Frauenberuf 'Pflege'Frauenberuf „Pflege“ in Deutschland Stiefkind von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

 

Berlin (7. März 2011) – Anlässlich des morgigen 100. Internationalen Tags der Frauen wurde heute eine weltweit unter 3.400 Beschäftigten durchgeführte Arbeitsplatz-Umfrage vorgestellt (Accenture). Das Ergebnis: In Deutschland sagen deutlich mehr Frauen als Männer, sie seien zufrieden mit ihrem Arbeitsplatz und der Karrierestufe, die sie erreicht haben. „Pflegefachkräfte sind dabei wohl nicht befragt worden, die Antworten wären völlig anders ausgefallen“, sagt Johanna Knüppel, Referentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK).

 

Aktuelle Umfragen in allen Bereichen des deutschen Gesundheitswesens zeigten die immer schlechteren Arbeitsbedingungen für Pflegende samt daraus resultierenden Risiken für Patienten und Mitarbeiterinnen. Der Pflegefachkräftemangel komme schließlich nicht von ungefähr. Die enormen Leistungen der in Pflegeberufen Tätigen seien immer noch wenig anerkannt. „Für die Pflege gilt leider wie für viele andere Frauenberufe trotz 100 Jahren Weltfrauentag: sie ist niedrig entlohnt, muss unattraktive Arbeitszeiten abdecken,  kämpft mit hohen physischen und psychischen Belastungen, unterliegt konjunkturabhängigen Ausbildungsstrukturen und bietet wenig Aufstiegschancen“ so Knüppel weiter. Verantwortliche in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft brächten zwar gern in Sonntagsreden ihre hohe Wertschätzung für die Versorgung hilfebedürftiger Menschen zum Ausdruck, dementsprechende Taten folgten allerdings selten.

 

In Deutschland liegt der Anteil von Frauen in pflegerischen Berufen seit Jahren kontinuierlich bei etwa 85 %. Bei Führungspositionen fallen die Frauen dann allerdings zurück, die wenigen Aufstiegsmöglichkeiten nutzen vor allem Männer und sind im Ergebnis in Leitungsfunktionen überproportional stark vertreten. Grund dafür ist in erster Linie die nach wie vor traditionelle Rollenverteilung in den Familien, die Frauen die Hauptlast bei Kinderbetreuung und Versorgung pflegebedürftiger Angehöriger überlässt. Die damit verknüpften Ausfallzeiten und geringere zeitliche Flexibilität wirken sich unmittelbar auf das berufliche Fortkommen und die Vergütung aus.

 


 

Quelle: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK), 07.03.2011 (tB).

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