Picto_CISlesion_BLvsWL_copyright_ProfDirkZaak_S.jpgErste Meta-Analyse zur TURB mit Hexvix® zeigt signifikant reduzierte Progressionsraten beim nichtinvasiven Harnblasenkarzinom (NMIBC)

Leipzig (30. September 2016) – Die Ipsen Pharma GmbH freut sich bekanntzugeben, dass eine aktuelle Meta-Analyse von Gakis et al. eine signifikant geringere Progressionsrate des nicht-invasiven Harnblasenkarzinoms (NMIBC) nach der fluoreszenzassistierten TURB (Transurethrale Resektion der Blase) mit Hexaminolevulinat (HAL; Hexvix®) zeigen konnte.1 Bei der Diagnostik und Therapie des Harnblasenkarzinoms nimmt die Fluoreszenz-Zystoskopie mit Hexvix® mittlerweile eine immer wichtigere Rolle ein, da eine verbesserte, klinisch relevante Sensitivität und Spezifität dieser Methode in randomisierten Studien bewiesen wurde. Tatsächlich steigt beispielsweise die Detektionsrate von CIS (Carcinoma in situ)-Läsionen unter Fluoreszenz-Zystoskopie um bis zu 40% an.2,3,4 Die verbesserte Detektion führt zu einer Reduktion der Rezidivrate und ist bewiesen bei Patienten mit Ta, T1 und CIS.5

Mehrere bisherige Untersuchungen zeigen die Vorteile der TURB mit HAL in der erhöhten Detektions- und reduzierten Rezidivrate. Hingegen ergibt sich hinsichtlich des Einflusses der photodynamischen Diagnostik (PDD) mit Hexvix® auf die Progressionsrate kein eindeutiges Bild, da Progression bisher nicht als primärer Endpunkt in einer klinischen Studie untersucht wurde. Die aktuelle Meta-Analyse von Gakis et al. hatte daher zum Ziel, den Einfluss der PDD mit Hexvix® auf das Progressionsrisiko zu untersuchen.

Die Analyse schloss klinische NMIBC-Studien ein, die zwischen 2000 und 2016 publiziert wurden und über Progression nach HAL- und Weißlicht (WL)-basierter TURB berichtet hatten. Passende Studien wurden über die Datenbank PubMed sowie durch zusätzliche Online-Recherche ermittelt. Die Auswahl schloss nur englischsprachige Artikel und Originalarbeiten ein. Studien zur gleichen Kohorte, TURB mit 5-ALA, sowie Fallberichte wurden in die Meta-Analyse nicht eingebunden. Eine Analyse des Bias-Risikos zeigte außerdem, dass eine Verfälschung der Ergebnisse durch die Auswahl der Studien, die in die Meta-Analyse eingeschlossen wurden, unwahrscheinlich ist.

Der mittlere Follow-up-Zeitraum lag nach der HAL-TURB bei 27,6 und nach der WL-TURB bei 28,9 Monaten. Tatsächlich war die Progressionsrate nach der HAL-TURB im Vergleich signifikant geringer (mediane odds ratio HAL vs. WL 1,64, p = 0,01).

“Diese Meta-Analyse unterstützt die Annahme, dass die Detektion und Resektion des nichtinvasiven Harnblasenkarzinoms mit HAL-TURB das Risiko der Progression verringert”, betonte der Autor der Analyse, Prof. Dr. med. Georgios Gakis, Klinik für Urologie, Universitätsklinikum Tübingen, Deutschland.

Aufgrund der Ergebnisse kamen die Autoren zu dem Schluss, dass bei NMIBC-Patienten eine HAL-gestützte TURB durchgeführt werden sollte, um das Progressionsrisiko möglichst gering zu halten.


Über Hexvix

Hexvix® (Hexaminolevulinat, HAL) ist derzeit in Europa das einzige zugelassene Diagnostikum, das als Ergänzung zur Standard-Weißlicht-Zystoskopie zur Diagnose und Verlaufskontrolle von Blasenkrebs eingesetzt wird. Nach Instillation von Hexvix® in die Blase reichern sich Porphyrine selektiv in malignen Zellen an und machen Tumoren durch Fluoreszenz bei Beleuchtung mit Blaulicht sichtbar. Durch den Einsatz von Hexvix® können Läsionen besser erkannt und entfernt werden, wodurch das Rezidivrisiko verringert wird.


Über Ipsen

Ipsen ist ein weltweit agierendes Pharmaunternehmen mit Spezialprodukten. Der Gesamtumsatz im Jahr 2015 betrug mehr als 1,4 Milliarden Euro. Die Ipsen-Gruppe verkauft mehr als 20 Arzneimittel in über 115 Ländern und hat in mehr als 30 Ländern Niederlassungen. Ziel der Ipsen-Gruppe ist es, ein führender Anbieter zielgerichteter Therapien für bestimmte, stark beeinträchtigende Erkrankungen zu werden. Ihre Kompetenzfelder sind Onkologie, Neurologie und Endokrinologie (Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche). Das Engagement von Ipsen auf dem Gebiet der Onkologie wird an dem wachsenden Portfolio von Schlüsseltherapien deutlich, die die Behandlung von Patienten mit Prostatakrebs, Blasenkrebs, Nierenkrebs und neuroendokrinen Tumoren verbessern. Ipsen ist außerdem auch stark in der Primärversorgung vertreten. Darüber hinaus verfolgt die Ipsen-Gruppe eine aktive Politik der Partnerschaften. Der Fokus von Forschung und Entwicklung liegt auf innovativen und vielschichtigen technologischen Plattformen, Peptiden und Toxinen. Die Forschungsstätten liegen im Herzen der führenden Zentren für Biotechnologie und Biowissenschaften (Les Ulis/Paris-Saclay, Frankreich; Slough/Oxford, Großbritannien; Cambridge, USA). 2015 beliefen sich die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf fast 193 Millionen Euro. Die Ipsen-Gruppe beschäftigt weltweit mehr als 4.600 Mitarbeiter.


Quellen

  1. Gakis G. and Fahmy O., Systematic review and meta-analysis on the impact of hexaminolevulinate versus white-light guided transurethral bladder tumour resection on progression in non-muscle-invasive bladder cancer. Bladder Cancer 2 (2016) 293–300, DOI 10.3233/BLC-160060, IOS Press.
  2. O’Brien, T., et al., Prospective randomized trial of hexylaminolevulinate photodynamicassisted transurethral resection of bladder tumour (TURBT) plus single-shot intravesical mitomycin C vs conventional white-light TURBT plus mitomycin C in newly presenting nonmuscle-invasive bladder cancer. BJU Int, 2013. 112(8): p. 1096-104.
  3. Geavlete, B., et al., Treatment changes and long-term recurrence rates after hexaminolevulinate (HAL) fluorescence cystoscopy: does it really make a difference in patients with non-muscle-invasive bladder cancer (NMIBC)? BJU Int, 2012. 109(4): p. 549-56.
  4. Yang, L.P., Hexaminolevulinate Blue Light Cystoscopy: A Review of Its Use in the Diagnosis of Bladder Cancer. Molecular diagnosis & therapy, 2014. 18(1): p. 105-116.
  5. Burger M., et al., Photodynamic Diagnosis of Non-muscle-invasive Bladder Cancer with Hexaminolevulinate Cystoscopy: A Meta-analysis of Detection and Recurrence Based on Raw Data. Eu Urol. 2013. 64:846-54.

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Quelle: Ipsen Pharma, 30.09.2016 (tB).

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