Patientenversorgung im Fokus: B-Zell-Therapie im Praxisalltag

 

Von Dr. med. Jörg Wendler

 

Berlin (12. November 2008) – Im praktischen Alltag stehen für den Rheumatologen und die von ihm betreuten Patienten bei nicht ausreichender Wirkung oder Unverträglichkeit der laufenden antiinflammatorischen Basistherapien oft Therapieentscheidungen in Situationen an, für die keine ausreichenden Daten aus den klinischen Phase III-Studien vorhanden sind. Hier können Daten aus Registern und Nicht Interventionellen Studien (NIS) der Phase IV, die die Therapie-Realität im Alltag und dafür notwendige Lösungen besser abbilden, zur Entscheidung beitragen. Aktuell betrifft dies besonders die Entscheidungen bei den Biologika-Therapien von Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA), z.B. wenn ein erster TNF-Hemmer nicht ausreichend wirksam ist.

 

So lässt sich aus klinischen Studien, Registerdaten und NIS ableiten, dass ein Wechsel der Zielrichtung der Behandlung auf eine B-Zell-Therapie mit Rituximab RTX erfolgsversprechender als eine Beibehaltung des anti-TNF-Therapieprinzips ist. Daten zur langfristigen Kontrolle der Symptome und gleichzeitigen Hemmung der Gelenkzerstörung machen Rituximab zu einer effektiven Option im Kampf gegen die RA. Diese Kriterien sprechen für einen frühen Wechsel auf die B-Zell-Therapie.

 

Lange Therapieintervalle wie bei der Behandlung mit Rituximab sind für Rheumatologen und ihre Patienten noch eine Novität, wobei oft noch Unsicherheiten bestehen, wie groß der zeitliche Abstand zwischen den Infusionskursen sein sollte. In der deutschen NIS zu Rituximab bei RA ist zu beobachten, dass ein numerischer Anstieg der Krankheitsaktivität zwischen den Monaten 4 und 8 bei einem großen Anteil der Patienten auftritt und lässt annehmen, dass in diesem Zeitraum ein Optimum an Verbesserung erreicht ist, und dass eine frühzeitige Therapiefortführung die erneut beginnende klinische Verschlechterung auffangen könnte.

 

Empfohlen werden kann ein erstes Therapieintervall von sechs Monaten. Die schwer und lange an RA erkrankten und intensiv vortherapierten Patienten und ihre behandelnden Ärzte in der NIS bewerteten übereinstimmend die Wirkung der Therapie zu etwa 70 % und die Verträglichkeit zu über 90 % als gut bis sehr gut. Dies unterstreicht, dass die innovative B-Zell-Therapie mit RTX eine wesentliche Bereicherung der Routinetherapie in der Rheumatologie ist.

 


 

Quelle : Pressekonferenz der Firma Roche Pharma zum Thema „Ziele erreichen bei Rheumatoider Arthritis: B-Zell – Terapie mit  Mabthera®. Aktuelle Informationen vom ACR-Kongress 2008“ am 12.11.2008 in Berlin (medical relations).

 

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