2-fach wirksame Schmerztherapie mit Targin: Neue Daten aus Klinik und Praxis

Therapieerfolge aus dem Praxisalltag

Von Dr. med. Rainer-Heinz Drews

Kasuistik 1: Doris J.,76 Jahre

Berlin (9. Oktober 2008) – Hier zeigt sich, dass aus einem zunächst „normalen orthopädischen Behandlungsfall“ im Laufe der Jahre ein Schmerz-Verlauf eintritt, der nicht mehr zufrieden stellend durch Hilfsmittel und die in der durchschnittlichen orthopädischen Praxis verwandten Medikamente behandelt werden kann. Die zunehmende Degeneration des gesamten Bewegungsapparates verlangt eine „Eskalation“ der Therapie.


Therapieverlauf

  • Symptomatische Lokalbehandlung.
  • Zusätzlich systemische NSAR-Gabe (Nichtsteroidale Antirheumatika).
  • Totalendoprothese (TEP) eines Gelenkes.
  • Totalendoprothese des zweiten Gelenkes.
  • Systemische Weiterbehandlung der degenerativen Wirbelsäule.
  • Hilfsmittelverordnung und Gabe eines schwachen Opioids, hierunter unzu­reichende Analgesie und im Laufe der Zeit zunehmende Obstipation.
  • Höherwertige Injektionstechniken, Schmerzanalyse und gezielter Einsatz eines modernen starken Opioids mit Verlaufskontrolle sorgen für weniger Neben­wirkungen (Unwohlsein, Obstipation) bei gleichzeitig verbesserter Wirksamkeit.


Kasuistik 2: Maria K., 89 Jahre

Ein „einfacher Gelenkersatz“ des linken Kniegelenkes wird durch einen Sehnenriss zum jahrelangen Problemfall. Die rein operativ ausgerichtete Orthopädisch-Unfallchirurgische Ausbildung und Herangehensweise – wie sie jetzt durch neue Ausbildungsgänge beschlossen ist – wird in Zukunft immer weniger niedergelassene Kollegen heranbilden, die sowohl fachärztliche operative, als auch konservative Behandlungsfähigkeiten besitzen. Insbesondere die Kombination von Facharzt und Schmerzspezialist wird noch seltener werden.
Die genaue Kenntnis von verfügbaren, zur Schmerztherapie einsetzbaren Medikamenten und deren „Feinheiten“ in der Verstoffwechselung ermöglichen oft noch eine deutliche Hilfe für den Patienten.


Therapieverlauf

  • Revisionsoperation am TEP Kniegelenk ohne Erfolg.
  • Orthesenversorgung hilft jahrelang in Verbindung mit NSAR.
  • Marcumar-Therapie schränkt die orthopädische Therapie ein.
  • Ein schwaches Opioid fällt der Generikaquote zum Opfer, das Substitutions­präparat hat weniger Effekt.
  • Gezielte Umstellung auf ein starkes Opioid mit zweifachem Wirkmechanismus bringt den gewünschten analgetischen Effekt, ohne die sonst häufig durch Opiat­behandlungen anzutreffenden Obstipationsbeschwerden – insbesondere des älteren Menschen – auszulösen oder zu verstärken.


Kasuistik 3: Hildegard S., 85 Jahre

Hier zeigt sich, dass sich der niedergelassene Facharzt beziehungsweise Schmerz­therapeut ständig an die sich wandelnden Gegebenheiten des betreuten Patienten anpassen muss. Zunehmendes Alter, zunehmende Degeneration des Bewegungs­apparates, zunehmende Komorbidität und damit verbunden zunehmende Depressivität des betroffenen Patienten erfordern ein anpassungsfähiges Behandlungskonzept.


Therapieverlauf

  • Jahrzehntelange, alt hergebrachte orthopädische und hausärztliche Therapie­ansätze werden insuffizient.
  • Internistisch immer häufiger eingesetzte Marcumar-Therapie verbietet ansonsten effektive tiefe Injektionstechniken.
  • Herzschrittmacher-Behandlung verbietet lokale TENS Therapie.
  • Umstellung auf moderne starke Opioide ermöglicht subjektiv zufrieden stellende Schmerzreduktion und auch objektiv durch moderne Kontrollinstrumente belegbare Vermeidung von sich ansonsten insbesondere im Bereich des Rückenschmerzes entwickelnden neuropathischen Schmerzsyndromen.
  • Die Therapie mit dem 2-fach wirksamen Oxycodon/Naloxon“ (Targin®) lindert die Schmerzen effektiv und reduziert zugleich Nebenwirkungen wie die Opiat-Therapie bedingte Obstipation.

 

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Referent

Dr. med. Rainer-Heinz Drews
Facharzt für Orthopädie,
Spezielle Schmerztherapie
Warrington-Platz 22
40721 Hilden


Quelle: Pressekonferenz der Firma Mundipharma zum Thema „2-fach wirksame Schmerztherapie mit Targin ®: Neue Daten aus Klinik und Praxis“ am 09.10.2008 in Berlin (Dorothea Küsters Life Science Communications) (tB).

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