Geriatrie

Neuer Altersdatenreport zeigt Defizite in der beruflichen Weiterbildung Älterer

 

Berlin (20. Januar 2009) - Ältere Beschäftigte sind an beruflicher Weiterbildung nur unzureichend beteiligt. Unter anderem zu diesem Ergebnis kommt das neue Heft der Reihe GeroStat Report Altersdaten zum Thema "Bildung und Alter". Der Report fasst Daten verschiedener Statistiken und Untersuchungen zum Bildungsniveau und zur Bildungsbeteiligung älterer Menschen zusammen.

Es ist inzwischen Allgemeinwissen, dass der demografische Wandel unsere Gesellschaft von Grund auf verändern wird. Die Deutschen werden länger arbeiten und sie werden sich darauf vorbereiten müssen. In der bildungspolitischen Diskussion ist deshalb das lebenslange Lernen eine zentrale Forderung. Aber wie sieht die Realität in der Weiterbildung jenseits der Absichtserklärungen aus?

Neue Publikation: Informations- und Kommunikationstechnologien für aktives Altern

 

Düsseldorf (19. Januar 2009) - Derzeit vollzieht sich überall auf der Welt ein einschneidender demografischer Wandel: Noch niemals zuvor ist die Bevölkerung in fast allen Industrie- und Entwicklungsländern so stark gealtert. Einige Experten sprechen gar von einer demografischen Revolution, die alle Kulturen und Gesellschaften erfasst. Eine andere Sichtweise eröffnet sich, wenn das Potenzial alternder Gesellschaften betrachtet wird. Beide Perspektiven werden in einer neuen Veröffentlichung diskutiert.

So alt wie man sich fühlt

Senioren fühlen sich 13 Jahre jünger als es ihrem Lebensalter entspricht

 

Berlin (13. Januar 2009) - Menschen über 70 Jahre fühlen sich durchschnittlich 13 Jahre jünger als es ihren Lebensjahren entspricht. Zu diesem Ergebnis kommt eine jüngst im Journal of Gerontology: Psychological Sciences veröffentlichte Studie, die von Forscherinnen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der Universität Michigan durchgeführt wurde. Die Studie untersucht Veränderungen der Selbstwahrnehmung des Alters und der Alterszufriedenheit über die Zeit an Daten der Berliner Altersstudie.

Während sich das Gefühl, 13 Jahre jünger zu sein, im Laufe der Studie nicht veränderte, nahm die Differenz zwischen Lebensalter und im Spiegel wahrgenommenen Alter sowie der Grad der Zufriedenheit der Studienteilnehmerinnen und Teilnehmer im Laufe des sechsjährigen Beobachtungszeitraums ab.

Fit für die zweite Halbzeit

Programm "Sport - Bewegung - Prävention" legt Ergebnisse vor

 

Stuttgart (12. Januar 2009) - Ältere Menschen wollen möglichst lange Gesundheit und Eigenständigkeit bewahren. Ausreichende Bewegung ist dabei ein wichtiger Faktor. Forschungsgruppen aus Stuttgart, Heidelberg und Tübingen belegen nun, wie sich durch maßvollen Sport nicht nur die Fitness in der Generation 50+ erhalten lässt, sondern sie weisen auch nach, dass sportliche Aktivitäten Krankheiten wie Demenz oder Depression entgegen wirken können. Das Forschungsprogramm "Sport - Bewegung - Prävention" der Landesstiftung Baden-Württemberg legt nun die Ergebnisse vor.

Heidelberger Forscher "verfolgen" ältere Menschen

 

Heidelberg (1. Oktober 2008) - Gemeinsames Forschungsprojekt der Universitäten Heidelberg und Kiel und den Universitäten Jerusalem und Tel Aviv - Ziel ist es, die außerhäusliche Mobilität bei Älteren mit unterschiedlichen Graden kognitiver Beeinträchtigung so alltagsnahe und detailreich wie möglich zu untersuchen.

