Effiziente Wiedereingliederung mit Escitalopram

Der berufstätige Depressionspatient – Chancen und Herausforderungen auf dem Weg zurück zum Job

 

Frankfurt am Main (26. Februar 2013) – Im Zuge der steigenden Anzahl psychisch erkrankter Arbeitnehmer wird immer häufiger das Thema Rückkehr in den Job diskutiert. Mit der richtigen Therapie und einem passenden Wiedereingliederungsmanagement kann sowohl der Erkrankte wie auch der Arbeitgeber unterstützt werden. Wie die Schwierigkeiten und Chancen einer Wiedereingliederung aussehen und welche Herausforderungen die medikamentöse Therapie mit sich bringt, wurde auf dem Pressegespräch „Wiedereingliederung berufstätiger Depressionspatienten“ der Firma Lundbeck in Frankfurt/Main thematisiert.

 

Die Anzahl psychischer Erkrankungen und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft wächst. Etwa ein Drittel aller Krankheitstage wird durch eine psychische Störung verursacht – die Folgen für die Produktivität vieler Firmen und die sozialen sowie beruflichen Konsequenzen für die betroffenen Arbeitnehmer scheinen enorm zu sein. Aus diesem Grund kann der raschen Genesung und der effizienten und schnellen Wiedereingliederung in den Job eine besondere Bedeutung zugesprochen werden. „Die Schwierigkeiten bei der Wiedereingliederung von depressiven Erkrankten am Arbeitsplatz liegen vor allem darin, dass die Depression die Leistungsfähigkeit reduziert und die sozialen Beziehungen ungünstig beeinflusst“, so PD Dr. Karin Siegrist. Die Wiederaufnahme der Arbeit fördert jedoch einen regelmäßigen Alltag und kann die Genesung der Krankheit positiv beeinflussen. Laut Siegrist „erholen sich auch die sozialen Beziehungen, wenn man am Arbeitsplatz offen über das Thema spricht“.

 

Die berufliche und medizinische Rehabilitation sollte auf der Basis eines Konzeptes aufbauen. Ein Beispiel hierfür ist die stufenweise Wiedereingliederung nach dem „Hamburger Modell“. Es sieht vor, dass der Arbeitnehmer mit seinem Arzt einen Eingliederungsplan abstimmt, der dem Genesungsfortschritt des Patienten entspricht. Der Wiedereingliederungsplan beinhaltet z.B. wie viele Arbeitsstunden am Tag gearbeitet werden kann und es wird eine Prognose über den Zeitpunkt der zu erwartenden Wiedererlangung der vollständigen Arbeitsfähigkeit angegeben. Die Berufstätigkeit kann so stufenweise bis zur vollen Arbeitszeit gesteigert werden. Die Dauer der Maßnahme liegt zwischen wenigen Wochen und mehreren Monaten. Während der Wiedereingliederung erhält der Arbeitnehmer weiterhin Krankengeld, da er während der Maßnahme als arbeitsunfähig erkrankt gilt.

 

Welche Anforderungen an die medikamentöse Depressionstherapie während einer Wiedereingliederung gestellt werden, erläuterte Prof. Jens Kuhn von der Universitätsklinik in Köln. „Das Antidepressivum muss gut verträglich sein, so dass etwaige Nebenwirkungen die Arbeitsfähigkeit nicht zusätzlich beeinträchtigen. Außerdem sollte es schnell und effektiv wirken, damit ein Fortschritt in der Behandlung erkennbar ist“, so Professor Kuhn. Escitalopram mit seiner schnellen und starken Wirkung ist daher für berufstätige Depressionspatienten eine adäquate Therapieoption. Der Wirkstoff Escitalopram zeichnet sich durch einen schnellen Wirkeintritt1 und die bestmögliche Kombination aus Wirksamkeit und Akzeptanz2 aus. Der Depressionspatient verspürt bei der Behandlung mit Escitalopram schon nach sehr kurzer Zeit eine merkliche Verbesserung seines Zustandes. Die Wiederaufnahme und stetige Steigerung der Arbeitsleistung ist daher möglich und soziale Beziehungen am Arbeitsplatz bleiben erhalten. Zusätzlich bietet der Wirkstoff einen effektiven und langfristigen Rezidivschutz (nach 12 Monaten signifikant weniger Rezidive im Vergleich zu Placebo: 27% vs. 65%; p< 0,0001).3 Dies bedeutet für den Arbeitnehmer, dass eine effektive Behandlung der Depression erfolgt.

 

 

Abb. 1: Überragendes Gesamtprofil (mod. nach Cipriani A et al. Lancet 2009; 373:746-758). Graphik: Lundbeck

 

Abb. 1: Überragendes Gesamtprofil (mod. nach Cipriani A et al. Lancet 2009; 373:746-758). Graphik: Lundbeck

 

 

Referenzen 

  1. Yevtushenko VY et al. Clin Ther 2007; 29 (11): 2319-32
  2. Cipriani A et al. Lancet 2009; 373:746-758
  3. Kornstein SG et al. J Clin Psychiatry 2006; 67: 1767-1775

 

Über Lundbeck

 

Lundbeck ist ein international tätiges Pharmaunternehmen, das 1915 in Dänemark gegründet wurde und heute ca. 5.800 Mitarbeiter in über 57 Ländern beschäftigt. Der deutsche Firmensitz ist in Hamburg. Das „Unternehmen ZNS“ hat sich auf die Entwicklung und den Vertrieb innovativer Medikamente zur Behandlung von psychischen und neurologischen Erkrankungen spezialisiert.

 

Weitere Informationen unter: www.lundbeck.de

 


 

Quelle: Lundbeck, 26.02.2013 (tB).

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ gibt…
Toujeo® bei Typ-1-Diabetes: Weniger schwere Hypoglykämien und weniger Ketoazidosen 
Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung