Ein Jahr Toujeo®

Insulin glargin U300 für Menschen mit Diabetes Typ 1 und 2

Frankfurt am Main (17. Mai 2016) – Seit einem Jahr steht in Deutschland Insulin glargin U300 (300 E/ml, Toujeo®) zur Behandlung von Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes zur Verfügung. Von der Therapie mit diesem Basalinsulin profitieren Patienten mit Typ-2-Diabetes neben einer effektiven Blutzuckereinstellung außerdem mit einem im Vergleich zu Insulin glargin U100 (100 E/ml, Lantus®) geringeren Risiko für Hypoglykämien.1 Einen weiteren Vorteil sieht Diabetesberaterin Eva-Maria Feidt, Oberkirchen: „Der verbesserte Insulinpen Solostar®, mit dem Insulin glargin U300 verabreicht wird, ist zuverlässig, präzise und anwenderfreundlich2-4 und erleichtert die Ein- und Umstellung unserer Patienten auf das Basalinsulin.“*

Von einem modernen Basalinsulin forderte Dr. Tobias Wiesner, Leipzig: „Es sollte eine gute Blutzuckerkontrolle sicherstellen und die Titration ohne erhöhtes Hypoglykämierisiko ermöglichen. Die Wirkdauer sollte mindestens 24 Stunden betragen und die Pharmakokinetik ein flaches Profil aufweisen.“ Diese Ansprüche werden von Insulin glargin U300 erfüllt: Nach der subkutanen Injektion bildet es im Vergleich zu Glargin U100 ein kompakteres Depot mit einer reduzierten Oberfläche.5,6 Daraus resultiert eine langsamere und länger anhaltende Insulinfreisetzung sowie ein Wirkprofil über mehr als 24 Stunden.5,7,8


Mit Insulin glargin U300 das Hypoglykämierisiko bei Typ-2-Diabetes senken

Wie sich die veränderte Pharmakokinetik von Insulin glargin U300 in klinische Vorteile für Menschen mit Typ-2-Diabetes übersetzt, demonstrierte Professor Dr. Robert Ritzel, München, anhand der Studienergebnisse: Die EDITION-Studien I, II und III verglichen Insulin glargin U300 und U100 bei Patienten mit Typ-2-Diabetes in verschiedenen Krankheitsstadien. Die gemeinsame Auswertung nach 12 Monaten zeigte unter Insulin glargin U300 eine bessere Senkung des HbA1c-Wertes als unter Insulin glargin U100 (Unterschied zwischen den Gruppen versus Baseline -0,10 [-0,18 bis -0,02]; p=0,0174).9 Darüber hinaus war die Behandlung (Woche 0 bis 24) mit Insulin glargin U300 mit einer um 25 Prozent niedrigeren Rate an nächtlichen schweren oder bestätigten Unterzuckerungen assoziiert als bei Insulin glargin U100 (RR 0,75; 95%-KI: 0,68-0,83), das Risiko zu jeder Tageszeit war um 9 Prozent geringer (RR 0,91; 95%-KI: 0,87-0,96).1 In der achtwöchigen Titrationsphase war die Reduktion des nächtlichen Risikos mit 31 Prozent noch deutlicher (RR 0,69; 95%-KI: 0,57-0,84).1 Insulin glargin U300 bietet den Patienten darüber hinaus mehr Flexibilität: Zu Beginn der Therapie ist es möglich den Injektionszeitpunkt frei zu wählen, im weiteren Verlauf erfolgt die Injektion jeden Tag in einem Zeitfenster von plus/minus drei Stunden.5


Hypoglykämien erhöhen das kardiovaskuläre Risiko

Professor Dr. Werner Kern, Ulm, ging auf die Konsequenzen von Hypoglykämien für Menschen mit Diabetes ein: So erhöhen schwere Hypoglykämien über eine Aktivierung des sympathoadrenalen Systems das Risiko für Herzrhythmusstörungen, fördern arteriosklerotische Prozesse und steigern das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse.10-12 Sie scheinen außerdem langfristig die kognitive Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen und das Risiko für eine Demenz zu vergrößern.13,14 „Häufiger als schwere Hypoglykämien sind jedoch Unterzuckerungen, die der Patienten nicht wahrnimmt“, so Kern. Besonders oft kommt es zu nächtlichen unbemerkten Hypoglykämien.15 Diese reduzieren die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden der Betroffenen, nicht selten kommt es nach einer Hypoglykämie zu Arbeitsausfällen.16 Aus Angst vor einer weiteren Hypoglykämie verändert ein Teil der Patienten die Insulindosis inadäquat stark, was ein Erreichen des individuellen Zielwertes erschwert und Folgeschäden begünstigen kann.17 Kern betonte: „Somit ist die Insulintherapie immer eine Gratwanderung zwischen guter Blutzuckereinstellung und Vermeidung von Hypoglykämien.“


