Für Versorgungsforschung und Register in der Schmerzmedizin!

Schmerz-Appell

 

Berlin (18. Oktober 2012) – Mit einem Appell, der mit mehreren Hundert Unterschriften von Persönlichkeiten aus allen Bereichen der Schmerzmedizin, Gesundheitspolitik und Versorgungsforschung gezeichnet werden wird, will die Deutsche Schmerzgesellschaft erreichen, dass in Deutschland die Versorgungsforschung im Bereich Schmerz ausgebaut wird.

 

„Unser Ziel ist es, dass das Thema Schmerz auch in Deutschland TOP-Thema der Gesundheits- und Wissenschaftspolitik wird“, so Prof. Dr. med. Wolfgang Koppert, Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. „Dringend nötig sind solide Daten als Voraussetzung für eine gute und verbesserte Patientenversorgung. „Wir appellieren an die Gesundheitspolitik, bessere Rahmenbedingungen für Versorgungsforschung und den Ausbau von Schmerzregistern zu schaffen, und für Patientinnen und Patienten insgesamt die Unterversorgung im Bereich Schmerz zu beenden“, so der Präsident der mit über 3.300 Mitgliedern größten Fachgesellschaft zum Thema Schmerz in Europa.

 

In Deutschland sind derzeit über 10 Millionen Menschen von chronischen Schmerzen betroffen. Die Wartezeiten bis zur richtigen Diagnose sind lang, oftmals über ein Jahr. 6 – 8 % der Gesundheitsausgaben entfallen auf die Behandlung chronischer Schmerzen, die volkswirtschaftliche Belastung liegt bei 20 – 30 Mrd. Euro/Jahr. Es fehlen jedoch in zahlreichen Bereichen der Schmerzmedizin belastbare Daten zur Epidemiologie und Versorgungssituation. Die Schmerzversorgungsforschung war in der Vergangenheit Stiefkind der Forschungsförderung bzw. der Gesundheitspolitik und ist schlecht vernetzt.

 

„Gute Medizin braucht gute Daten und Fakten“, erläutert Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. Die Unterschriftensammlung ist eingebettet in eine mehrmonatige Kampagne. Mit dem Schwung mehrerer Hundert oder Tausend Unterschriften der zum Thema Schmerz engagierten Schmerztherapeuten, Wissenschaftler, Experten aus Medizin, Psychologie, Pflege, Behörden, Kassen, Einrichtungen des Gesundheitswesens und weiteren Aktiven wird die Deutsche Schmerzgesellschaft nach der nächsten Bundestagswahl der Bundesregierung den Appell übergeben und sich dafür einsetzen, dass entsprechende Programme aufgelegt werden. Bereits in 2013 wird die medizisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft das Thema mit Fachveranstaltungen gut plazieren bzw. auch gezielt die Akteure des Gesundheitswesens ansprechen und einbinden.

 

Klar ist: Es bedarf einer konzertierten, interdiziplinären, partei- und akteursübergreifenden Aktion, um die Versorgung im Bereich Schmerz wesentlich zu verbessern. Mit ihren Unterschriften appelieren die Expertinnen und Experten an die Entscheidungsträger der Institutionen des Gesundheitswesens, aber auch an Ministerien und die Politik, dafür in Deutschland die nötigen Rahmenbedingungen, auch der Förderung der Versorgungsforschung beim Thema Schmerz, zu schaffen.

 

Im Internet finden Sie den vollständigen Appell sowie ein Online-Unterschriftenformular unter:

 

 


 

Quelle: Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. 18.10.2012 (tB).

MEDICAL NEWS

New guidance to prevent the tragedy of unrecognized esophageal intubation
Overly restrictive salt intake may worsen outcomes for common form…
COVID-19 vaccines are estimated to have prevanented 20 million deaths…
Novel sleep education learning modules developed for nurse practitioners
Scientists discover how salt in tumours could help diagnose and…

SCHMERZ PAINCARE

Aktuelle Versorgungssituation der Opioidtherapie im Fokus
Individuelle Schmerztherapie mit Opioiden: Patienten im Mittelpunkt
Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…

DIABETES

Kaltplasma bei diabetischem Fußsyndrom wirkt via Wachstumsfaktoren
Typ-1-Diabetes: InRange – auf die Zeit im Zielbereich kommt es…
Suliqua®: In komplexem Umfeld – einfach besser eingestellt
Suliqua®: Überlegene HbA1c-Senkung  im Vergleich zu Mischinsulinanalogon
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ gibt…

ERNÄHRUNG

Gesunde Ernährung: „Nicht das Salz und nicht das Fett verteufeln“
Mangelernährung gefährdet den Behandlungserfolg — DGEM: Ernährungsscreening sollte zur klinischen…
Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?

ONKOLOGIE

Krebspatienten unter Immuntherapie: Kein Hinweis auf erhöhtes Risiko für schwere…
Aktuelle Kongressdaten zum metastasierten Mammakarzinom und kolorektalen Karzinom sowie Neues…
Mehr Lebensqualität für onkologische Patient:innen durch bessere Versorgung: Supportivtherapie, Präzisionsonkologie,…
WHO veröffentlicht erste Klassifikation von Tumoren im Kindesalter
Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver

MULTIPLE SKLEROSE

Multiple Sklerose: Analysen aus Münster erhärten Verdacht gegen das Epstein-Barr-Virus
Aktuelle Daten zu Novartis Ofatumumab und Siponimod bestätigen Vorteil des…
Multiple Sklerose durch das Epstein-Barr-Virus – kommt die MS-Impfung?
Neuer Therapieansatz für Multiple Sklerose und Alzheimer
„Ich messe meine Multiple Sklerose selbst!“ – Digitales Selbstmonitoring der…

PARKINSON

Alexa, bekomme ich Parkinson?
Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…