Im Zuge des demographischen Wandels bedrohen demenzielle Erkrankungen, wie z.B. die Alzheimer'sche Erkrankung, immer häufiger die Lebensqualität alternder Menschen und ihrer Angehörigen. Aus diesem Grunde laufen die wissenschaftlichen Anstrengungen zur Reduzierung ihrer gravierenden Folgen im Alltag wie das Nicht-mehr-Erkennen von geliebten Menschen und bekannten Räumen und möglicherweise einer Unterstützung durch technische Hilfen (z.B. mobile Ortungs- und Notrufsysteme) auf Hochtouren.

"Quo vadis Altenpflege?"

Symposium am 26.11.2008 stellt Lösungsstrategien und Zukunftsperspektiven vor

 

Neu-Isenburg (8. September 2008) - Wie sieht die Altenhilfe der Zukunft aus? Welche Qualitätsperspektiven ergeben sich für die Altenpflege? Kann die Ernährungskompetenz einer Senioreneinrichtung dazu beitragen, Qualität als Markenwert zu positionieren? Welche Werte rücken künftig in den Fokus? Das sind nur einige der Fragen, die den Teilnehmern auf dem Symposium am Mittwoch, 26. November 2008, im neuen inHaus2-Forschungszentrum der Fraunhofer-Gesellschaft in Duisburg begegnen und im Dialog mit namhaften Experten diskutiert werden.

Mehr als Umbenennung:

Aus Bundesarbeitsgemeinschaft wurde "Bundesverband Geriatrie e.V."

 

Mit neuem Namen, erweitertem Aufgabenspektrum und überarbeiteter Satzung geht die verbandspolitische Vertretung der geriatrischen Einrichtungen ins 16. Jahr ihres Bestehens Die bisherige „Bundesarbeitsgemeinschaft der Klinisch-Geriatrischen Einrichtungen e.V.“ wird sich als „Bundesverband Geriatrie e.V.“ weiter profilieren. Darauf verwiesen jetzt Vorstandsvorsitzender Hon.-Prof. Dr. med. Dieter Lüttje und Geschäftsführer Dirk van den Heuvel in Berlin. Derzeit gehören dem Verband 208 Träger an, die 217 Kliniken bzw. Einrichtungen der geriatrischen Akutbehandlung und Rehabilitation betreiben. „Mit dem Bundesverband Geriatrie steht Ihnen ein zentraler und kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Versorgung geriatrischer Patienten in Deutschland zur Verfügung“, so Lüttje.

Sport hilft dem Denken im Alter auf die Sprünge:

Jacobs University präsentiert erste Ergebnisse der Studie "Bewegtes Alter"

 

Bremen (21. August 2008) - Am 21. August 2008 präsentierten die Sportwissenschaftlerin Claudia Voelcker-Rehage, der Neurowissenschaftler Ben Godde und die Psychologin Ursula M. Staudinger den Teilnehmern und Förderern die ersten Ergebnisse der interdisziplinären Langzeitstudie "Bewegtes Alter" der Jacobs University Bremen. Mit ihren über 12 Monate durchgeführten Untersuchungen an gut 100 Probanden im Alter zwischen 65 und 75 Jahren konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass sowohl regelmäßiger Ausdauersport als auch Gymnastik die Leistungsfähigkeit des Gehirns älterer Menschen deutlich steigert. Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Robert Bosch Stiftung und der Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK).

Kreativwettbewerb für Pflegekräfte und Auszubildende in der Altenpflege

Ursula von der Leyen: "Mit moderner Altenpflege gewinnen!"

 

Berlin (11. August 2008)  -  Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend startet heute einen Kreativwettbewerb für Pflegekräfte und Auszubildende in der Altenpflege. Ziel ist es, Pflegekräfte von heute und morgen dafür zu gewinnen, ihre Sicht auf gelebte moderne Altenpflege zu zeigen und so in der Öffentlichkeit ein facettenreicheres Bild dieses wichtigen Berufszweiges zu zeichnen.

