Früher Insulineinstieg, effektive Blutzuckerkontrolle, zuverlässige Sicherheitsdaten

Therapiekonzepte mit Lantus unter Praxisbedingungen bestätigt

 

Frankfurt am Main (6. Dezember 2013) – Therapieempfehlungen, die auf Ergebnissen randomisierter Studien beruhen, sollten sich in der Praxis bewähren. „Das weltweit erste langwirksame und meist untersuchte Basalinsulin Lantus® (Insulin glargin) hat in 13 Jahren Anwendung in Klinik und Praxis die Diabetestherapie revolutioniert. Aktuelle Daten zeigen, dass der Stellenwert von Insulin glargin unverändert hoch ist und Patienten tagtäglich von der Therapie mit Insulin glargin profitieren“, so Prof. Bretzel, Gießen.

 

 

Insulin glargin im Praxistest: Patienten profitieren unter real-life-Bedingungen

 

In der RESOLUTE-Studie1 wurden 511 Typ 2-Diabetikern, die mit oralen Antidiabetika (OAD) und ein- bis zweimal täglich Insulindetemir nicht gut kontrolliert waren, auf einmal täglich Insulin glargin plus OAD umgestellt. Mit Insulin glargin wurde der HbA1c-Wert als primäres Studienziel in sechs Monaten von 8,4 % auf 7,3 % gesenkt (p < 0,0001). Auch bei sekundären Endpunkten wie dem Nüchternblutzuckerwert zeigte Insulin glargin deutliche Vorteile. „Den meisten Nutzen haben die Patienten, die zuvor zweimal täglich Insulindetemir appliziert hatten“, betonte Prof. Bretzel.

 

Von einem frühzeitigen Therapieeinstieg mit Insulin glargin profitierten die Patienten in der EARLYStudie2: Patienten in einer frühen Phase des Typ-2-Diabetes, die bisher Metformin erhalten hatten und damit unzureichend eingestellt waren, erhielten einmal täglich Insulin glargin. Im Rahmen der Basalunterstützten oralen Therapie (BOT) sank der HbA1c-Wert in sechs Monaten signifikant durchschnittlich von 8,7 % auf 7,4 %. Der Nüchternblutzuckerwert wurde von durchschnittlich 182 mg/dl auf 130,5 mg/dl reduziert. Zu beobachten war zudem eine signifikante Gewichtsabnahme um ein Kilogramm und eine niedrige Rate an symptomatischen, nächtlichen und schweren Hypoglykämien.

 

Die ORIGIN-Studie3 bestätigte eindrucksvoll die Sicherheit von Insulin glargin: Bei mehr als 12.500 Teilnehmern wurde gezeigt, dass Insulin glargin versus Standardtherapie über sieben Jahre weder das kardiovaskuläre noch das Krebs-Risiko erhöht. Inzwischen wurde die Subgruppe der Patienten ausgewertet, die von Anfang an einen Typ 2-Diabetes hatten. Ihr HbA1c-Wert sank von durchschnittlich 6,6 % auf 6,3 %, während der HbA1c-Wert in der Kontrollgruppe bei 6,6 % konstant blieb.

 

 

Einstieg in die Insulintherapie: flexibel starten mit „bot leben“

 

Den Start in eine Insulintherapie noch weiter erleichtern soll das neue Schulungsprogramm der Initiative “bot leben“. Das BOT-Schulungsprogramm besteht aus vier je einstündigen Modulen, ist sektorübergreifend einsetzbar und in der Reihenfolge der Module flexibel. Ziel ist neben der Vermittlung der praktischen Grundfertigkeiten, den Patienten emotional abzuholen und sein Selbstbewusstsein zu stärken, so Dr. Kress, Landau. Am Ende der Schulung erhalten die Teilnehmer einen Insulinführerschein. Die BOTVAL-Studie soll zur Zertifizierung des Programms führen und einer Erstattung dieser Diabetes-Schulung den Weg bereiten.

 

 

Postprandiale Kontrolle: Individualisierte Therapie mit BOTplus

 

Um Blutzuckerspitzen nach dem Essen zu vermeiden, wird Insulin glargin häufig durch die Gabe von Apidra® (Insulinglulisin) zu einer Mahlzeit (basal-unterstützte orale Therapie plus, BOTplus) ergänzt. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Patient Insulinglulisin immer zum Frühstück oder immer zur Hauptmahlzeit einplant.5 „Das ermöglicht eine individualisierte Therapie je nach Lebensrhythmus“, so Prof. Hanefeld, Dresden. „Zusätzliche Vorteile ergeben sich bei der Insulinglulisin-Gabe durch ein minimales Hypoglykämierisiko, einem positiven Effekt auf die Lebensqualität und das psychische Befinden“, schloss Hanefeld.

 

 

Quellen 

  1. Lieverse L et al., Diabetologia 2012; 55 (Suppl. 1): S389, Abstract 947
  2. Hahnefeld et al., Diabetes Stoffw Herz 2012; 21: 91 – 97
  3. The ORIGIN Trial Investigators, Diabetes Care 2013, published online May 8, 2013
  4. Aschner P et al., Lancet 2012; 379: 2262 – 2269
  5. Lankisch MR et al., Diabetes Obes Metab 2008; 10:1178 – 85.

 


 

Quelle: Pressekonferenz der Firma Sanofi-Aventis zum Thema  “Bewährte Therapieoptionen und neue Erkenntnisse: Die Highlights des Diabetesmanagements 2013”, 06. Dezember 2013, Berlin (tB).

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