Kirche

Telefonseelsorge Rosenbaum Harms 840pxHilfe für Menschen in Not

1,2 Millionen Anrufe bei der Telefonseelsorge

Berlin (24. Januar 2020) -- Die Telefonseelsorge verzeichnete im vergangenen Jahr über 1,2 Millionen Anrufe von Menschen in persönlichen Notlagen (2018: 1,3 Millionen Anrufe). So hat sich die Anzahl der Hilfegesuche per Chat 2019 gegenüber dem Vorjahr verdoppelt, auch nahm die Zahl der Mails zu.

Ethik

Wer würde einen Menschen opfern, um fünf zu retten? –
Weltweite Unterschiede in moralischen Entscheidungen

Berlin (22. Januar 2020) -- Die Bereitschaft, einen Menschen zu opfern, um mehrere zu retten, unterscheidet sich von Land zu Land. Das zeigt eine wissenschaftliche Studie mit 70.000 Teilnehmer*innen aus 42 Ländern, bei der ein Forscherteam rund um Iyad Rahwan, Direktor des Forschungsbereichs Mensch und Maschine am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, weltweite Gemeinsamkeiten und Unterschiede in moralischen Entscheidungen untersuchte. Die Ergebnisse der Studie sind im Journal PNAS erschienen.

Ein Gespräch mit Sozialforscher Marcel Schütz

Eine Ahnung davon bekommen, was uns Weihnachten bedeutet

Hamburg (23. Dezember 2019) -- Ein interessantes Interview mit Sozialforscher und NBS-Research Fellow Marcel Schütz, der die Bedeutung der Weihnachtsfeierlichkeiten und im Speziellen des Schenkens in der deutschen Gesellschaft beleuchtet. Dabei wird deutlich, dass hinter dem eifrigen Verteilen von Gaben nicht nur der Konsumwahn steckt, sondern eine weitaus wichtigere, zwischenmenschliche Bedeutung des Weihnachtsfestes.

Jahreslosung Bild Felger rdax 945x532 60 klAuslegung der Jahreslosung 2020

„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Markus 9,24

  • Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm

Hannover (1. Januar 2020) -- Es gibt Zeiten im Leben, in denen man an einer Schwelle steht und damit vor der Frage: Gehe ich durch diese Tür oder nicht? Es ist wie das Zögern beim ersten Sprung des Kindes vom Einmeterbrett im Schwimmbad. Traue ich mich zu springen oder nicht? Von außen betrachtet sagt man, es ist doch ganz einfach, es gibt nur ein „Ja oder Nein“. Entweder du springst oder du bleibst stehen. Aber so eindeutig sind die damit verbundenen Gedanken und Emotionen meist nicht. Natürlich gibt es Situationen, in denen man leicht, freudig und zuversichtlich entscheidet, die eindeutig sind. Zugleich gibt es Entscheidungen, die verbunden sind mit Zweifel, Angst, Verunsicherung.

Liberale Eltern geben ihre Religion immer weniger weiter

Wie Religion in Familien weitergegeben wird

Münster (2. Oktober 2019) -- Angesichts des Rückgangs der Religiosität in westlichen Gesellschaften untersuchen Soziologen des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der WWU in Europa und Kanada, wie und warum Religion in manchen Familien an die nachfolgende Generation weitergegeben wird und in anderen nicht. „Wir wissen, dass die Religiosität eines Menschen stark von seiner Erziehung abhängt. Wir wissen jedoch wenig darüber, wie genau Familien Werte, Normen und Deutungsmuster zwischen den Generationen weitergeben, was zur Weitergabe oder Nicht-Weitergabe beiträgt und wie sich dabei Religiosität verändert“, erläutern die Religionssoziologen Prof. Dr. Christel Gärtner und Dr. Olaf Müller vom Exzellenzcluster zum Projektstart.