Nachholbedarf bei der Erforschung der Lebensbedingungen und Bedürfnisse alternder Menschen mit Behinderung

 

Köln (1. August 2008) - Die spezifischen Angebote für alte Menschen mit geistiger Behinderung sind in Deutschland - historisch bedingt - nicht so gewachsen, wie in anderen Ländern. Das Thema gewinnt hierzulande aber immer mehr an Brisanz, da nun nach dem Krieg geborene Menschen mit geistiger Behinderung über 60 Jahre alt sind, wie in der gerade erschienenen Ausgabe 2/08 von PRO ALTER, dem Fachmagazin des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), zu lesen ist. Hinzu kommt, dass, bedingt durch den medizinischen Fortschritt und verbesserte frühzeitige Förderungs- und Betreuungsangebote, auch Menschen mit geistiger Behinderung immer älter werden. Die Herausforderungen, die sich bei wachsender Hilfe- und Pflegebedürftigkeit dieser Personen den Familienangehörigen und Mitarbeitenden der Behindertenhilfe stellen, berühren in zunehmenden Maße die Altenpflege und gehören eigentlich auch zum Aufgabenspektrum der noch aufzubauenden Pflegestützpunkte.

Hitzewelle erfordert Eigeninitiative von Altenpflegeeinrichtungen

Tipps und Regeln zum Schutz von älteren Menschen und Pflegeheimbewohnern bei großer Hitze

 

Köln (31. Juli 2008) - In den meisten Regionen Deutschlands ist es zur Zeit brütend heiß und sehr schwül. Viele Menschen leiden darunter. Richtig gefährlich ist die Hitze aber vor allem für alte und kranke Personen, darunter vor allem Pflegeheimbewohner und Menschen mit Demenz. Bei ihnen können die hohen Temperaturen und ihre Auswirkungen im schlimmsten Fall zum Zusammenbruch des gesamten Organismus führen. Damit es nicht so weit kommt, finden sich in der gerade erschienenen aktuellen Ausgabe von PRO ALTER, dem Fachmagazin des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), Tipps und Regeln, die von Mitarbeitenden in Pflegeeinrichtungen dringend beachtet werden sollten, um die Bewohner zu schützen.

Altersblindheit:

Neue Forschungsergebnisse zur Krankheitsentstehung

 

Göttingen (23. Juli 2008) - Erstmals nachgewiesen: Die Immunabwehr ist bei der Altersblindheit im ganzen Körper überaktiv. Immunologen der Universitätsmedizin Götttingen sind an neuesten Ergebnissen der klinischen Grundlagenforschung beteiligt. Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist in den westlichen Industrienationen die häufigste Ursache für Erblindung. Erblich bedingte Veränderungen in der Regulation des Immunsystems beeinflussen das Risiko, an einer AMD zu erkranken. Die bisherigen Erkenntnisse über die Prozesse, die zur Altersblindheit führen, hat jetzt ein deutsch-englisches Forscherteam mit Beteiligung von Immunologen der Universitätsmedizin Göttingen um einen weiteren wichtigen Aspekt ergänzt. Professor Oppermann aus der Abteilung Zelluläre und Molekulare Immunologie der Universitätsmedizin Göttingen ist Seniorautor einer Studie, die erstmals zeigt: Das Immunsystem ist bei Menschen mit AMD im ganzen Körper überaktiv.

Zusätzliche Betreuungsleistungen für Demenzerkrankte in Pflegeheimen zügig umsetzen!

Spitzenverband Bund der Krankenkassen legt Richtlinienentwurf zur Qualifikation und zu den Aufgaben der zusätzlichen Betreuungskräfte vor

 

Berlin (21. Juli 2008) - Das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz hat die Grundlage für bessere Betreuungs-möglichkeiten für altersverwirrte Menschen in Pflegeheimen geschaffen. Zusätzliche Leistungen sollen durch zusätzliche, von den Pflegekassen finanzierte Betreuungs-Personen erbracht werden. Der bisherige Pflegesatz ändert sich dadurch nicht. Damit die Pflegekassen wissen, welche Bewohner Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen haben, ist vorgesehen, dass Pflegeheime Übersichten derjenigen vorlegen, bei denen der MDK bereits die erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz festgestellt haben oder die nach Einschätzung des Heims einen besonderen Betreuungsbedarf benötigen.

