Erste Angiogenese-Gentherapie:

Therapiestudie für Patienten mit verschlossenen Beingefäßen Gentherapie soll neue Gefäße wachsen lassen

 

Hamburg (12. Juni 2009) – Erstmals in Hamburg hat Prof. Dr. Sigrid Nikol, Leitende Ärztin der Klinischen und Interventionellen Angiologie in der Asklepios Klinik St. Georg, Patienten mit einer neuen Gentherapie behandelt, die in ihren Beinen neue Gefäße wachsen lassen soll. Die Patienten leiden unter einer so genannten kritischen Beinischämie (periphere Arterielle Verschlusskrankheit Stadium IV). Dabei ist die Blutversorgung des Beines durch einen Arterienverschluss so stark beeinträchtigt, dass eine Amputation oft unvermeidbar ist, wenn sich die Durchblutung nicht über eine Bypass-Operation oder einen Kathetereingriff wieder herstellen lässt.

Genau für diese Fälle soll die Gentherapie nun die Chancen verbessern. Dafür wird das Genkonstrukt NV1FGF ins Muskelgewebe gespritzt, wo es die Bildung eines Wachstumsfaktors und damit auch so genannter Kollateralgefäße anregt.

Die Abteilung für Klinische und Interventionelle Angiologie der Asklepios Klinik St. Georg nimmt Teil an der weltweiten TAMARIS-Studie, die zur Zulassung der neuen Therapie führen soll (Phase III-Studie). In der vorhergehenden Phase II-Studie zur Wirksamkeit des Präparates reduzierte die Gentherapie das Amputationsrisiko und auch die Sterblichkeit der Patienten auf die Hälfte. Die regenerative Gefäßtherapie wird im Juli mit Aufnahme der Katheterbehandlung von Beinarterien am AK St. Georg komplettiert werden.

Weitere Informationen

http://www.asklepios.com/sanktgeorg/html/fachabt/Angiologie/default.asp Homepage der Klinik

http://www.tamaris-study.org Weitere Informationen zur TAMARIS-Studie

 


 

Quelle: Pressemitteilung der Asklepios Kliniken Hamburg vom 12.06.2009.

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