Gemeinsam stark bei Multipler Sklerose:

Das MS-CARE Therapiebegleitprogramm

 

München (14. Oktober 2008) – Die Diagnose Multiple Sklerose (MS) wirft für die Betroffenen tausend Fragen auf: Wie geht das Leben mit Erkrankung weiter? Wie reagieren Arbeitgeber, Freunde und Familie? Welche Medikamente sind wirksam? Ein Serviceprogramm für Menschen mit MS hilft: Das MS-CARE Therapiebegleitprogramm von dem Unternehmen Biogen Idec steht Betroffenen in allen Lebenslagen zur Seite, so die Experten auf der Pressekonferenz „You’ll never walk alone: MS‑CARE Therapiebegleitprogramm ‑ Starker Partner für MS-Patienten" am 14. Oktober 2008 in München. „Das Programm unterstützt Patienten, früh mit der Behandlung der MS zu beginnen, um die Behandlung dauerhaft und konsequent anzuwenden. Das ist wichtig, um die Erkrankung in den Griff zu bekommen", erklärt Dr. Norman Putzki, Essen/ St. Gallen. Weitere Services wie Injektionsschulungen durch MS-Schwestern, eine persönliche Patientenberatung sowie Service- und Informationsmaterialien helfen den Betroffenen, ihr Leben mit MS selbstständig zu meistern.

 

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Die MS ist eine chronische Erkrankung, bei der es zu Entzündungen an verschiedenen Stellen in Gehirn oder Rückenmark kommt, welche die Nerven schädigen. Die häufigste Verlaufsform ist die schubförmige MS. „Ein Schub ist ein neurologischer Ausfall, der sich typischerweise in Gefühlsstörungen, Sehstörungen oder Lähmungserscheinungen äußert. Bei jedem Schub besteht die Gefahr, dass dauerhafte Behinderungen zurück bleiben", erklärt Putzki. „Eine frühe Behandlung der MS ist wichtig. Hier hat sich unter anderem das intramuskuläre Interferon beta-1a ‑ einmal wöchentlich injiziert ‑ als effektive Basistherapie erwiesen. Es wirkt unter anderem antientzündlich auf das Immunsystem, so dass Krankheitsaktivität wie Schübe und die Gefahr fortschreitender Behinderungen reduziert werden." Auch auf lange Sicht ‑ über 15 Jahre hinweg ‑ bietet das Interferon Schutz gegen Schübe und bleibende Behinderungen (1). „Ein Vorteil ist auch die gute Hautverträglichkeit", hob Putzki hervor. Das Interferon wird in den Muskel gespritzt, was im Vergleich zu Injektionen unter die Haut kaum Reaktionen an der Einstichstelle verursacht. „Wie unsere aktuelle Studie zeigt, lässt sich mit dem intramuskulären Interferon die Krankheitsaktivität mindern und die Lebensqualität dabei verbessern“ (2), fasst Putzki zusammen.

 

Starker Partner für MS-Patienten

Unterstützung und Information sind für Menschen mit MS besonders wichtig: Sie müssen ihr Leben umstellen und sich darauf einstellen, regelmäßig Medi­kamente zu nehmen. „Häufig herrschen bei den Betroffenen Unsicherheit und Unwissen im Umgang mit ihrer Erkrankung. Hier setzt das MS-CARE Thera­piebegleitprogramm an: Wir möchten die Kompetenz der Patienten stärken, damit sie ihr Leben mit MS selbstständig meistern können", berichten Natalie Núñez Gómez, Leiterin des MS-CARE Therapiebegleitprogramms (3), und Karin Ronneburger, MS-Schwester.

 

Das Programm setzt auf drei Säulen:

  • Der MS­CARE-Schwesternservice bietet mit über 30 speziell ausgebildeten Schwes­tern Patientenschulungen zur Injektion des intramuskulären Interferons beta­-1a an.
  • Das MS Service-Center mit Experten aus Medizin, Psychologie und Ar­beitsrecht hilft bei allen Fragen rund um die MS. Die Beratung erfolgt via Hotli­ne (08000‑30 77 30) oder eMail (info@ms-service-center.de). Wichtige In­formationen zur Erkrankung vermittelt auch die Internetseite www.ms-life.de.
  • Die dritte Säule: Umfangreiche Informations- und Servicematerialien. „Damit motivieren wir Patienten, Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen und ihre Behandlung beizubehalten", so Núñez Gómez.

