DKG zu den aktuellen Koalitionsbeschlüssen

Krankenhäuser erschüttert!

 

Berlin (5. November 2012) – Zu den aktuellen Beschlüssen der Koalition erklärt der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Alfred Dänzer: "Die Krankenhäuser sind erschüttert! Kein so dringend erwartetes Wort, keine so wichtige Geste vom Koalitionsgipfel zu Ihrer nötigen finanziellen Entlastung. Bis Ende 2014 werden die Krankenhäuser damit mehr als zwei Milliarden Euro an die prall gefüllten Krankenkassen abzugeben haben, weil die Koalitionsregierung ihre Kürzungsbeschlüsse zu Lasten der stationären Patientenversorgung nicht zurücknimmt. Doch die Kliniken brauchen die ihnen genommenen finanziellen Mittel, um diese in Personal, Verbesserung der Versorgungsqualität und Infektionsprävention einzusetzen.

Äußerst belastend sind die Koalitionsbeschlüsse für das Gesundheitswesen insgesamt: Vier Milliarden Euro werden entzogen. Die Abschaffung der Eigenbeteiligung beim Arztbesuch war offensichtlich nur gegen Minderung des Bundeszuschusses zu haben. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt vor einer Finanzierungskatastrophe der Kliniken in 2013."

 

 

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Deutschland. Sie vertritt die Interessen der 28 Mitglieder – 16 Landesverbände und 12 Spitzenverbände – in der Bundespolitik und nimmt ihr gesetzlich übertragene Aufgaben wahr. Die 2.045 Krankenhäuser versorgen jährlich 18,3 Millionen stationäre Patienten und 18 Millionen ambulante Behandlungsfälle mit 1,1 Millionen Mitarbeitern. Bei 74 Milliarden Euro Jahresumsatz in deutschen Krankenhäusern handelt die DKG für einen maßgeblichen Wirtschaftsfaktor im Gesundheitswesen.

 


 

Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), 05.11.2012 (hB).

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