Expertenstandard ErnaehrungsmanagementExpertenstandard „Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege“ des DNQP

Osnabrück (27. Mai 2010) – Seit Ende Mai ist die abschließende Veröffentlichung zum Expertenstandard „Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege“ verfügbar. Sie enthält neben dem Expertenstandard, den Kommentierungen zu den Standardkriterien, der Literaturstudie und dem standardspezifischen Audit-Instrument auch einen ausführlichen Bericht zu den Ergebnissen der modellhaften Implementierung.

Der vorliegende Expertenstandard beschreibt den pflegerischen Beitrag zum Ernährungsmana­ge­ment und zielt darauf ab, eine bedürfnisorientierte und bedarfsgerechte orale Ernährung von kranken und pflegeabhängigen Menschen zu sichern und zu fördern. Mit einer angemessenen Unterstützung bei der Aufnahme von Speisen und Getränken sowie der Gestaltung der Mahlzeiten ist zu gewährleisten, dass eine Mangelernährung verhindert oder bereits bestehenden Ernährungsdefi­­ziten begegnet wird.

Der Expertenstandard wurde 2007/2008 zusammen mit einer 14-köpfigen Experten-AG aus Pflegewissenschaft und -praxis sowie externen FachberaterInnen unter Leitung von Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik (Universität Witten/Herdecke) entwickelt, im Oktober 2008 mit einer breiten Fachöffentlichkeit konsentiert und in der ersten Jahrshälfte 2009 modellhaft implementiert. Beteiligt waren bundesweit 24 Gesundheits- und Pflege­einrichtungen: elf Einrichtungen der stationären Altenhilfe, neun Krankenhäuser und vier ambulante Pflegedienste.

Die Ergebnisse der modellhaften Implementierung belegen, dass der Expertenstandard in allen drei Einrichtungsarten zur Einführung empfohlen werden kann. Aus den Audit­messungen geht hervor, dass es in allen Einrichtungsarten möglich war, die Bewohner­Innen und PatientInnen mit einem Bedarf an Ernährungsmanagement sicher zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. So wurden beispielsweise in Einrichtungen der stationären Altenhilfe Essenszeiten flexibilisiert oder individuelle Ernährungsgewohnheiten verstärkt berücksichtigt und in ambulanten Pflegediensten der Schwerpunkt auf die Beratung von Patienten und ihren Angehörigen gelegt, um auch bei Abwesenheit von Pflegefachkräften ein dauerhaftes Ernährungsmanagement sicherzustellen.

Die Implementierungsergebnisse wurden auf dem 12. Netzwerk-Workshop im Februar 2010 in der Charité Universitätsmedizin Berlin vorgestellt und in Arbeitsgruppen erörtert. Sie liefern Einrichtungen, die den Expertenstandard einführen möchten, wertvolle Hinweise über die notwendigen Voraussetzungen und Vorgehensschritte.

Die vorliegende Veröffentlichung kann zu einem Preis von 24 € (versandkostenfrei) unter der nachfolgenden Adresse schriftlich angefordert werden. Das DNQP stellt auf seiner Homepage im Internet unter www.dnqp.de einen Auszug des Expertenstandards für den kostenlosen Download zur Verfügung – oder Downloadmöglichkeit weiter unten.

Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege an der Fachhochschule Osnabrück, Geschäftsstelle, Postfach 19 40, 49009 Osnabrück, Fax: (0541) 969-2971, E-Mail: dnqp@fh-osnabrueck.de

 

Download

Auszug Expertenstandard Ernährungsmanagement:
ExpertenstandardErnaehrungsmanagement.pdf ExpertenstandardErnaehrungsmanagement.pdf (275.21 KB)

AnlageLiteraturstudieErnaehrung.pdf AnlageLiteraturstudieErnaehrung.pdf (357.19 KB)
AuditErnaehrungsmanagement.pdf AuditErnaehrungsmanagement.pdf (82.60 KB)


Quelle: Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege an der Fachhochschule Osnabrück, 27.05.2010 (tB).

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung