Komplettpaket zur Osteoporose-Therapie

Für mehr Knochenpower

 

Berlin (29. April 2008) – Die erste Kombinationspackung für eine DVO-leitliniengerechte medikamentöse Therapie der postmenopausalen Osteoporose mit Risedronat sowie Calcium und Vitamin D (Actonel® plus Calcium D) erleichtert den Patienten die Ein­nahme der Medikation wesentlich und trägt so zu einer verbesserten Compliance bei (1,2). Jetzt steht dem behandelnden Arzt (Osteologen) zusätzlich ein Servicepaket zur Verfügung, mit dem er Patienten über die Erkrankung, eine knochengesunde Ernährung und die Bedeutung von Bewegung bei der Therapie der Osteoporose informieren und motivieren kann. Dieses von Procter & Gamble Pharmaceuticals in Zusammenarbeit mit Experten entwickelte Komplettpaket wurde auf dem Klinikworkshop „Dreifach stark bei Osteoporose – für mehr Knochenpower!“ vorgestellt, der am 29. April 2008 im Immanuel-Krankenhaus der Rheumaklinik Berlin-Wannsee stattfand.

Aktiv gegen Osteoporose Photo: Procter & Gamble

 

Etwa acht Millionen Menschen in Deutschland sind an Osteoporose erkrankt, etwa jede dritte postmenopausale Frau ist betroffen. Alle dreieinhalb Minuten erleidet eine Frau im Alter zwischen 50 und 79 Jahren einen Wirbelkörperbruch (3,4). Dabei sind Frakturen besonders für betagte Patienten nicht nur mit Schmerzen verbunden, sondern die durch einen Knochenbruch hervorgerufene Bewegungseinschränkung kann den Verlust der Selbstständigkeit bedeuten und in eine Pflegebedürftigkeit münden. Umso wichtiger ist für Betroffene eine optimierte medikamentöse Therapie, die für Patienten einfach einzuhalten ist.

Komplettpaket motiviert Patienten
Ärzte können die Compliance ihrer Patienten jetzt mit einem Komplettpaket rund um die Osteoporosetherapie unterstützen. Patienten können dieses in der Praxis von Osteologen anfragen. Diese von Procter & Gamble Pharmaceuticals, Schwalbach, in Zusammenarbeit mit Experten erstellten Aktionsmaterialien enthalten:
Eine Broschüre mit dem Titel „Osteoporose geht uns alle an“, die den Patienten ausführlich über sein Krankheitsbild informiert.
Ein Gymnastik-Poster und eine CD sollen den Patienten zu mehr Bewegung animieren. Dazu wird ein einfaches Trainingsprogramm auf dem Poster leicht verständlich dargestellt, auf der CD finden sich Anweisungen und die passende Musik zum Mitmachen.
In der Broschüre „Gesunde Küche für starke Knochen“ sind die Grundlagen einer knochenfreundlichen Ernährung nachzulesen; appetitlich bebilderte Rezepte laden zum Nachkochen ein. Ergänzend hilft eine Calcium-Drehscheibe, die Lebensmittel zu vergleichen und Mahlzeiten mit einem möglichst hohen Calciumgehalt zusammen­zustellen.

Erfolgsfaktoren der medikamentösen Therapie
Dr. Jutta Semler, Berlin-Wannsee, erklärte, dass der Dachverband Osteologie e.V. (DVO) in seinen aktuellen Leitlinien zur Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose empfiehlt, bei einem Frakturrisiko von über 30 Prozent in den nächsten zehn Jahren eine spezifische medikamentöse Therapie einzuleiten (5). Bei Patientinnen mit postmenopausaler Osteoporose stehen für die medikamentöse Therapie gemäß den DVO-Leitlinien moderne Bisphosphonate wie Risedronat, Alendronat oder Ibandronat neben Raloxifen, Strontium­ranelat, Teriparatid und zwei injizierbaren Parathormonpräparaten im Vordergrund.

Bei schlechter Calcium- und Vitamin D-Versorgung verringert sich jedoch die Wirksamkeit der spezifischen Osteoporosetherapie (6). Entsprechend war in allen wichtigen Studien mit Bisphosphonaten, die eine Reduktion von Frakturen zeigten, sichergestellt, dass die Patienten ausreichend Calcium und Vitamin D erhielten (6-12). Für einen maximalen Nutzen sollten deshalb Osteoporosepatienten als Ergänzung zu ihrer Therapie sowohl Calcium als auch Vitamin D zu sich nehmen, so Semler weiter.

Trotzdem zeigen aktuelle Daten und die Praxis laut Dr. Christian Günther, Bad Füssing, dass die gemeinsame Verschreibung von Bisphosphonaten und Calcium/Vitamin D sowie die zuverlässige und korrekte Einnahme der Ergänzungsmedikation suboptimal sind (6,13).

