe meine Multiple Sklerose selbst!“ – Digitales Selbstmonitoring der…
Stellungnahme zur 3. Impfung gegen SARS-CoV2 bei Personen mit MS

PARKINSON

Alexa, bekomme ich Parkinson?
Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…