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Erstes hessisches Fachteam Epilepsie und Arbeit gegründet

Bundesweites Modellprojekt: Durch Beratung Arbeitsplätze erhalten

 

Frankfurt am Main (25. Oktober 2011) – Das erste Fachteam Epilepsie und Arbeit für Hessen ist heute in Frankfurt am Main ins Leben gerufen worden. Das Team ist im Rahmen des „Netzwerks Epilepsie und Arbeit“, einem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales für drei Jahre finanzierten Modellprojekt, gegründet worden. Ziel ist die berufliche Integration epilepsiekranker Menschen. Zum Start des Fachteams Epilepsie und Arbeit kamen heute dessen Mitglieder zum gleichnamigen Workshop in der Landesgeschäftsstelle des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau (DWHN) zusammen.

 

Dem hessischen Fachteam gehören unter anderen Fachleute hessischer Epilepsieberatungsstellen der Diakonie, führende Neurologen aus Hessen, die auch im Beirat der Epilepsie-Stiftung sind (eine Unterstiftung der Stiftung Diakonie in Hessen und Nassau), eine Medizinerin des Regierungspräsidiums Darmstadt sowie Mitarbeiter aus der Integrationsberatung an. Die Koordination des hessischen Fachteams liegt bei Bernhard Brunst, Epilepsieberater des regionalen Diakonischen Werks Hochtaunus, dessen Träger das DWHN ist. Das hessische Fachteam arbeitet mit der Projektstelle „Netzwerk Epilepsie und Arbeit“ in München zusammen.

 

Ziel des bundesweiten Projekts „Netzwerk Epilepsie und Arbeit“ ist die Förderung regionaler Kooperationen, um epilepsiekranke Arbeitnehmer und deren Arbeitgeber beruflich optimal zu begleiten. Dazu werden bundesweit regionale Fachteams aufgebaut, die medizinische und sozialrechtliche Fragen in Bezug auf Epilepsie am Arbeitsplatz klären. Das bundesweite Projekt „Netzwerk Epilepsie und Arbeit“ wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie von der Inneren Mission München gefördert und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Um möglichst viele Menschen, die an Epilepsie erkrankt sind, erreichen zu können, sollen bis zum Jahr 2013 in jedem Bundesland regionale Fachteams aufgebaut werden.

 

„Für Menschen mit einer chronischen Epilepsieerkrankung ist es besonders schwer einen Arbeitsplatz zu finden. Die Arbeitslosenquote von Epilepsiebetroffenen gegenüber der Gesamtbevölkerung ist fast dreimal so hoch“, schildert Bernhard Brunst vom regionalen Diakonischen Werk Hochtaunus. „Dabei kann ein Großteil gefährdeter Arbeitsplätze erhalten werden, wenn eine qualifizierte Beratung gewährleistet ist“, so Brunst. Hier setzt das hessische Fachteam Epilepsie und Arbeit mit seiner Beratung an. Es dient als Verbindungsglied zwischen Therapeuten der Rehaeinrichtungen und Sozialarbeitern sowie zwischen Integrationsämtern und -fachdiensten der Landesregierungen und Epilepsieberatungsstellen. Allein in Hessen sind über 40.000 Menschen epilepsiekrank, es gibt hessenweit nur vier Epilepsie-Beratungsstellen.

 

Weitere Informationen gibt es bei Bernhard Brunst, Epilepsieberatung, Diakonisches Werk Hochtaunus, Heuchelheimer Straße 20, 61348 Bad Homburg, Tel: 06172-308803, Fax: 06172-308837, bernhard.brunst@diakonie-htk.de

 

 


Quelle: Diakonisches Werk in Hessen und Nassau, 25.10.2011 (tB).

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