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DMP Rheumatoide Arthritis

Leitlinien decken wichtige Versorgungsaspekte ab

  • IQWiG identifiziert E mpfehlungen für mögliches DMP
  • Schwerpunkt liegt auf Arzneimitteltherapie

Köln (28. April 2016) – Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 28 April 2016 die Ergebnisse einer Recherche evidenzbasierter Leitlinien zur Behandlung von Menschen mit rheumatoider Arthritis vorgelegt. Ziel des Berichts ist es, aus aktuellen, methodisch hochwertigen Leitlinien diejenigen Empfehlungen zu identifizieren, die für ein mögliches neues Disease-Management-Programm (DMP) Rheumatoide Arthritis von Bedeutung sein könnten. Demnach decken die Empfehlungen fast alle Versorgungsaspekte ab, Maßnahmen zur Rehabilitation werden jedoch nur vereinzelt thematisiert. Der Schwerpunkt der Empfehlungen liegt auf der medikamentösen Therapie .

Nur wenige Leitlinien adressieren mehrere Versorgungsaspekte

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In seine Auswertung konnte das IQWiG insgesamt 18 Leitlinien einbeziehen, wovon allerdings nur zwei aus Deutschland stammen. Inhaltlicher Schwerpunkt der identifizierten Leitlinien ist die Arzneimitteltherapie, insbesondere die Behandlung mit DMARD (Disease modifying antirheumatic Drugs). Lediglich vier Leitlinien, darunter eine aus Deutschland, adressieren mehrere Versorgungsaspekte wie Diagnostik, nichtmedikamentöse Therapien und sektorenübergreifende Versorgung.

Der Aspekt Rehabilitation wird in den Leitlinien nur vereinzelt und wenig detailliert angesprochen. Genannt werden nichtmedikamentöse Behandlungsverfahren wie Physiotherapie und Ergotherapie bei Funktionseinschränkungen, Orthesen zur Schmerzlinderung oder eine Umstellung der Ernährung zur Förderung des allgemeinen Gesundheitszustandes. Die Leitlinien enthielten hierzu jedoch nur einzelne starke Empfehlungen, die für ein mögliches DMP relevant sind.

Internationale Leitlinien nur bedingt übertragbar

Wurden Leitlinien in anderen Ländern entwickelt, so muss stets im Einzelfall geprüft werden, ob ihre Empfehlungen auch auf den deutschen Versorgungskontext übertragbar sind. Das gilt insbesondere für Empfehlungen zum Aspekt Pflege. Pflegefachkräfte übernehmen u. a. Aufgaben bei der Schulung von Patienten und beim Krankheitsmanagement. In anderen Ländern verfügen Pflegefachkräfte aber über spezifische akademische Qualifikationen sowie über weitergehende Kompetenzen als in Deutschland. Sechs der berücksichtigten Leitlinien stammen z. B. aus Großbritannien, wo Patientinnen und Patienten von sogenannten Clinical Nurse Specialists betreut werden.

Zum Ablauf der Berichtserstellung

Die vorläufigen Ergebnisse, den sogenannten Vorbericht , hatte das IQWiG im Oktober 2015 veröffentlicht und zur Diskussion gestellt. Nach dem Ende des Stellungnahmeverfahrens wurde der Vorbericht überarbeitet und als Abschlussbericht im März 2016 an den Auftraggeber versandt. Die eingereichten schriftlichen Stellungnahmen werden in einem eigenen Dokument zeitgleich mit dem Abschlussbericht publiziert. Der Bericht wurde gemeinsam mit externen Sachverständigen erstellt.

Weiterführende Informationen


Quelle: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) , 28.04.2016 (tB).

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