Erste Ausschreibung des Anerkennungs- und Förderpreis "Ambulante Palliativversorgung"

Berlin/Aachen (5. Mai 2008) – Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) verleiht in diesem Jahr erstmalig den von der Grünenthal GmbH gestifteten und mit 10.000 EUR dotierten Anerkennungs- und Förderpreis "Ambulante Palliativversorgung". Die Ausschreibung richtet sich an Personen, Gruppierungen oder Institutionen, die sich in besonderer Weise um die Qualitätsentwicklung der ambulanten Palliativversorgung verdient gemacht haben und sich auch zukünftig konstruktiv für diese einsetzen.

Mit der im Dezember 2007 verabschiedeten Richtlinie zur Verordnung von spezialisierter ambulanter Palliativversorgung wurde ein weiterer wichtiger Schritt für einen flächendeckenden und bedarfsgerechten Ausbau der Palliativmedizin in Deutschland getan. In Deutschland entstehen immer mehr neue Palliativnetze, die auf dem Engagement und der Zusammenarbeit von Palliative Care Teams, Hausärzten, Pflegediensten und weiteren Leistungserbringern basieren.

"Um bei dieser Entwicklung eine strukturelle Langfristigkeit zu erzielen, müssen bei der Entstehung von Kooperationen besondere Qualitätsaspekte, Voraussetzungen und Anforderungen berücksichtigt werden", erläutert Prof. Christof Müller-Busch, Präsident der DGP. "Die Ansprüche an die Bewerber für den Preis sind also hoch, denn die eingereichten Konzepte sollten Vorzeigeprojekte sein und deutschlandweit zum Nachahmen ermuntern." Gestiftet wurde der Preis von der Grünenthal GmbH in Aachen. "Als Experte in der Schmerztherapie engagieren wir uns schon lange auch im Bereich der Palliativversorgung", so Rainer Henske, kommissarischer Geschäftsleiter Deutschland. "Mit dem Anerkennungs- und Förderpreis wollen wir schon geleistetes besonderes Engagement in der ambulanten Palliativversorgung anerkennen, aber gleichzeitig auch eine zukünftige Weiterführung fördern."

Der mit 10.000 EUR dotierte Preis wird jährlich ausgeschrieben. Anträge können im Jahr 2008 bis zum 30.6. an den Präsidenten der DGP eingereicht werden. Die Statuten des Förderpreises und weitere Informationen sind über die Website der DGP ( http://www.dgpalliativmedizin.de ) abrufbar. Die Preisverleihung wird anlässlich des 7. Kongresses der Gesellschaft vom 25. – 27. September in Wiesbaden stattfinden. Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt in der deutschsprachigen Fachpresse. Die Preisträger werden schriftlich informiert.

Über die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)

Die Palliativmedizin widmet sich der Behandlung und Begleitung von Patienten mit einer nicht heilbaren, progredienten und weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung. Die Palliativmedizin bejaht das Leben und sieht das Sterben als einen natürlichen Prozess. Sie lehnt aktive Sterbehilfe in jeder Form ab. Die im Juli 1994 gegründete Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP) hat nach ihrer Satzung die Aufgabe, Ärzte und andere Berufsgruppen zur gemeinsamen Arbeit am Aufbau und Fortschritt der Palliativmedizin zu vereinen und auf diesem Gebiet die bestmögliche Versorgung der Patienten zu fördern.


Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. vom 05.05.2008 (tB).

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