Quellen

  • *Fachpressekonferenz: „Herzlichen Glückwunsch – 1 Jahr Insulin glargin U300“, Berlin, 4.5. 2016; Veranstalter Sanofi
  1. Ritzel R et al., Diabetes Obes Metab 2015;17(9):859-67
  2. Klonoff D et al. Diabetes Technol Ther 2015; 17 (Suppl 1): A-100, Abstr. 229
  3. Toujeo® SoloStar® Gebrauchsinformation, Stand April 2015
  4. Lantus® SoloStar® Gebrauchsinformation, Stand Februar 2015
  5. Toujeo® Fachinformation, Stand Dezember 2015
  6. Owens DR et al. Diabetes Metab Res Rev 2014; 30: 104-119
  7. Shiramoto M et al. Diabetes Obes Metab 2015; 17: 254-260
  8. Becker RH et al. Diabetes Care 2015; 38:637-643
  9. Ritzel R et al., 1030-P, Jahrestagung der American Diabetes Association, Juni 2015, Boston, Massachusetts, USA
  10. Desouza et al., Diab Care 2010; 33(6):1389-1394
  11. Saremi A et al., Diab Care 2016; DOI: 10.2337/dc15-2107
  12. Goto A et al., BMJ 2013;347:bmj.f4533
  13. Yaffe K et al., JAMA Intern Med 2013; 173: 1300-1306
  14. Lin CH et Sheu WH, Journal of Internal Medicine 2013;273; 102–110
  15. Chico A et al., Diabetes Care 2003;26:1153-1157
  16. Brod M et al. Value in Health 2011;14(5):665–71
  17. Brod M et al., Diabetologia 2012;55(Suppl. 1)392-293


Über Toujeo®

Obwohl Basalinsulin seit Jahrzehnten als Meilenstein in der Behandlung von Diabetes gilt, bleiben in der Realität wichtige medizinische Bedürfnisse unerfüllt; so erreicht etwa die Hälfte der behandelten Patienten ihre Blutzuckerzielwerte nicht.A-F Darüber hinaus wird in der Initiierungs- und der Erhaltungsphase die optimale Insulindosis oft nicht erreicht. Insulin glargin U300 ist ein einmal tägliches Basalinsulin der nächsten Generation Insulin glargin, das auf dem häufig eingesetzten Molekül Insulin glargin beruht, dessen Nutzen-Risiko-Profil gut bekannt ist.G Sein kompaktes subkutanes Depot führt zu stabileren und verlängerten pharmakokinetischen und pharmakodynamischen (PK/PD) Profilen.H,I,K Toujeo® wurde von der amerikanischen Food & Drug Administration (FDA), der europäischen Kommission und Health Canada zugelassen und wird von anderen Zulassungsbehörden weltweit geprüft. Schulungsmaterialien und weitere Sicherheitsinformationen zu Insulin glargin U300 unter http://mein.sanofi.de/Produkte/Toujeo

A Banegas JR et al., Eur Heart J. 2011;32(17):2143-52, DOI: 10.1093/eurheartj/ehr080; B Stark Casagrande S, et al., Diabetes Care. 2013;36(8):2271-9, DOI: 10.2337/dc12-2258; C Chan JCN et al., Diabetes Care. 2009;32(2):227-33, DOI: 10.2337/dc08-0435; D Choi YJ et al. Diabetes Care., 2009;32(11):2016-20, DOI: 10.2337/dc08-2228; E Steinberg BA et al., American Heart Journal. 2008;156(4):719-27, DOI: 10.1016/j.ahj.2008.05.020; F Vouri SM et al., Journal of managed care pharmacy: JMCP 2011;17(4):304-12, DOI, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21534641; G Gerstein HC et al., The New England Journal of Medicine. 2012;367(4):319-28 (Studie durchgeführt mit Lantus® bei Patienten mit hohem kardiovaskulären Risiko und gestörter Nüchternglukose (IFG) oder verminderter Glukosetoleranz (IGT) (12 % der Patienten) oder einem Typ-2-Diabetes, der mit ≤ 1 OAD behandelt wurde (88 % der Patienten); Toujeo® ist nicht zur Behandlung bei Prädiabetes zugelassen).;DOI: 10.1056/NEJMoa1203858; H Steinstraesser A et al., Diabetes, Obesity and Metabolism. 2014;16(9):873-6, DOI: 10.1111/dom.12283; I Becker RHA et al., Diabetes Care. 2015;38(4):637-43, DOI: 10.2337/dc14-0006; K Shiramoto M et al. Diabetes, Obesity and Metabolism. 2014:epub ahead of print, DOI: 10.1111/dom.12415.