Arzneimittelkombination für leitliniengerechte Versorgung
Um eine leitliniengerechte medikamentöse Versorgung bei postmenopausalen Osteopo­rosepatientinnen zu gewährleisten und die Einnahme der Medikation zu erleichtern, gibt es seit Anfang Oktober 2007 die neue Arzneimittelkombination Actonel® plus Calcium D. Sie enthält neben einer Filmtablette mit 35 mg Risedronat (einmal/Woche) zusätzlich sechs Beutel mit einem Brausegranulat, bestehend aus 1000 mg Calcium sowie 880 I.E. Vitamin D3 (einmal/Tag).

Damit ist Actonel® plus Calcium D die erste und bisher einzige Osteoporosemedikation, die alle medikamentösen Komponenten für einen optimalen Schutz gegen Frakturen in einer Packung vereint. Das Präparat ist wirtschaftlich, da es nicht mehr kostet als Actonel® einmal wöchentlich 35 mg. Die Tagestherapiekosten sind auch mit einer separaten Kombination der meistverordneten Alendronat-Generika mit den gängigsten Calcium/Vitamin D3-Brause­tabletten vergleichbar.

Knochengesunde Ernährung und ausreichend Bewegung
Auch der Patient kann seinen Beitrag zur Vermeidung weiterer Knochenbrüche leisten, indem er z. B. Stolperfallen in der Wohnung beseitigt oder sicheres Schuhwerk trägt, und so das Sturzrisiko reduziert. Eine „knochenfreundliche“ Ernährung fördert die Neubildung von Knochengewebe. Calciumreiche Lebensmittel wie Milch, Milchprodukte, Brokkoli oder calciumreiche Mineralwässer sollten daher täglich auf dem Speiseplan stehen, betonte Günther. Bei der Vitamin D-Versorgung mit der Nahrung spielen fetter Seefisch, Eigelb und Leber eine wichtige Rolle.

Ein wohldosiertes und gezieltes Bewegungsprogramm, das die Muskelkraft stärkt, den Stoff­wechsel anregt und die Koordination schult, ist ein weiterer wichtiger Aspekt für eine erfolgreiche Osteoporosetherapie. Besonders geeignet sind Semler zufolge Sportarten wie Wandern, Walken, Schwimmen oder Gymnastik.

 

 

Literatur

  1. Fardellone, P et al. A new combination packaging for osteoporosis treatment; patient preference and expected adherence to the therapy. Calcified Tissue International, 2007; 80 (supp 1): 125 (P332-T)
  2. Fardellone, P et al. A convenient new approach to simplify osteoporosis treatment regimen for risedronate plus calcium and vitamin D. Calcified Tissue International, 2007; 80 (supp 1): 125
    (P397-M)
  3. Häussler B et al. Epidemiology, treatment and costs of osteoporosis in Germany – the BoneEVA-Study. Osteoporos Int 2007; 18(1): 77-84
  4. Häussler B et al. Versorgung von Osteoporosepatienten in Deutschland – Ergebnisse der BoneEVA-Studie. Deutsches Ärzteblatt, Jg. 103, Heft 39, 29. Sept. 2006: A2542-A2548
  5. Evidenzbasierte Konsensus-Leitlinie zur Osteoporose – Prophylaxe, Diagnostik und Therapie bei Frauen ab der Menopause, bei Männern nach dem 60. Lebensjahr, Herausgegeben vom Dachverband Deutschsprachiger Wissenschaftlicher Gesellschaften für Osteologie (DVO) e. V. im Jahr 2006, http://www.lutherhaus.de/osteo/leitlinien-dvo/index.php  
  6. McClung MR et al. Effect of risedronate on the risk of hip fracture in elderly women. Hip Intervention Program Study Group. New England Journal of Medicine 2001; 344(5): 333-34
  7. Harris et al. Effects of risedronate treatment on vertebral and nonvertebral fractures in women with postmenopausal osteoporosis: a randomized controlled trial. Vertebral Efficacy With Risedronate Therapy (VERT) Study Group. JAMA 1999; 282: 1344-1351
  8. Reginster et al. Randomized trial of the effects of risedronate on vertebral fractures in women with established postmenopausal osteoporosis. Vertebral Efficacy with Risedronate Therapy (VERT) Study Group.Osteoporosis International. 2000; 11: 83-91
  9. Black et al. Randomised trial of the effect of alendronate on risk of fracture in women with existing vertebral fractures. Lancet 1996; 348: 1535-41
  10. Cummings et al. Effect of alendronate on risk of fracture in women with low bone density but without vertebral fractures. JAMA 1998; 280: 2077-2082
  11. Chesnut et al. Effects of oral ibandronate administered daily or intermittently on fracture risk in postmenopausal osteoporosis. Journal of Bone Mineral Research. 2004; 19(8): 1241-1249
  12. Black et al. Once-yearly Zolendronic Acid for treatment of postmenopausal osteoporosis. New England Journal of Medicine. 2007; 356: 1809-22
  13. Quesada, JM. Low usage of calcium and vitamin D with bisphosphonate therapy in postmenopausal osteoporotic women in France and Spain. Calcified Tissue International, 2007; 80 (supp 1): 143 (P397-M)


Quelle: Pressegespräch der Firma Procter & Gamble am 29.04.2008 in Berlin (tB).

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