Expertenstandard „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“

Abschließende Veröffentlichung des DNQP liegt vor

ChronWundenTitelOsnabrück (1. Juli 2009) – Seit Ende Juni ist die abschließende Veröffentlichung zum Expertenstandard „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“ verfügbar. Sie enthält neben dem Expertenstandard, den Kommentierungen zu den Standardkriterien, der Literaturstudie, dem standardspezifischen Audit-Instrument auch einen ausführlichen Bericht zu den Ergebnissen der modellhaften Implementierung.
Der Expertenstandard fokussiert konkret und praktikabel die Versorgung von Menschen mit Dekubitus, Diabetischem Fußsyndrom und gefäßbedingtem Ulcus cruris für alle Bereiche der pflegerischen Versorgung. Damit werden die drei häufigsten Wundarten aufgegriffen, mit denen Pflegefachkräfte in ihrer Praxis befasst sind.

Der Expertenstandard wurde von Anfang 2006 bis Ende 2007 zusammen mit einer vierzehnköpfigen Expertenarbeitsgruppe aus Pflegewissenschaft und -praxis unter Leitung von Professorin Eva-Maria Panfil (Fachhochschule Frankfurt) entwickelt, im Oktober 2007 mit einer breiten Fachöffentlichkeit konsentiert (682 angemeldete Teilnehmer) und in der ersten Jahrshälfte 2008 modellhaft implementiert.

Beteiligt waren bundesweit 26 Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen: sieben ambulante Pflegedienste, sechs Einrichtungen der Altenhilfe und 13 Krankenhäuser. Die Ergebnisse der modellhaften Implementierung belegen, dass der Expertenstandard in allen drei Einrichtungsarten praxistauglich ist. Aus den Auditmessungen geht hervor, dass insbesondere auch die innovativen Anteile des Standards – von der Förderung der Selbstmanagemantkompetenzen, der Beachtung der wund- und therapiebedingten Einschränkungen bis zur Einbindung einer pflegerischen Fachexpertin in die Versorgung – in hohem Maße umgesetzt werden konnten.

Werbung

Die Implementierungsergebnisse wurden auf dem 11. Netzwerk-Workshops im Februar 2009 in der Charité Universitätsmedizin in Berlin vorgestellt und in Arbeitsgruppen erörtert. Sie liefern Einrichtungen, die den Expertenstandard einführen möchten, wertvolle Hinweise über die notwendigen Voraussetzungen und Vorgehensschritte. Angesprochen ist dort auch das Problem der Standardeinführung bei einer nur geringen Anzahl betroffener Patienten oder Bewohner.

Die vorliegende Veröffentlichung kann zu einem Preis von 24,50 € (incl. Versand) unter der nachfolgenden Adresse schriftlich angefordert werden. Das DNQP stellt auf seiner Homepage im Internet unter www.dnqp.de einen Auszug des Expertenstandards für den kostenlosen Download zur Verfügung.

Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege an der Fachhochschule Osnabrück
Geschäftsstelle
Postfach 19 40
49009 Osnabrück
Fax: (0541) 969-2971
eMail: dnqp@fh-osnabrueck.de


Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) vom 01.07.2009 (tB).

MEDICAL NEWS

Perinatal patients, nurses explain how hospital pandemic policies failed them
Johns Hopkins Medicine expert creates comprehensive guide to new diabetes…
An amyloid link between Parkinson’s disease and melanoma
Ultrasensitive, rapid diagnostic detects Ebola earlier than gold standard test
Paranoia therapy app SlowMo helps people ‘slow down’ and manage…

SCHMERZ PAINCARE

Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern
Wenn Schmerzen nach einer OP chronisch werden
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2021 – ONLINE: Schmerzmediziner, Politiker und…
Deutscher Schmerz- und Palliativtag 2021 – ONLINE: COVID-19-Pandemie belastet Schmerzpatienten…

DIABETES

Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf
Risikofaktoren für einen schweren COVID-19-Verlauf bei Menschen mit Diabetes
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ meldet…
Typ-2-Diabetes: Vorteil mit Toujeo® in der Einstellphase – Geringeres Hypoglykämierisiko…
Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes gehören nicht zur Risikogruppe und…

ERNÄHRUNG

DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren
Gesundheitliche Auswirkungen des Salzkonsums bleiben unklar: Weder der Nutzen noch…

ONKOLOGIE

Cannabidiol gegen Hirntumore
Assistierte Selbsttötung bei Krebspatienten: Regelungsbedarf und Ermessensspielraum
Leberkrebs: Bei welchen Patienten wirkt die Immuntherapie?
Konferenzbericht vom virtuellen Münchener Fachpresse-Workshop Supportive Therapie in der Onkologie
Wie neuartige Erreger die Entstehung von Darmkrebs verursachen können

MULTIPLE SKLEROSE

Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Multiple Sklerose: Stellungnahme zu SARS CoV 2 Impfdaten…
Schwangere mit MS: Schadet Schubbehandlung dem Ungeborenen?
Multiple Sklerose: Ein Sprung sagt mehr, als viele Kreuzchen auf…
Multiple Sklerose: Salzkonsum reguliert Autoimmunerkrankung
Erste tierexperimentelle Daten zur mRNA-Impfung gegen Multiple Sklerose

PARKINSON

Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung
Neuer Bewegungsratgeber unterstützt Menschen mit M. Parkinson durch Yoga
Covid-19-Prävention: besondere Vorsicht bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit