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Faire Vergleiche bei Arthroskopien am Kniegelenk durch Krankenkassendaten

Wie gut war die Knie-OP?

Göttingen (22. August 2016) – Das AQUA-Institut entwickelte im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses ein sektorenübergreifendes Verfahren, mit dem die Behandlungs­qualität von Arthroskopien am Kniegelenk besser beurteilt werden kann. Mithilfe der sog. Risikoadjustierung fließt eine Reihe von Faktoren in die Qualitätsbeurteilung mit ein, die auf das Behandlungsergebnis Einfluss nehmen können. Dies sind neben Alter und Geschlecht unter anderem Vor- bzw. Begleiterkrankungen oder der Schweregrad des Eingriffs. Damit lassen sich bessere und insbesondere gerechtere Qualitätsvergleiche zwischen den Operateuren herstellen. Der Bericht wurde auf der Internetseite des AQUA-Instituts veröffentlicht.

Die Arthroskopie des Kniegelenks ist ein minimal-invasiver chirurgischer Eingriff, bei dem der Gelenkinnenraum mit einer Kamera und zusätzlichen Instrumenten untersucht und behandelt wird. In Deutschland werden pro Jahr rund 425.000 Arthroskopien am Knie­gelenk durchgeführt, etwa 390.000 aufgrund von Verschleißerscheinungen (degenerativ) und circa 35.000 Eingriffe die auf spontane Kreuzbandverletzungen, wie beispielweise auf einen Unfall, zurückgehen. Etwa zwei Drittel der Eingriffe werden in einem Krankenhaus durchgeführt und rund ein Drittel in den Praxisräumen eines Facharztes.

Das jetzt von AQUA vorgestellte Verfahren, mit dem unterschiedliche Einflussfaktoren berücksichtigt werden, kann bei allen Kniearthroskopien eingesetzt werden, unabhängig davon, ob die Operation im Krankenhaus oder bei einem niedergelassenen Arzt erfolgt. Die dazu benötigten Daten stammen ausschließlich von den Krankenkassen (sog. Sozialdaten), sodass kein weiterer Dokumentationsaufwand für die behandelnden Ärzte entsteht.

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Über die weitere Umsetzung dieses Verfahrens entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss.


Quelle: AQUA – Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH, 22.08.2016 (tB).

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