Früher Einstieg in die Therapie und vermindertes Hypoglykämierisiko mit Insulin glargin sind Wegbereiter für eine erfolgreiche Insulintherapie. Seit über 14 Jahren ist Insulin glargin (Lantus®) ein wichtiger Begleiter von bereits acht Millionen Menschen mit Diabetes weltweit, wurde in mehr als 1.500 Publikationen bedacht und ist das am meisten verordnete Basalinsulin“, so Prof. Hellmut Mehnert, München.1,2 Die Vorzüge der Insulintherapie mit Insulin glargin zeigen sich dabei sowohl für die Therapie der Menschen mit Typ-1 als auch mit Typ-2-Diabetes. Photo: Tom MillerDiabetes

Früher Einstieg in die Therapie und vermindertes Hypoglykämierisiko mit Insulin glargin sind Wegbereiter für eine erfolgreiche Insulintherapie

 

Frankfurt-Sulzbach (4. November 2014) – „Seit über 14 Jahren ist Insulin glargin (Lantus®) ein wichtiger Begleiter von bereits acht Millionen Menschen mit Diabetes weltweit, wurde in mehr als 1.500 Publikationen bedacht und ist das am meisten verordnete Basalinsulin“, so Prof. Hellmut Mehnert, München.1,2 Die Vorzüge der Insulintherapie mit Insulin glargin zeigen sich dabei sowohl für die Therapie der Menschen mit Typ-1 als auch mit Typ-2-Diabetes.

 

 

Typ-1-Diabetes: Flaches Wirkprofil glättet Glukosespiegel

 

„Bei Menschen mit Typ-1-Diabetes sind häufig starke Blutzuckerschwankungen zu beobachten“, so Prof. Dr. Geremia Bolli, Perugia, Italien. „Mit Insulin glargin als Basalinsulin können wir den Glukosespiegel stabilisieren“, erklärte er: „Es wirkt gleichmäßig über 24 Stunden und hat ein flaches Wirkprofil, das der physiologischen Basalsekretion nahekommt. Damit trägt es zu einem niedrigen Nüchtern- und präpandialen Blutzuckerspiegel bei, ohne das Hypoglykämierisiko zu steigern.“ So kann die Rate an Unterzuckerungen unter Insulin glargin im Vergleich zur „NPH-Insulin-Ära“ deutlich gesenkt werden.

 

 

Maßgeschneiderte Insulintherapie für Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes

 

Die Vorteile der analogen Basalinsuline, unter denen Insulin glargin als ein Therapiestandard gilt, fasste Mehnert in einem eigenen Positionspapier zusammen: Für Insulin glargin sprechen vor allem die Langzeitstudien und dessen Wirtschaftlichkeit.1 Dazu kommen die Vorteile in der praktischen Anwendung: „Insulin glargin wirkt maßgeschneidert über 24 Stunden“, erklärte Mehnert. „Der Zeitpunkt im Tagesverlauf ist dem Patienten überlassen, so lange er jeden Tag etwa gleich bleibt.“ 1, 2

 

 

Neue Daten aus der ORIGIN-Studie3

 

In die ORIGIN-Studie (n = 12.537) wurden mehrheitlich Patienten mit Typ-2-Diabetes in einem frühen Stadium behandelt. Bei einer Minderheit unter den Studienteilnehmern bestand ein Prädiabetes (gestörte Glukosetoleranz, gestörte Nüchternglukose). Die Patienten, die alle ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko hatten, erhielten im Schnitt 6,2 Jahre lang entweder nur die übliche Standardtherapie oder eine zusätzliche Behandlung mit Insulin glargin. Über die Jahre hinweg konnte mit Insulin glargin eine gute Blutzuckereinstellung erzielt werden. Sie kam praktisch einer Normoglykämie gleich. Bereits nach einer zweijährigen Therapie mit Insulin glargin konnte die gegebene Dosis mit 0,4 Einheiten stabil gehalten werden. „Bei dieser Dosis ist die Gewichtszunahme gering und außerdem das Hypoglykämierisiko sehr niedrig“, betonte Prof. Dr. Markolf Hanefeld, Dresden. Hinsichtlich mikrovaskulärer Ereignisse zeigte sich in einer kürzlich publizierten Auswertung ein deutlicher Benefit für Patienten unter Insulin glargin, bei denen der Ausgangs-HbA1c-Wert ≥ 6,4 Prozent lag: „In dieser Subgruppe gab es unter Insulin glargin im Vergleich zur Standardtherapie 10 Prozent weniger mikrovaskuläre Komplikationen“, so Hanefeld. „Die frühe und konsequente Insulintherapie hat sich gelohnt.“4 Schwere Hypoglykämien kamen in beiden Therapiegruppen von ORIGIN selten vor (1,0 vs. 0,3 Ereignisse pro Patientenjahr), und wenn, dann wurden sie von den Glargin-Patienten im Allgemeinen besser toleriert.

 

 

Hypoglykämien und Therapieabbrüche vermeiden

 

Nicht nur wegen der Gefahr kardiovaskulärer Komplikationen sollten Hypoglykämien vermieden werden, ergänzte Dr. Milan Novakovic, Frankfurt/Main: „Hypoglykämien belasten Menschen mit Diabetes in ihrem Alltag schwer. Aus Angst vor Hypoglykämien zögern Ärzte und Patienten oft, höhere Therapieziele festzulegen.“ Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist der Einsatz eines Basalinsulins mit möglichst geringem Hypoglykämierisiko. „Eine zusätzliche Unterstützung und Schulung der Menschen mit Diabetes und der Ärzte von Anfang an wird zudem immer wichtiger“, schloß Mehnert.

 

 

Quellen 

  1. 1 Mehnert H, Diab Stoffw Herz 2014; (23)4: 223 – 225
  2. 2 Fachinformation Insulin glargin (Lantus®)
  3. 3 Gerstein HC et al, NEJM 2012; 367(4): 319 – 328
  4. 4 Gilbert RE et al, Diabetologia 2014; 57(7):1325 – 1331
  5. 5 Mellbin LG et al, Eur Heart J 2013; 34(40): 3137 – 3144

Über Sanofi in Deutschland, der Schweiz und Österreich

 

Sanofi ist ein weltweit führender, integrierter Gesundheitskonzern, der, ausgerichtet auf dies Bedürfnisse der Menschen, therapeutische Lösungen erforscht, entwickelt und vermarktet. In der länderübergreifenden Organisation Deutschland-Schweiz-Österreich hat Sanofi das Marketing und den Vertrieb der drei Landesgesellschaften vereint. In allen drei Märkten gehört Sanofi zu den führenden Anbietern von Arzneimitteln und Gesundheitslösungen. Sanofi legt im Gesundheitsbereich seine Schwerpunkte auf sieben Wachstumsplattformen: Lösungen bei Diabetes, Impfstoffe, innovative Medikamente, frei verkäufliche Gesundheitsprodukte, Schwellenmärkte, Tiergesundheit und Genzyme. Die Aktien von Sanofi werden an den Börsen von Paris (EURONEXT: SAN) und New York (NYSE: SNY) gehandelt.

 


Quelle: Pressekonferenzder Firma Sanofi zum Thema „Insulintherapie mit Insulin glargin – ein internationales Update“ am 04.11.2014 in Frankfurt-Sulzbach (Taunus) (tB).

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