Die psychiatrischen Erkrankungen der Zukunft

 

Hypersexualitäts-, Alkoholkonsum- oder Gefühlsregulationsstörung mit schlechter Stimmung: Die American Psychiatric Association veröffentlicht erste Entwürfe für das kommende Standardwerk

 

Hannover/telepolis (18. Februar 2010) – Die inzwischen fünfte Fassung des international einflussreichen Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (Diagnostisches und Statistisches Handbuch Geistiger Störungen, kurz DSM) wird für 2013 erwartet. Jüngst wurden konkrete Vorschläge veröffentlicht, die eine Vorschau auf das Verständnis psychiatrischer Erkrankungen für die kommenden zehn bis zwanzig Jahre erlauben. Das erklärte Ziel, die Diagnosen in wissenschaftlichen Funden aus Hirnforschung und Genetik zu verankern, wurde jedoch noch nicht erreicht. Für Diskussionsstoff dürfte vor allem die Einführung neuer Krankheitsbilder wie "Hypersexualitätsstörung" oder einer "Gefühlsregulationsstörung mit schlechter Stimmung" sorgen. Das inzwischen durch die Medien gut bekannte Asperger-Syndrom soll hingegen zugunsten eines allgemeinen Autismusspektrums verschwinden. Bis 20. April können die Vorschläge noch kommentiert werden, bevor im Juli die ersten Feldstudien beginnen sollen.

 

Originalbeitrag in telepolis unter :

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32099/1.html

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