Entbürokratisierung in der Pflege nimmt Fahrt auf

Schulungen und neue Website des Projektbüros gestartet

 

Berlin (15. April 2015) – Staatssekretär Karl-Josef Laumann, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung, fördert seit Januar 2015 das Projekt zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation. Kurz vor Ostern haben nun die hierfür nötigen Schulungen für die privaten und gemeinnützigen Trägerverbände begonnen. Staatssekretär Laumann erklärt dazu:


"Das beauftragte Projektbüro mit der ehemaligen Ombudsfrau zur Entbürokratisierung in der Pflege, Elisabeth Beikirch, wird bis Mitte Juni in zehn Städten insgesamt 650 von den Verbänden benannte Experten zum vereinfachten Dokumentationskonzept ("Strukturmodell") schulen. Diese Multiplikatoren sollen im Anschluss ihr Wissen über das Strukturmodell in die Verbände hineintragen, Schulungen für Pflegeeinrichtungen anbieten und den Einrichtungen vor Ort als Ansprechpartner bei der Umsetzung des Strukturmodells zur Verfügung stehen. Damit haben es nun die Verantwortlichen vor Ort in der Hand, die Bürokratie in der Pflege auf das wirklich notwendige Maß zu stutzen, um wieder mehr Zeit für die Menschen zu haben."

 

Der Pflegebevollmächtigte hatte Anfang des Jahres das Projekt zur bundesweiten Einführung des Strukturmodells aufgelegt, um gegen den Motivationskiller Nr.1 bei den Pflegekräften vorzugehen: die überbordende Bürokratie. Das neue Dokumentationskonzept wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit durch Frau Beikirch entwickelt, mit den Verbänden der Einrichtungs- und Kostenträger, dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung sowie mit den Ländern und Juristen abgestimmt und erfolgreich in über 60 Einrichtungen erprobt. Die maßgeblichen Spitzenverbände hatten Ende 2014 gemeinsam beschlossen, das Strukturmodell flächendeckend in Deutschland einzuführen. Die Prüfinstitutionen in der Pflege (Medizinische Dienste der Krankenversicherung, Prüfdienst der Privaten Krankenversicherung, die für die Heimaufsichten zuständigen Länder) unterstützen das neue Konzept zur Entbürokratisierung der Pflege ohne Vorbehalt.

Auch Staatssekretär Laumann unterstützt das Projekt voll und ganz. Daher wird er ab dem 12. Mai selbst vor Ort in bundesweit 15 Veranstaltungen für die Teilnahme an dem Projekt werben. Dazu hat er sämtliche stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen in Deutschland angeschrieben und dazu eingeladen, sich in den Veranstaltungen über das Strukturmodell zu informieren. "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen können bei dieser ‘Entbürokratisierungs-Tour’ Frau Beikirch und mir persönlich ihre Fragen stellen und über ihre Erfahrungen mit dem neuen Modell berichten. Ich freue mich auf die Begegnung mit ihnen", sagt Laumann.

Leitende Pflegekräfte, Träger und sonstige Interessierte können sich kostenfrei auf der neuen Website des Projekts unter www.Ein-STEP.de online für eine der Veranstaltungen anmelden. Interessierte Pflegeeinrichtungen können sich auf der Projektwebsite außerdem für die Teilnahme am Projekt anmelden. Sie bekommen dann Unterstützung durch die Multiplikatoren ihrer Trägerverbände und erhalten vom Projektbüro entwickeltes Schulungs- und Informationsmaterial. Schon mehrere tausend Pflegeeinrichtungen haben sich auf diesem Weg zur Einführung des neuen Modells entschlossen.

 

 

Die Termine der "Entbürokratisierungs-Tour" im Einzelnen:

 

Werbung

  • 12.05.15: Berlin, Auditorium Friedrichstraße, IGES Institut (10-13 Uhr)
  • 13.05.15: Dortmund, Reinoldisaal derHandwerkskammer Dortmund (11-14h Uhr)
  • 27.05.15: Hannover, Großer Festsaal im Alten Rathaus (11-14 Uhr)
  • 27.05.15: Magdeburg, Festung Mark (16.30-19.30 Uhr)
  • 29.05.15: Dresden, Maritim Hotel, Internationales Congress Center (10-13 Uhr)
  • 29.05.15: Erfurt, DASDIE Veranstaltungs- und Kongresszentrum (16.30-19.30 Uhr)
  • 01.06.15: Hamburg, Großer Saal der Handwerkskammer Hamburg (16-19 Uhr)
  • 02.06.15: München, Konferenzzentrum München der Hanns-Seidel-Stiftung (10-13 Uhr)
  • 02.06.15: Erlangen, Redoutensaal Erlangen (16.30-19.30 Uhr)
  • 03.06.15: Düsseldorf, Haus der Ärzteschaft (10.30-13.30 Uhr)
  • 23.06.15: Karlsruhe, Südwerk Bürgerzentrum (11-14 Uhr)
  • 23.06.15: Stuttgart, Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle (16.30-19.30 Uhr)
  • 24.06.15: Frankfurt, Gewerkschaftshaus (10-13 Uhr)
  • 24.06.15: Koblenz, Kurfürstliches Schloss zu Koblenz, Kaiser- und Spiegelsaal (16-19 Uhr)
  • 06.07.15: Ibbenbüren, Hotel Leugermann (10-13 Uhr)

 

Weitere Informationen unter www.Ein-STEP.de oder www.pflegebevollmaechtigter.de

 

 

Downloads

 

 

 

Weitere Informationen

 

Internetseite des Patientenbeauftragten und Pflegebevollmächtigten Karl-Josef Laumann  

 


Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, 15.04.2015 (tB).

MEDICAL NEWS

COVID-19 pandemic sees increased consults for alcohol-related GI and liver…
The eyes offer a window into Alzheimer’s disease
Ventilating the rectum to support respiration
Screening for ovarian cancer did not reduce deaths
Fatigue, mood disorders associated with post-COVID-19 syndrome

SCHMERZ PAINCARE

Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern
Wenn Schmerzen nach einer OP chronisch werden
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2021 – ONLINE: Schmerzmediziner, Politiker und…
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2021 – ONLINE: COVID-19-Pandemie belastet Schmerzpatienten…

DIABETES

Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf
Risikofaktoren für einen schweren COVID-19-Verlauf bei Menschen mit Diabetes
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ meldet…

ERNÄHRUNG

DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…

ONKOLOGIE

Krebs – eine unterschätzte finanzielle Herausforderung
Cannabidiol gegen Hirntumore
Assistierte Selbsttötung bei Krebspatienten: Regelungsbedarf und Ermessensspielraum
Leberkrebs: Bei welchen Patienten wirkt die Immuntherapie?
Konferenzbericht vom virtuellen Münchener Fachpresse-Workshop Supportive Therapie in der Onkologie

MULTIPLE SKLEROSE

Neue S2k-Leitlinie für Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose
Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose: Stellungnahme zu SARS CoV 2 Impfdaten…
Schwangere mit MS: Schadet Schubbehandlung dem Ungeborenen?
Multiple Sklerose: Ein Sprung sagt mehr, als viele Kreuzchen auf…
Multiple Sklerose: Salzkonsum reguliert Autoimmunerkrankung

PARKINSON

Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung
Neuer Bewegungsratgeber unterstützt Menschen mit M. Parkinson durch Yoga
Covid-19-Prävention: besondere Vorsicht bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit