Abb.: Mittels eines mobilen ECMO-Gerätes können auch Patienten mit Herz-Lungenversagen in einem stabilen Zustand zur Weiterbehandlung transportiert werden. Photo: Jan Pauls / KUVECMO-Fortbildung am Uni-Klinikum Bergmannsheil

Lebensrettendes Verfahren bei akutem Herz- und Lungenversagen

 

Bochum (12. Februar 2014) – Nicht erst seit den jüngsten H1N1-Pandemien („Schweinegrippe“) sind die therapeutischen Möglichkeiten von mobilen Herz-Lungenmaschinen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Diese Unterstützungssysteme (sogenannte ECMO bzw. ECLS) erlauben es, bei akutem Herz- oder Lungenversagen die Funktion der erkrankten Organe für einen begrenzten Zeitraum zu übernehmen. Die betroffenen Organe werden dadurch entlastet und erhalten die Chance, sich zu regenerieren. Das Berufsgenossenschaftliche Universitätsklinikum Bergmannsheil zählt zu den Vorreitern dieses Verfahrens und veranstaltet jetzt eine medizinische Fortbildungsveranstaltung zum Thema „ECLS/ECMO: Neue Wege, neue Indikationen“.



Simulation eines Patiententransportes mit ECMO

 

„Die intensivmedizinische Behandlung des akuten Lungen- oder Herzversagens stellt nach wie vor eine große Herausforderung dar“, sagt Dr. Justyna Swol, Oberärztin der Chirurgischen Klinik im Bergmannsheil (Direktor: Prof. Dr. Thomas A. Schildhauer). „Wir wollen etablierte und neue Möglichkeiten diskutieren, schwerstkranke Patienten mit diesen Verfahren zu behandeln.“ Die Veranstaltung richtet sich an Ärzte, Pflegekräfte, Kardiotechniker und Medizinstudenten. Sie findet statt am 19. März 2014 im Bergmannsheil (Anmeldung: gudrun.wunsch@bergmannsheil.de, Fax: 0234/302-6491).

„Ein Highlight der Veranstaltung ist die Demonstration eines simulierten ECMO-Patiententransportes“, so Dr. Dirk Buchwald, leitender Kardiotechniker der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie (Direktor: Prof. Dr. Justus T. Strauch). „Denn weil die heutigen ECMO-Geräte extrem klein sind, erlauben Sie es, Patienten mit Herz- oder Lungenversagen in einem stabilen Zustand von einer Klinik zur anderen zu befördern und ihnen damit weitere Behandlungschancen zu eröffnen.“ Am Bergmannsheil werden pro Jahr rund 65 Patienten mit einem ECMO-System (sogenannte Extracorporale Membranoxygenierung) behandelt. Ein mobiles ECMO-Team des Bergmannsheils führt jährlich rund 15 Transporte von Patienten unter Anschluss an eine solche Mini-Herz-Lungenmaschine durch.

 

 

 

Über das Bergmannsheil

 

Das Berufsgenossenschaftliche Universitätsklinikum Bergmannsheil repräsentiert den Strukturwandel im Ruhrgebiet wie kein anderes Krankenhaus: 1890 als erste Unfallklinik der Welt zur Versorgung von verunglückten Bergleuten gegründet, zählt es heute zu den modernsten und leistungsfähigsten Akutkliniken der Maximalversorgung und gehört zum Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum (UK RUB). In 23 Kliniken und Fachabteilungen mit insgesamt 622 Betten werden jährlich rund 20.000 Patienten stationär und 63.000 Patienten ambulant behandelt. Mehr als die Hälfte der Patienten kommen aus dem überregionalen Einzugsbereich. Weitere Informationen im Internet unter: www.bergmannsheil.de.

 

Weitere Informationen

 

 


 

Quelle: Klinikum der Ruhr-Universität Bochum – Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH, 12.02.2014 (tB).

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