Über Sanofi in Deutschland, der Schweiz und Österreich

Sanofi ist ein weltweit führendes Gesundheitsunternehmen, das therapeutische Lösungen erforscht, entwickelt und vermarktet, ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Patienten. In der länderübergreifenden Organisation Deutschland-Schweiz-Österreich hat Sanofi das Marketing und den Vertrieb der drei Landesgesellschaften vereint. In allen drei Märkten gehört Sanofi zu den führenden Anbietern von Arzneimitteln und Gesundheitslösungen. Sanofi ist in fünf globalen Business Units organisiert: Diabetes und Herzkreislauferkrankungen, General Medicines und Schwellenländer, Sanofi Genzyme, Sanofi Pasteur und Merial. Sanofi ist an den Börsen von Paris (EURONEXT: SAN) und New York (NYSE: SNY) notiert.


Quelle: Sanofi-Aventis, 17.05.2016 (tB).

MEDICAL NEWS

IU School of Medicine researchers develop blood test for anxiety
COVID-19 pandemic increased rates and severity of depression, whether people…
COVID-19: Bacterial co-infection is a major risk factor for death,…
Regenstrief-led study shows enhanced spiritual care improves well-being of ICU…
Hidden bacteria presents a substantial risk of antimicrobial resistance in…

SCHMERZ PAINCARE

Hydromorphon Aristo® long ist das führende Präferenzpräparat bei Tumorschmerz
Sorgen und Versorgen – Schmerzmedizin konkret: „Sorge als identitätsstiftendes Element…
Problem Schmerzmittelkonsum
Post-Covid und Muskelschmerz
Kopfschmerz bei Übergebrauch von Schmerz- oder Migränemitteln

DIABETES

Wie das Dexom G7 abstrakte Zahlen mit Farben greifbar macht…
Diabetes mellitus: eine der großen Volkskrankheiten im Blickpunkt der Schmerzmedizin
Suliqua®: Einfacher hin zu einer guten glykämischen Kontrolle
Menschen mit Diabetes während der Corona-Pandemie unterversorgt? Studie zeigt auffällige…
Suliqua® zur Therapieoptimierung bei unzureichender BOT

ERNÄHRUNG

Positiver Effekt der grünen Mittelmeerdiät auf die Aorta
Natriumaufnahme und Herz-Kreislaufrisiko
Tierwohl-Fleisch aus Deutschland nur mäßig attraktiv in anderen Ländern
Diät: Gehirn verstärkt Signal an Hungersynapsen
Süßigkeiten verändern unser Gehirn

ONKOLOGIE

Strahlentherapie ist oft ebenso effizient wie die OP: Neues vom…
Zanubrutinib bei chronischer lymphatischer Leukämie: Zusatznutzen für bestimmte Betroffene
Eileiter-Entfernung als Vorbeugung gegen Eierstockkrebs akzeptiert
Antibiotika als Störfaktor bei CAR-T-Zell-Therapie
Bauchspeicheldrüsenkrebs: Spezielle Diät kann Erfolg der Chemotherapie beeinflussen

MULTIPLE SKLEROSE

Multiple Sklerose: Aktuelle Immunmodulatoren im Vergleich
Neuer Biomarker für Verlauf von Multipler Sklerose
Multiple Sklerose: Analysen aus Münster erhärten Verdacht gegen das Epstein-Barr-Virus
Aktuelle Daten zu Novartis Ofatumumab und Siponimod bestätigen Vorteil des…
Multiple Sklerose durch das Epstein-Barr-Virus – kommt die MS-Impfung?

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Forschung: Neuer Alpha-Synuclein-Test entdeckt die Nervenerkrankung vor…
Neue Erkenntnisse für die Parkinson-Therapie
Cochrane Review: Bewegung hilft, die Schwere von Bewegungssymptomen bei Parkinson…
Technische Innovationen für eine maßgeschneiderte Parkinson-Diagnostik und Therapie
Biomarker und Gene: neue Chancen und Herausforderungen für die Parkinson-Diagnose…