DPR begrüßt Auftakt zum Pflegedialog und verbindliche Aussagen Röslers für die Pflege in 2011

 

Berlin (7. Dezember 2010) – begleitet von bundesweitem Medieninteresse, trafen sich heute maßgebliche Vertreter der Pflegewirtschaft mit dem Bundesminister für Gesundheit Dr. Philipp Rösler (FDP). Rösler hatte zum ersten Dialog in sein Ministerium geladen. Schwerpunktthema zum Auftakt: „Sicherstellung der Nachwuchsgewinnung und drohender Fachkräftemangel in der Pflege“. Nach dreistündiger Sitzung traten Minister Rösler und Andreas Westerfellhaus (Präsident Deutscher Pflegerat) gemeinsam vor vierzig Vertreter der Presse.

 

Rösler erklärte, er begrüße den Dialog, versprach, die Gesprächsreihe mit gesetzter zeitlicher und inhaltlicher Agenda fortzusetzen und erkläre 2011 zum „politischen Pflegejahr“. Ein wichtigstes Ergebnis sei heute der Konsens darüber, zukünftig ein gemeinsames Berufsbild der Pflege schaffen zu wollen. Die Ausbildung müsse für Kranken- und Altenpflege einheitlich geregelt werden und am Ende müsse jeder die Möglichkeit haben, sich für eine Differenzierung zu entscheiden. Ein weiteres wichtiges Ergebnis sei, dass Einigkeit darüber herrsche, den Pflegeberuf grundsätzlich attraktiver gestalten zu müssen, was nicht ausschließlich mit monetären Anreizen zu realisieren sei. „Wir müssen ermöglichen Beruf und Familie zu vereinbaren, müssen altersgerechte Arbeitsbedingungen schaffen und darüber hinaus dafür sorgen, dass seelische Belastungen aufgefangen werden“, erklärte der Minister.

 

Andreas Westerfellhaus wandte sich an die 1,2 Millionen Pflegenden und die Gesellschaft: „Heute ist ein Meilenstein erreicht worden. Die Brisanz und Relevanz unseres Pflegethemas ist angekommen und ich freue mich darüber, dass der Dialog einen Anfang gefunden hat. Ich begrüße die entschlossenen Impulse seitens der Politik und verlasse mich auf die verbindliche Agenda.“ Westerfellhaus erklärte, es sei für die nun folgende Arbeit grundlegend und wichtig, dass der Minister für Gesundheit erstmalig verbindliche Aussagen für die Pflege getroffen habe. Er begrüßte den in Aussicht gestellten, zeitlich und inhaltlich bindenden, Fahrplan für 2011. „Die Probleme sind erkannt, die Lösungen können nun mit Nachdruck angegangen werden“, so Westerfellhaus. Und er sendete abschließend die entschlossene Botschaft: „Der Pflegerat als zentrale Vertretung der Pflege wird das zukünftige Pflegegeschehen in Deutschland aufmerksam beobachten. Der Minister wird von uns konsequent in die Pflicht genommen werden, die heute geleisteten Zusagen mit Inhalten für die Praxis zu füllen. Wir haben jetzt einen ersten Schritt dafür erreicht, gemeinsam richtige Lösungswege zu definieren.“

 

 

Der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR)

 

Der Deutsche Pflegerat e.V. wurde 1998 gegründet, um die Positionen der Pflegeorganisationen einheitlich darzustellen und deren politische Arbeit zu koordinieren. Darüber hinaus fördert der Zusammenschluss aus 15 Verbänden die berufliche Selbstverwaltung. Seit 2003 handelt der Deutsche Pflegerat e.V. als eingetragener, gemeinnütziger Verein. Als Bundesarbeitsgemeinschaft des Pflege- und Hebammenwesens und Partner der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen vertritt der Deutsche Pflegerat heute die insgesamt 1,2 Millionen Beschäftigten der Pflege. Über die berufliche Interessenvertretung hinaus ist der Einsatz für eine nachhaltige, qualitätsorientierte Versorgung der Bevölkerung oberstes Anliegen des Deutschen Pflegerates.

 

 

Mitgliedsverbände

 

  • Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen e.V. (ADS)
  • AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e.V. (AVG)
  • Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe e.V. (BLGS)
  • Bundesverband Geriatrie e.V. (BV)
  • Verband Bundesarbeitsgemeinschaft Leitender Pflegepersonen e.V. (BALK)
  • Deutscher Hebammenverband e.V. (DHV)
  • Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD)
  • Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e.V. (BFLK)
  • Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
  • Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF)
  • Deutscher Pflegeverband e.V. (DPV)
  • Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V. (VdS)
  • Verband für Anthroposophische Pflege e.V. (VfAP)
  • Vereinigung der Hygienefachkräfte der Bundesrepublik Deutschland e.V. (VHD)
  • Verband der PflegedirektorInnen der Unikliniken e.V. (VPU)

 

 


Quelle: Deutscher Pflegerat (DPR), 07.12.2010 (tB).

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