Extremkostenbericht des InEK

Systematische Prüfung statistisch ermittelter Kostenausreißer des Datenjahres 2019

 

Siegburg (25. Mai 2021) — Der Gesetzgeber hat die Selbstverwaltungspartner auf Bundesebene (Deutsche Krankenhausgesellschaft, GKV-Spitzenverband, Verband der Privaten Krankenversicherung) mit §17b Abs. 10 Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) beauftragt, das InEK mit der systematischen Ermittlung und Analyse von Kostenausreißern zu betrauen. Zum 31. Dezember 2014 war damit erstmals ein sogenannter Extremkostenbericht (für das Datenjahr 2013) vorzulegen, in dem die Ermittlung und Analyse von Kostenausreißern aufgearbeitet wurde. Der vorliegende Extremkostenbericht stellt die Vorgehensweise zur Ermittlung und Analyse von Kostenausreißern sowie die Analyseergebnisse für das Datenjahr 2019 vor.

Die im Extremkostenbericht bislang etablierten Analysen wie beispielsweise ein intertemporaler Vergleich auf Leistungs- und Krankenhausgruppenebene, gesondert betrachtete Leistungsgruppen und Analysen in Verweildauergruppenfinden sich im vorliegenden Extremkostenbericht in unveränderter Weise wieder. Die Pflegepersonalkosten-Ausgliederung wurde erstmals für den Fallpauschalen-Katalog 2020 durchgeführt. Mit diesem Extremkostenbericht liegen Auswertungen für ein zweites Datenjahr nach der Pflegepersonalkosten-Ausgliederung vor. Ein Vergleich der Ergebnisse mit dem Vorjahr wird damit unter den üblichen Einschränkungen beim Vergleich zweier Extremkostenberichte wieder möglich.

Durch einen frühzeitigen Beginn der Nachfragen und eine damit korrespondierende Priorisierung im Kommunikationsprozess konnte das Augenmerk gleich zu Beginn der Kalkulationsphase auf die auffälligsten Fälle gelenkt werden. Dennoch entstand im InEK und insbesondere bei den Krankenhäusern eine erhebliche zusätzliche Belastung nahe der Zumutbarkeitsgrenze in der ohnehin arbeitsreichen Kalkulationsphase. Die Nachfragen zu den Extremkostenfällen fielen zu einem großen Teil während der Kalkulationsphase an und lagen damit auch in der ersten Welle der Corona-Pandemie. Die Corona-Pandemie zeigte entsprechend auch Auswirkungen in der Bereitstellung von Informationen zum Extremkostenbericht von den betroffenen Krankenhäusern. Dass trotz der Corona-bedingten Zusatzbelastungen ein im Ergebnis umfassender Einblick in die Datenlage der Kostenausreißer gelungen ist, ist der engagierten Unterstützung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kalkulations-krankenhäuser zu verdanken, die in detaillierter Art und Weise wesentliche Beiträge für die Analyse der Kostenausreißer geliefert haben. Dieser Extremkostenbericht ist daher mit einem besonders herzlichen Dank an die Kalkulationskrankenhäuser für die Teilnahme an der Kalkulation sowie das Engagement und die Geduld bei der Beantwortung der zahlreichen Nachfragen zur Kalkulation und zur Bearbeitung der Kostenausreißer verbunden.

 

 

Download

 


Quelle: InEK GmbH – Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus, 25.05.2021 (tB).

Schlagwörter: ,

MEDICAL NEWS

Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19
New meta-analysis finds cannabis may be linked to development of…
New guidance on how to diagnosis and manage osteoporosis in…
Starting the day off with chocolate could have unexpected benefits
Better mental health supports for nurses needed, study finds

SCHMERZ PAINCARE

Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…
Jedes vierte Kind wünscht bessere Schmerzbehandlung
Lebensqualität von Patienten in der dauerhaften Schmerztherapie mit Opioiden verbessern

DIABETES

Bundestag berät über DMP Adipositas: DDG begrüßt dies als Teil…
Mit der Smartwatch Insulinbildung steuern
Verbände fordern bessere Ausbildung und Honorierung von Pflegekräften für Menschen…
Minimalinvasive Geräte warnen ungenügend vor Unterzuckerung
Typ-1-Diabetes und Hashimoto-Thyreoiditis treten häufig gemeinsam auf

ERNÄHRUNG

Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen
Corona-Erkrankung: Fehl- und Mangelernährung sind unterschätze Risikofaktoren

ONKOLOGIE

Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver
Positive Ergebnisse beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom: Phase-III-Studie zur Radioligandentherapie mit 177Lu-PSMA-617
Lymphom-News vom EHA2021 Virtual. Alle Berichte sind nun online verfügbar!
Deutsch-dänisches Interreg-Projekt: Grenzübergreifende Fortbildungskurse in der onkologischen Pflege
Sotorasib: Neues Medikament macht Lungenkrebs-Patienten Hoffnung

MULTIPLE SKLEROSE

NMOSD-Erkrankungen: Zulassung von Satralizumab zur Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen
Verzögerte Verfügbarkeit von Ofatumumab (Kesimpta®)
Neuer Biomarker bei Multipler Sklerose ermöglicht frühe Risikoeinschätzung und gezielte…
Multiple Sklerose beginnt oft lange vor der Diagnose
Goldstandard für Versorgung bei Multipler Sklerose

PARKINSON

Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…
Gemeinsam gegen Parkinson: bessere Therapie durch multidisziplinäre Versorgung