ferinject®

Eisenmangel – die große Unbekannte?

 

Mönchengladbach (10. Dezember 2014) – Wer sich rascher Ermüdbarkeit, Schwindel oder gelegentlichem Herzrasen ausgesetzt sieht, wird nicht immer gleich den Arzt zur Abklärung aufsuchen. Das ist typisch für Beschwerden, die durchaus als gesundheitliche Beeinträchtigung, aber nicht als alarmierend empfunden werden. Genau dies trifft für die Symptome des Eisenmangels und der Eisenmangelanämie zu.1 Die Diagnose lässt sich mit den geeigneten Laborparametern relativ rasch und ohne großen Aufwand stellen. Der nächste Schritt ist dann – neben der Therapie der Grunderkrankung – die Beseitigung des Eisenmangels bzw. der Anämie. Das Ziel, mittels oraler Therapie den Eisengesamtbedarf rasch und nachhaltig zu decken, ist beispielsweise für Patienten mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung kaum erreichbar.1,2 Dann sollte sich die Behandlung an einer effektiven i.v.-Eisentherapie – z.B. mit ferinject® – orientieren.


Was vielfach zu wenig im Bewusstsein ist: Das Eisendefizit ist die häufigste Mangelerkrankung des Menschen und mit großem Abstand die wichtigste Ursache der Anämie.1 Auch wenn der Gesamteisengehalt des menschlichen Körpers nur etwa 3,5 g beträgt, kann sich ein Mangel mit einer Einschränkung der Lebensqualität und der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit bemerkbar machen. Die Symptome umfassen nicht nur chronische Müdigkeit und Abgeschlagenheit; sie können sich unter anderem auch in depressiver Verstimmung, unruhigen Beinen oder rasch ermüdbarer Muskulatur sowie Atemnot bei Belastung äußern.3 Ausprägung und Bandbreite der Beschwerden sind groß; entsprechend schwierig kann es sich auch bei sorgfältiger Anamnese gestalten, den Eisenmangel bzw. die Eisenmangelanämie sofort als Ursache ins Kalkül zu ziehen.

 

 

Eisenmangel – ein häufiges Problem nicht nur bei Frauen

 

Eisenmangel ist definiert als Verminderung des Gesamtkörpereisens. Eine Eisenmangelanämie liegt vor, wenn die Hämoglobinkonzentration als Folge unter den alters-, bzw. geschlechtsspezifischen Normwert absinkt. Dieser beträgt gemäß WHO 12 g/dl für Frauen und 13 g/dl für Männer.1 Bei Frauen spielt der menstruationsbedingte Eisenverlust die größte Rolle. Unter physiologischen Bedingungen verliert eine Frau dadurch monatlich etwa 25 mg Eisen.1 Auch eine Schwangerschaft kann den Eisenhaushalt empfindlich stören, werden doch für die Schwangerschaft zusätzlich etwa 1.000 mg Eisen benötigt.1 Zu den Risikogruppen für eine Eisenmangelanämie zählen außerdem Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Krebs, Niereninsuffizienz, chronischer Herzinsuffizienz, Leistungssportler sowie Frauen mit starker Menstruation.1

 

Gibt es Anzeichen für einen Eisenmangel, wird eine entsprechende Labordiagnostik notwendig. Als Basis zur Beurteilung des Eisenhaushalts können vier wichtige Laborparameter dienen: Hämoglobin (Hb), Serum-Ferritin, Transferrinsättigung (TSAT) und C-reaktives Protein (CRP). Dem Eisenmangel lässt sich gut durch Serum-Ferritin und Transferrinsättigung auf die Spur kommen. Zusätzlich empfiehlt es sich, das C-reaktive Protein (CRP) mit zu bestimmen, um Entzündungsprozesse im Körper wie beispielsweise bei einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung zu erfassen. Diese können zu normalen oder erhöhten Serum-Ferritin-Werten (Akutphase-Protein) führen und so einen möglichen Eisenmangel maskieren; in diesem Fall ermöglicht die Bestimmung der TSAT eine bessere Orientierung.1

 

 

Eisengesamtbedarf von mehr als 1.000 mg bei anämischen Patienten keine Seltenheit

 

Die Behandlung eines Eisenmangels bzw. der Eisenmangelanämie konzentriert sich auf die Behandlung der ursächlichen Erkrankung und das Auffüllen des Eisendefizits. Dazu stehen orale und parenterale Therapien zur Verfügung. Den Eisenhaushalt allein durch Nahrungsaufnahme wieder auszugleichen, ist oft problematisch, da die Fähigkeit des Magen-Darm-Traktes, Eisen zu resorbieren, limitiert ist.1 Im Vordergrund der Therapie steht, die Symptome der Patienten zu lindern bzw. zu beseitigen und das Gesamtkörpereisen nachhaltig auf normalem Niveau zu stabilisieren. In der Regel ist dafür bei einer Eisenmangelanämie ein mittlerer Eisengesamtbedarf von 1.000 mg oder mehr erforderlich.4,5 Dieser ist nur in seltenen Fällen durch eine orale Therapie in einem medizinisch vertretbaren Zeitraum zu decken. Hinderungsgründe stellen beispielsweise Unverträglichkeiten, Adhärenzprobleme oder Resorptionsstörungen dar.1 Sind die Voraussetzungen für eine i.v.-Eisengabe erfüllt, stellt Eisencarboxymaltose-Komplex (ferinject®) eine gute Therapieoption dar. Ferinject® bietet – aufgrund der Komplexstabilität – die Möglichkeit einer i.v. Gabe von bis zu 1.000 mg Initialdosis über mindestens 15 Minuten und damit einen Ansatz, schnell den Eisengesamtbedarf in 1 bis 2 Infusionen häufig komplett zu decken – und dies bei guter Verträglichkeit.6,7

 

 

Referenzen 

  1. Hastka J et al. Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO). 2011; www.dgho-onkopedia.de/de/onkopedia/leitlinien/eisenmangel-und-eisenmangelanaemie
  2. Stein, J. et al. Nat. Rev. Gastroenterol. Hepatol. advance online publication 5 October 2010; doi:10.1038/nrgastro.2010.151
  3. Stein J. Management of iron deficiency anemia in inflammatory bowel disease – a practical approach Annals of Gastroenterology 2013; 26: 104-113
  4. Evstatiev R et al. GASTROENTEROLOGY 2011;141:846–853
  5. Van Wyck DB et al. Transfusion 2009;49(12):2719–2728
  6. Fachinformation ferinject® in der jeweils gültigen Fassung
  7. Ponikowski P et al. European Heart Journal 2014; DOI:10.1093/eurheartj/ehu385

 


Quelle: Vifor Pharma, Media Information API@Media 2014 „Die Facetten der Eisenmangelanämie – praktische Aspekte zu Diagnostik und Therapie“, 10.12.2014 (tB).

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