Immer mehr ältere Patienten und altersbedingte Krankheiten

Ruhestandswelle im ambulanten Bereich und stationäre Bettenplanung mit Bedarfslücke in Mecklenburg-Vorpommern (MV)

 

"Demographischer Faktor" muss integriert werden

Greifswald (16. Juli 2008) - Die medizinische Bedarfsplanung, die Grundlage der ambulanten und stationären Versorgung, muss der tatsächlichen Entwicklung angepasst werden und auf eine neue Berechnungsbasis gestellt werden. Rostocker und Greifswalder Wissenschaftler haben die Auswirkungen des demographischen Wandels im Nordosten untersucht und mit den herkömmlichen medizinischen Hochrechnungs-Methoden verglichen. "Ohne Berücksichtigung der Altersstrukturen, der Ab- und Zuwanderung sowie der Entwicklung von Volkskrankheiten wird im Jahr 2020 eine eklatante Versorgungslücke in Mecklenburg-Vorpommern klaffen", warnten die Teilnehmer am heutigen Abschlussworkshop in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Die Engpässe werden mit zeitlichen Verzögerungen alle Bundesgebiete erfassen.

Bericht der Nürnberger Heimaufsicht 2007

 

  • Sozialministerin Stewens: Weitere Qualitätsanstrengungen dringend nötig
  • Mehr Transparenz durch Bayerisches Pflegequalitätsgesetz
  • Berichte der Heimaufsichtsbehörden werden zukünftig veröffentlicht

 

München (26. Juni 2008) - Der Bericht der Nürnberger Heimaufsicht bringt Fälle inakzeptabler Pflege ans Licht. Er zeigt, dass weitere Qualitätsanstrengungen dringend notwendig sind. Wer als Träger die Verantwortung für pflege- und betreuungsbedürftige Menschen übernimmt, muss sich zu dieser großen Verantwortung auch bekennen. Eine wichtige Rolle kommt auch der Heimaufsicht zu, die als Anwalt der Heimbewohner die Qualität in Pflegeheimen überprüft und einfordert. Gegen festgestellte Mängel muss mit aller Konsequenz vorgegangen werden, etwa mit der Verhängung eines Aufnahmestopps." Mit diesen Worten kommentierte Bayerns Sozialministerin Christa Stewens in München den Bericht 2007 der Nürnberger Heimaufsicht, der heute im Nürnberger Stadtrat behandelt wird. Zu einer guten Arbeit der Heimaufsicht gehöre nicht nur der Erlass von Anordnungen, sondern auch eine kompetente Beratung der Einrichtungen.

Deutsche Initiative gegen Sturz und Gebrechlichkeit (DISG)

DISG-Plattformpapier

 

Einführung

Die fortschreitende Lebenserwartung ist eine Errungenschaft unserer modernen Gesellschaft. Die Langlebigkeit ist jedoch unvermeidlich von einer Zunahme altersbedingter Defizite infolge der individuellen Erschöpfung physiologischer Reserven begleitet, die eine schwere Bürde für die Gesundheitssysteme weltweit bedeutet. Klinische Erfahrung, ebenso wie epidemiologische Untersuchungen zeigen, dass die Mobilität im Alter eine Schlüsseldeterminante für ein gesundes Altern und eine hohe Lebensqualität darstellt. Der Verlust an Mobilität ist eine der bedeutsamsten Gefahren im höheren Alter. Gehstörungen und Stürze sind Manifestationen von verminderter Mobilität, die mit steigendem Alter zunehmen. Stürze in höherem Alter haben aber katastrophale Konsequenzen: sie brechen Knochen, aber auch Selbstvertrauen und Aktivität. Die Furcht vor Stürzen führt zur Selbstrestriktion von körperlichen Aktivitäten und damit sozialen Kontakten und initiiert einen „Circulus vitiosus“. Frakturen - insbesondere proximale Femurfrakturen - sind ein extremes und kontinuierlich wachsendes Problem für die Patienten, für die Familie und die Gesundheitssysteme weltweit.