 

Der Fels in der Brandung

„Die Diagnose MS war erstmal ein Schock", berichtet Susanne Kempf, die seit vier Jahren erkrankt ist. „Ich fühlte mich anfangs völlig verunsichert und hilflos, denn ich wusste nicht, was auf mich zukommen wird." Das MS-CARE Thera­piebegleitprogramm half ihr in dieser schwierigen Zeit: „Ich habe von Anfang an die richtige Unterstützung bekommen. Hilfreich war auch die Injektions­schulung: Seitdem kann ich meine Therapie selbstständig umsetzen. Das ist mir sehr wichtig, schließlich habe ich noch viel vor!", so Kempf.

 

 

Anmerkungen

(1) Bermel RA, Weinstock-Guttmann B, Bourdette D, Foulds P et al. Intramuscular Interferon beta-1 a 15-year longterm follow-up study of patients with relapsing multiple sclerosis. World Congress an Treatment and Research in Multiple Sclerosis, 17. bis 20. September, 2008, Montreal, Kanada, Poster 14.

(2) Putzki et al., P.05.076, AAN 2008, Chicago

(3) Das MS-CARE Therapiebegleitprogramm von Biogen Idec ist ein Service für alle AVONEX‑Patienten

 


Quelle: Pressekonferenz der Firma Biogen Idec zum Thema „You’ll never walk alone: MS-CARE Therapiebegleitprogramm – Starker Partner für MS-Patienten“ am 14. Oktober 2008 in München (Ogilvy).

MEDICAL NEWS

Overly restrictive salt intake may worsen outcomes for common form…
COVID-19 vaccines are estimated to have prevanented 20 million deaths…
Novel sleep education learning modules developed for nurse practitioners
Scientists discover how salt in tumours could help diagnose and…
Inadequate sequencing of SARS-CoV-2 variants impedes global response to COVID-19

SCHMERZ PAINCARE

Aktuelle Versorgungssituation der Opioidtherapie im Fokus
Individuelle Schmerztherapie mit Opioiden: Patienten im Mittelpunkt
Versorgung verbessern: Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin fordert die Einführung des…
Pflegeexpertise im Fokus: Schmerzmanagement nach Operationen
Versorgung verbessern: Bundesweite Initiative der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin zu…

DIABETES

Kaltplasma bei diabetischem Fußsyndrom wirkt via Wachstumsfaktoren
Typ-1-Diabetes: InRange – auf die Zeit im Zielbereich kommt es…
Suliqua®: In komplexem Umfeld – einfach besser eingestellt
Suliqua®: Überlegene HbA1c-Senkung  im Vergleich zu Mischinsulinanalogon
„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ gibt…

ERNÄHRUNG

Mangelernährung gefährdet den Behandlungserfolg — DGEM: Ernährungsscreening sollte zur klinischen…
Wie eine Diät die Darmflora beeinflusst: Krankenhauskeim spielt wichtige Rolle…
DGEM plädiert für Screening und frühzeitige Aufbautherapie: Stationäre COVID-19-Patienten oft…
Führt eine vegane Ernährungsweise zu einer geringeren Knochengesundheit?
Regelmässiger Koffeinkonsum verändert Hirnstrukturen

ONKOLOGIE

Krebspatienten unter Immuntherapie: Kein Hinweis auf erhöhtes Risiko für schwere…
Aktuelle Kongressdaten zum metastasierten Mammakarzinom und kolorektalen Karzinom sowie Neues…
Mehr Lebensqualität für onkologische Patient:innen durch bessere Versorgung: Supportivtherapie, Präzisionsonkologie,…
WHO veröffentlicht erste Klassifikation von Tumoren im Kindesalter
Anti-Myelom-Therapie mit zusätzlich Daratumumab noch effektiver

MULTIPLE SKLEROSE

Aktuelle Daten zu Novartis Ofatumumab und Siponimod bestätigen Vorteil des…
Multiple Sklerose durch das Epstein-Barr-Virus – kommt die MS-Impfung?
Neuer Therapieansatz für Multiple Sklerose und Alzheimer
„Ich messe meine Multiple Sklerose selbst!“ – Digitales Selbstmonitoring der…
Stellungnahme zur 3. Impfung gegen SARS-CoV2 bei Personen mit MS

PARKINSON

Alexa, bekomme ich Parkinson?
Meilenstein in der Parkinson-Frühdiagnose
Parkinson-Erkrankte besonders stark von Covid-19 betroffen
Gangstörungen durch Kleinhirnschädigung beim atypischen Parkinson-Syndrom
Parkinson-Agenda 2030: Die kommenden 10 Jahre sind für die therapeutische…